Sayn, Gerhard Graf von
belegt seit
9.9.1452 belegt bis
1486 Beruf
Rat, BürgeLeben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Wird als Rat Erzbischof Jakobs von Trier von diesem vor 1452 September 9 als Bürge gegenüber Graf Philipp von Katzenelnbogen eingesetzt1, desgl. 1453 Juli 132 und 1455 Juli 253, 1456 Mai 10 steht er nach Graf Philipp von Katzenelnbogen an der Spitze der Einung der erzstiftisch trierischen Stände, in der diese eine Wahlkapitulation für den künftigen Trierer Erzbischof beschließen4. Auf die Beziehungen zu Graf Philipp von Katzenelnbogen gehen wohl auch Graf Gerhards engen Beziehungen zu Hessen zurück, wo er 1453 Januar 6 in Marburg nachweisbar ist, als er mit Landgraf Ludwig I. einen Einigkeits- und Friedensvertrag zwischen ihren Ländern schließt5. In den nächsten Jahren ist er häufig in Hessen bezeugt6 und wird 1469 März 17 als Heimlicher Landgraf Ludwigs II. bezeichnet7. Nach dessen Tod rüstet Landgraf Heinrich III. im Juni 1472 zu einem Heerzug gegen den Grafen, führt ihn jedoch nicht durch8. 1474 ist Graf Gerhard dann mit Landgraf Hermann wieder in Hessen9, wo er auch 147810 und noch 1486 erscheint11.
Wird als Rat Erzbischof Jakobs von Trier von diesem vor 1452 September 9 als Bürge gegenüber Graf Philipp von Katzenelnbogen eingesetzt1, desgl. 1453 Juli 132 und 1455 Juli 253, 1456 Mai 10 steht er nach Graf Philipp von Katzenelnbogen an der Spitze der Einung der erzstiftisch trierischen Stände, in der diese eine Wahlkapitulation für den künftigen Trierer Erzbischof beschließen4. Auf die Beziehungen zu Graf Philipp von Katzenelnbogen gehen wohl auch Graf Gerhards engen Beziehungen zu Hessen zurück, wo er 1453 Januar 6 in Marburg nachweisbar ist, als er mit Landgraf Ludwig I. einen Einigkeits- und Friedensvertrag zwischen ihren Ländern schließt5. In den nächsten Jahren ist er häufig in Hessen bezeugt6 und wird 1469 März 17 als Heimlicher Landgraf Ludwigs II. bezeichnet7. Nach dessen Tod rüstet Landgraf Heinrich III. im Juni 1472 zu einem Heerzug gegen den Grafen, führt ihn jedoch nicht durch8. 1474 ist Graf Gerhard dann mit Landgraf Hermann wieder in Hessen9, wo er auch 147810 und noch 1486 erscheint11.
Nachweise
Fußnoten
- Demandt, Katz. Regg. Nr. 4751. ↑
- Ebd. Nr. 4805. ↑
- Ebd. Nr. 4899, 4902. ↑
- Ebd. 4935. ↑
- Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 33. ↑
- Ebd. S. 96, 110, 168, 181, 221. ↑
- HStA. Wiesbaden, Abt. 340, 541. ↑
- Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 256, 264. ↑
- Ebd. S. 279. ↑
- Ebd. S. 317. ↑
- Rechn. I, Driedorf (39/16 Bl. 27v.): Her Gerharte grave zu Seyne ... als er in das lant zu Hessen reit. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 722, Nr. 2560.
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 2: 1418–1482, Wiesbaden 1954
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 2, Marburg 1931
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sayn, Gerhard Graf von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22251_sayn-gerhard-graf-von> (aufgerufen am 10.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/22251