Schenk zu Schweinsberg, Volprecht
belegt seit
7.3.1472 belegt bis
19.7.1492 Beruf
Rat, Hofmeister, Statthalter, Amtmann, Oberamtmann, KanzleigerichtmitarbeiterLeben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Schenk zu Schweinsberg, Volprecht1, Rat Landgraf Heinrichs III. 1472 März 72, 1477 Januar 233, 1478 August 254, sein [Haus-] Hofmeister 1476 September 15, 1477 August 296. Ist nach dem Tode Landgraf Heinrichs III. einer der Statthalter Oberhessens für den unmündigen Landgraf Wilhelm III.7, wird jedoch nur selten mit den drei anderen Statthaltern zusammen genannt. Das erklärt sich wohl daraus, daß er in erster Linie die Interessen Hessens am Mittelrhein als Amtmann zu Rheinfels wahrnimmt. Schon beteiligt an der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen durch Landgraf Heinrich III. im August 14798, ist er als Amtmann zu Rheinfels bezeugt 1480 April 119 bis mindestens 1492 Juli 910 und fungiert in dieser Stellung als Oberamtmann der Niedergrafschaft11. 1489 Mai 5 leiht er Landgraf Wilhelm III. 2000 fl. gegen eine jährliche Gülte von 100 fl. von der Stadt Gießen12. [Um 1490] bekundet Landgraf Wilhelm III., daß sein † Vater Landgraf Heinrich Schenk das Amt Königsberg, das dieser vermeint einlösen zu können, auf Lebenszeit verschrieben hat. Der Landgraf bestätigt es und verspricht für den Fall, daß er Schenk seines Amtes in der Niedergrafschaft enthebt und Königsberg noch nicht wieder eingelöst ist, ihm ein gleichgutes Amt in seinem Lande, wo es Schenk beliebt, zu übertragen. Schenk soll vier reisige Pferde halten13. 1492 Februar 27 quittiert er dem Rentmeister zu Gießen über 50 fl., die er von diesem jährlich erhält14. Im Kanzleigericht zu Marburg ist Schenk tätig 1491 April 1315 und 1492 Juli 916.
Schenk zu Schweinsberg, Volprecht1, Rat Landgraf Heinrichs III. 1472 März 72, 1477 Januar 233, 1478 August 254, sein [Haus-] Hofmeister 1476 September 15, 1477 August 296. Ist nach dem Tode Landgraf Heinrichs III. einer der Statthalter Oberhessens für den unmündigen Landgraf Wilhelm III.7, wird jedoch nur selten mit den drei anderen Statthaltern zusammen genannt. Das erklärt sich wohl daraus, daß er in erster Linie die Interessen Hessens am Mittelrhein als Amtmann zu Rheinfels wahrnimmt. Schon beteiligt an der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen durch Landgraf Heinrich III. im August 14798, ist er als Amtmann zu Rheinfels bezeugt 1480 April 119 bis mindestens 1492 Juli 910 und fungiert in dieser Stellung als Oberamtmann der Niedergrafschaft11. 1489 Mai 5 leiht er Landgraf Wilhelm III. 2000 fl. gegen eine jährliche Gülte von 100 fl. von der Stadt Gießen12. [Um 1490] bekundet Landgraf Wilhelm III., daß sein † Vater Landgraf Heinrich Schenk das Amt Königsberg, das dieser vermeint einlösen zu können, auf Lebenszeit verschrieben hat. Der Landgraf bestätigt es und verspricht für den Fall, daß er Schenk seines Amtes in der Niedergrafschaft enthebt und Königsberg noch nicht wieder eingelöst ist, ihm ein gleichgutes Amt in seinem Lande, wo es Schenk beliebt, zu übertragen. Schenk soll vier reisige Pferde halten13. 1492 Februar 27 quittiert er dem Rentmeister zu Gießen über 50 fl., die er von diesem jährlich erhält14. Im Kanzleigericht zu Marburg ist Schenk tätig 1491 April 1315 und 1492 Juli 916.
Nachweise
Fußnoten
- Schenk-Knetsch, Stammtafeln IV, 23. ↑
- Rechn. I, Bilstein (27/13 Bl. 8v.). ↑
- Gundlach III S. 235 zitiert das Busecker Memorial 1707 Beilagen S. 233 ff. ↑
- HStA. Wisbaden, Abt. 340 Urkk. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (7/1 Bl. 2). ↑
- Ebd. 2/1 Bl. 5: 20 fl. an golde entpfangen von Vulprecht Schenkin ... uf m. gn. h. kammern. ↑
- Siehe unter Marschall Johann Schenk zu Schweinsberg. ↑
- Demandt, Katz. Regg. Nr. 6282/19. ↑
- Diemar, Köln und Hessen (MOHG NF 8, 1899) S. 102 f. Nr. 264-266, 271. ↑
- Kopiar 58 Nr. 76. Nach Schenk-Knetsch, Stammtafeln IV, 23 war er 1486 auch Amtmann zu Driedorf, was ich nicht belegen kann, doch kommen seine Diener oft in Driedorfer Rechnungen vor. Als Schreiber Volprechts wird 1483 März 20 Dietrich genannt (Rechn. I, Driedorf 39/13 Bl. 14). Als seine Knechte und Diener sind belegt: Peter von Zorn (siehe dort), 1487 März 11/14 Liederbach (ebd. 39/17, Bl. 24, 30) und 1486/87 Thammo Schenk (ebd. 39/16 Bl. 26 und 39/17 Bl. 32 und öfter). ↑
- Vgl. dazu den unten folgenden Hinweis in Kopiar 17 Nr. 44 (Amt in der Niedergrafschaft). So auch Gundlach III S. 331 (nicht aber S. 235). ↑
- Kopiar 5 Nr. 2 A/5. ↑
- Kopiar 17 Nr. 44 s. d., aber aus den Anfangsjahren Landgraf Wilhelms III. ↑
- Rechn. I, Gießen (51/10 Bel.). Die Gülte müßte nach der Verschreibung von 1485 Mai 5 (Anm. 12) 100 fl. betragen. Der Landgraf hat also entweder nur die Hälfte des urkundlich zugesicherten Zinses gezahlt, was für Gießen auch sonst belegt ist (s. Eckhard v. Elkerhausen gen. Klüppel Anm. 11), oder aber den Betrag anderweitig beglichen, denn abgelöst war von dieser Schuld noch 1499 Mai 7 nichts (Zimmermann, Zentralverwaltung S. 362). ↑
- Kopiar 58 Nr. 41. ↑
- Siehe Anm. 10. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 749, Nr. 2642.
- Zimmermann, Die Zentralverwaltung Oberhessens unter dem Hofmeister Hans von Dörnberg, Darmstadt 1974
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 235
- Diemar, Hessen und die Reichsstadt Köln im 15. Jahrhundert, in: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins NF 8 (1899), S. 1-186
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schenk zu Schweinsberg, Volprecht“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22349_schenk-zu-schweinsberg-volprecht> (aufgerufen am 16.04.2026)
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