Rode, Dietrich

 
belegt seit
20.9.1375
belegt bis
14.4.1426
Beruf
Ritter, Bürge, Landvogt, Rat, Amtmann, Schiedsmann, Siegler

Familie

Partner

Schenk zu Schweinsberg, Else

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, im Dienst Landgraf Hermanns 1375 September 201, bürgt 1396 September 3 für den Landgrafen2 und wird 1405 Mai 8 zum hessischen Bürgen der Vollziehung der Sühne zwischen Mainz und Hessen gesetzt3. 1406 Dezember 8 bestellt ihn Landgraf Hermann zum Landvogt an der Lahn, indem er ihn zum Schutze der Schlösser Marburg, Gießen, Grünberg ... mit 6 Pferden und der zugehörigen Mannschaft und auch für sonstige Kriegsfälle in Dienst nimmt4. Als Landvogt ist er bezeugt 1406 Dezember 115 und 1408 September 56. 1407 März 19 überträgt ihm Landgraf Hermann das Schloß Königsberg mit Zubehör amtsweise gegen Überlassung der halben Amtsgefälle7. Er bürgt vor 1407 Mai 9 für den Landgrafen gegenüber Ritter Frank von Kronberg8 und 1409 Januar 30 mit zahlreichen anderen hessischen Amtleuten und Dienern gegenüber Herzog Heinrich von Braunschweig für die Zahlung des Brautschatzes für Landgraf Hermanns Tochter Margarethe bei ihrer Verheiratung mit Herzog Heinrich9. Als Heimlicher Landgraf Hermanns wird er von diesem 1411 Juli zum Königswahltag nach Frankfurt geschickt10 und gehört nach Landgraf Hermanns Tod zu den Räten während der Vormundschaft über Landgraf Ludwig I. 141411, 141512. Amtmann zu Königsberg noch 141313. Schiedsmann in der Sühne zwischen Landgraf Ludwig I. und den Grafen Johann und Gottfried von Ziegenhain einer- und Ritter Rörich von Eisenbach andererseits 1418 August 2414 und 1419 Januar 8 Bürge und Siegler für Landgraf Ludwig in dessen 10jährigem Bündnis mit Landgraf Friedrich dem Jüngeren von Thüringen, worin dieser dem Landgrafen die Hälfte von Eschwege, Sontra und Wanfried wieder überläßt15, und desgleichen im 12jährigen Bündnis derselben von 1426 April 1416. – Verheiratet war er mit Else Schenk zu Schweinsberg17.

Nachweise

Fußnoten

  1. Rechn. I, Marburg (73 Bl. 13v.).
  2. Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: von Dernbach.
  3. Gudenus, Cod. dipl. IV S. 48 ff. Gundlach hält es auf Grund von Sudendorf UB X Nr. 13 für möglich, daß er 1405 April 7 in braunschweigischen Diensten war.
  4. Urkk., Samtarchiv Nachträge 1, 337, stark beschädigt.
  5. Rechn. I, Grünberg (58/4 Bl. 34v.).
  6. Urkk., Quittungen.
  7. Urkk., Bestallungen. Er folgt Ritter Volprecht von Schwalbach.
  8. Urkk. Quittungen (siehe Gernand von Buseck).
  9. Gundlach III S. 318.
  10. Sudendorf UB X Nr. 37, 3.
  11. Juni 13: Kopiar 4 Nr. 291; Juni 15: ebd. Nr. 292; Juni 21: Küch, Marburger Rechtsquellen I Nr. 80 S. 136; November 9, 16: Urkk., Deutscher Orden.
  12. Rechn. I, Homberg/E. (67/2 Bl. 12v.).
  13. Gundlach III S. 212.
  14. Kopiar 4 Nr. 381.
  15. Eckhardt, Eschweger Rechtsquellen Nr. 161.
  16. Ebd. Nr. 171.
  17. Schenk-Knetsch, Stammtafeln IV/10.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Rode, Dietrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22122_rode-dietrich> (aufgerufen am 16.04.2026)

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