Rolshausen, Heinrich von
belegt seit
11.8.1351 gestorben
vor 9.6.1394 Beruf
Ritter, AmtmannWirken
Lebensorte
Marburg
Familie
Verwandte
Rolshausen, Heiderich von <Bruder>, belegt 4.8.1363–7.5.1369, Ritter
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Er und Volprecht Schabe, Wäppner, Amtleute zu Marburg, bekunden 1351 August 11, daß ihnen die Friedenswahrung im Amte aufgetragen ist; wenn sich das nicht mehr ermöglichen läßt, werden sie an die Landgrafen Heinrich II. und seinen Sohn Otto und die Burgmannen in Marburg, Biedenkopf und Frankenberg1 gewiesen2. 1353 Juni 8 werden beide Pfandherren der Burg Staufenberg mit den beiden Tälern (alt und neu), die ihnen Graf Johann von Ziegenhain und sein Sohn Gottfried für 2600 kleine fl. verpfänden3. 1353 Februar 10 verpfändet Landgraf Heinrich das Gericht Garbenteich an Heinrich für 500 Mark4 und 1353 September 10 weitere Einkünfte in Höhe von 8 Mark für 80 Mark aus demselben Gericht5. 1363 August 4 ist er bei einer schiedsgerichtlichen Auseinandersetzung Landgraf Heinrichs mit Gerhard von Seelbach und Heiderich von Rolshausen zugegen, die eine Forderung von 200 Pfd. auf Blankenstein oder Königsberg aus dem Erbe Wiegands von Sichertshausen gegen den Landgrafen geltend machen, aber abgewiesen werden6. Verstorben vor 1394 Juni 97.
Ritter, Er und Volprecht Schabe, Wäppner, Amtleute zu Marburg, bekunden 1351 August 11, daß ihnen die Friedenswahrung im Amte aufgetragen ist; wenn sich das nicht mehr ermöglichen läßt, werden sie an die Landgrafen Heinrich II. und seinen Sohn Otto und die Burgmannen in Marburg, Biedenkopf und Frankenberg1 gewiesen2. 1353 Juni 8 werden beide Pfandherren der Burg Staufenberg mit den beiden Tälern (alt und neu), die ihnen Graf Johann von Ziegenhain und sein Sohn Gottfried für 2600 kleine fl. verpfänden3. 1353 Februar 10 verpfändet Landgraf Heinrich das Gericht Garbenteich an Heinrich für 500 Mark4 und 1353 September 10 weitere Einkünfte in Höhe von 8 Mark für 80 Mark aus demselben Gericht5. 1363 August 4 ist er bei einer schiedsgerichtlichen Auseinandersetzung Landgraf Heinrichs mit Gerhard von Seelbach und Heiderich von Rolshausen zugegen, die eine Forderung von 200 Pfd. auf Blankenstein oder Königsberg aus dem Erbe Wiegands von Sichertshausen gegen den Landgrafen geltend machen, aber abgewiesen werden6. Verstorben vor 1394 Juni 97.
Nachweise
Fußnoten
- Danach kann kaum Zweifel daran bestehen, daß beide tatsächlich als Landvögte an der Lahn fungiert haben. ↑
- Gundlach II Nr. 5 (nach der Ausführung in der Abt. Urkk., Bestallungen). ↑
- Aus Gen-Rep. Staufenberg abgegeben an das StA. Darmstadt. ↑
- Weiß, Gerichtsverfassung S. 191. ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 884. ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 974. ↑
- Urkk., Lehen: von Rolshausen. Damals war auch Heinrichs Bruder Heiderich tot. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 697, Nr. 2465.
- Weiß, Die Gerichtsverfassung in Oberhessen bis zum Ende des 16. Jahrhunderts, Marburg 1978
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 2: Urkunden und Akten, Marburg 1932
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 215
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 1: Die Provinzen Starkenburg und Oberhessen von 1016-1399 enthaltend, Darmstadt 1860
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rolshausen, Heinrich von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22148_rolshausen-heinrich-von> (aufgerufen am 11.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/22148