Rolshausen, Diethart von
belegt seit
1.3.1460 belegt bis
28.2.1491 Beruf
Unterhändler, Burggraf, Küchenmeister, Rat, HofmeisterAndere Namen
Weitere Namen
Rolshausen, Dietrich%von
Wirken
Lebensorte
Allendorf an der Lumda; Marburg
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Erhält 1460 März 1 wegen seiner getruwen, willigen, angenemen dinste von Landgraf Ludwig II. einen Hof in Allendorf an der Lumda als Mannlehen1, gehört 1470 April 30 zu den landgräflichen Unterhändlern auf dem Butzbacher Tag gegen Heinrich von Bach2; wird 1471 Mai 30 zum Marburger Burggrafen bestellt3. Er muß auf dem Schlosse wohnen und 3 reisige Pferde mit 1 Knecht und 1 Knaben halten und dazu 1 Pfeilmacher, 1 Kellner, 2 Pförtner, 4 Wächter, 2 Turmhüter, 1 Koch und 1 Kammerknecht verköstigen. Dafür erhält er außer Ersatz seines reisigen Schadens aus dem Marburger Renthof 30 MI. Korn, 20 MI. Gerste, 50 MI. Hafer, 14 Kühe, 8 gemästete Schweine, 20 Hämmel, je 50 Michaelis- und Fastnachtshühner, 9 MI. Hopfen, 9 fl. für Butter, 12 fl. für Fastenspeise, 1 ½ Ml. Erbsen, 1 ½ MI. Salz, 1 MI. Öl, 40 Käse, 20 Gänse, 1 MI. Breimehl (briemels), 1 Ztr. Unschlitt, 4 fl. für Hufbeschlag, 6 Fd. Heu; Stroh für seine reisigen Pferde, das Fischwasser zu Kölbe und einen Krautgarten. Diese Leistungen sind in vierteljährlichen Raten fällig4. Küchenmeister 1471 November5. Rat und Küchenmeister Landgraf Heinrichs III. 1474 November 156, Rat desselben 1478 August 257. 1484 Dezember 29 erhält er von Landgraf Wilhelm III. 30 fl. Dienstgeld8, desgleichen 1485 Mai 19 und dazu 1485 23 fl. 5 alb. Ratsgeld10. 1488 Mai 27 leihen er und seine Frau Metze Landgraf Wilhelm III. 400 fl. gegen 20 fl. Rente aus der Stadt Nidda11. Rat Landgraf Wilhelms III. 1488 August 612; sitzt im Kanzleigericht zu Marburg 1489 Juli 2313. Landgraf Wilhelm III. nennt ihn 1490 August 20 Hofmeister14 und Oktober 29 Hofmeister seiner Mutter [Landgräfin Anna geb. von Katzenelnbogen], Rat und lieben Getreuen15. Hofmeister der Langräfinwitwe war er wohl während deren ganzer Witwenschaft, denn er war Hofmeister zu Marburg bereits 1484 Dezember 3116 und ist es noch 1491 Februar 2817.
Erhält 1460 März 1 wegen seiner getruwen, willigen, angenemen dinste von Landgraf Ludwig II. einen Hof in Allendorf an der Lumda als Mannlehen1, gehört 1470 April 30 zu den landgräflichen Unterhändlern auf dem Butzbacher Tag gegen Heinrich von Bach2; wird 1471 Mai 30 zum Marburger Burggrafen bestellt3. Er muß auf dem Schlosse wohnen und 3 reisige Pferde mit 1 Knecht und 1 Knaben halten und dazu 1 Pfeilmacher, 1 Kellner, 2 Pförtner, 4 Wächter, 2 Turmhüter, 1 Koch und 1 Kammerknecht verköstigen. Dafür erhält er außer Ersatz seines reisigen Schadens aus dem Marburger Renthof 30 MI. Korn, 20 MI. Gerste, 50 MI. Hafer, 14 Kühe, 8 gemästete Schweine, 20 Hämmel, je 50 Michaelis- und Fastnachtshühner, 9 MI. Hopfen, 9 fl. für Butter, 12 fl. für Fastenspeise, 1 ½ Ml. Erbsen, 1 ½ MI. Salz, 1 MI. Öl, 40 Käse, 20 Gänse, 1 MI. Breimehl (briemels), 1 Ztr. Unschlitt, 4 fl. für Hufbeschlag, 6 Fd. Heu; Stroh für seine reisigen Pferde, das Fischwasser zu Kölbe und einen Krautgarten. Diese Leistungen sind in vierteljährlichen Raten fällig4. Küchenmeister 1471 November5. Rat und Küchenmeister Landgraf Heinrichs III. 1474 November 156, Rat desselben 1478 August 257. 1484 Dezember 29 erhält er von Landgraf Wilhelm III. 30 fl. Dienstgeld8, desgleichen 1485 Mai 19 und dazu 1485 23 fl. 5 alb. Ratsgeld10. 1488 Mai 27 leihen er und seine Frau Metze Landgraf Wilhelm III. 400 fl. gegen 20 fl. Rente aus der Stadt Nidda11. Rat Landgraf Wilhelms III. 1488 August 612; sitzt im Kanzleigericht zu Marburg 1489 Juli 2313. Landgraf Wilhelm III. nennt ihn 1490 August 20 Hofmeister14 und Oktober 29 Hofmeister seiner Mutter [Landgräfin Anna geb. von Katzenelnbogen], Rat und lieben Getreuen15. Hofmeister der Langräfinwitwe war er wohl während deren ganzer Witwenschaft, denn er war Hofmeister zu Marburg bereits 1484 Dezember 3116 und ist es noch 1491 Februar 2817.
Nachweise
Fußnoten
- Kopiar L 3 Bl. 190. ↑
- Rechn. I, Gießen (51/6 Bl. 12v.): er ist tätig zusammen mit (dem Gießener Amtmann) Friedrich von Reifenberg, dem Kanzler (Johann Stein) und (dem Rat) Kurt von Dernbach. – Im August 1479 zahlt der hessische Kammerschreiber an Heinrich von Bach, der sich damals in Friedberg aufhielt, 2650 fl. (Demandt, Katz. Regg. Nr. 6282/2, 24). ↑
- Urkk., Bestallungen. ↑
- Ebd. ↑
- Rechn. I, Homberg/E (67/20 Bl. 6v.): auf dem Rückweg von Göttingen. ↑
- Diemar, Köln und Hessen (MOHG NF 8, 1899) S. 72 f. Nr. 183. ↑
- HStA. Wiesbaden, Abt. 340. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (4/3 Bel.). ↑
- Ebd. 2/6 Bl. 59v. ↑
- Ebd. 5/6 Bl 43v. ↑
- Kopiar 5 Nr. 5/A 3. ↑
- Rechn. I, Vacha (112/31 Bel.). ↑
- Kopiar 58 Nr. 35. ↑
- Eckhardt, Oberhessische Klöster III Nr. 606. ↑
- StA. Darmstadt, Mannbuch Landgraf Wilhelms III. (Abt. E 14 G Nr. 2/1) Bl. 49v. ↑
- StA. Darmstadt, Gerichtsbuch Grünberg 1 Bl. 161v. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (4/8 Bel.). ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 695, Nr. 2461
- Eckhardt, Die oberhessischen Klöster III: Regesten, Marburg 1977
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 214
- Diemar, Hessen und die Reichsstadt Köln im 15. Jahrhundert, in: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins NF 8 (1899), S. 1-186
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rolshausen, Diethart von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22144_rolshausen-diethart-von> (aufgerufen am 23.04.2026)
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