Riedesel, Johann
belegt seit
1508 belegt bis
1517 Beruf
Schreiber, Kanzleischreiber, SekretärAndere Namen
Weitere Namen
Riedesel gen. Amsdorfer bzw. von Amsdorf, Johann
Amsdorfer gen. Riedesel, Johann
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Gen. Amsdorfer bzw. von Amsdorf1, 1508 Riedeselscher Schreiber zu Eisenbach2, hessischer Kanzleischreiber 1510 Januar 143, scheint bereits 1510 Dezember 5 Secretarius gewesen zu sein4, wird ausdrücklich als unsers gn. h. lantgrave Philips secretarius bezeichnet 1511 Januar 75, secretarius Hassie 1512 Mai 216, zuletzt 1514 März 117. Seit 1517 ist er herzoglich sächsischer Sekretär8.
Gen. Amsdorfer bzw. von Amsdorf1, 1508 Riedeselscher Schreiber zu Eisenbach2, hessischer Kanzleischreiber 1510 Januar 143, scheint bereits 1510 Dezember 5 Secretarius gewesen zu sein4, wird ausdrücklich als unsers gn. h. lantgrave Philips secretarius bezeichnet 1511 Januar 75, secretarius Hassie 1512 Mai 216, zuletzt 1514 März 117. Seit 1517 ist er herzoglich sächsischer Sekretär8.
Nachweise
Fußnoten
- Die Benennung schwankt. 1511 Februar 3/4 wird er Johann Amsdorfer genannt und so unterschreibt er auch (Rechn. I, Ziegenhain 122/4 Bel.); 1512 Juni 11/12 nennt ihn ein Zehrungszettel Johann Amsdorfer, landgräflicher Sekretär, er unterschreibt aber mit Johann Riedesel (ebd. 122/5 Bel.). Sein Signet zeigt unter den Buchstaben J(ohan) V(on) A(msdorf) einen geteilten Schild, in dem oben ein (nicht mehr erkennbarer) pfahlähnlicher Gegenstand steht. (Rechn. I, Kassel Kammerschreiber 12b/6 Bel. zu 1510 Januar 14). Ein Bastard-Beizeichen ist nicht zu erkennen. Damit wird Gundlachs Behauptung „sicher ein unechter Sproß der Riedesel zu Eisenbach“ ungewiß. ↑
- Becker, Die Riedesel III S. 178. Hier heißt er gleichfalls Johann von Amsdorf, so daß für Becker kein Grund vorlag, ihn als Riedeselschen Bastard zu erwähnen, was Gundlach III S. 210 bemängelt. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12b/6 Bel.). ↑
- Das schließt Gundlach (wohl zu Recht) daraus, daß die Privilegienbestätigung der sächsischen Herzöge als Obervormünder Landgraf Philipps für die Stadt Kassel mit der monogrammatischen Unterschrift Riedesels versehen ist, die er in den folgenden Jahren fast ausschließlich verwendet (abgebildet bei Gundlach III S. 211). – Sekretär zu dieser Zeit auch bei Schultze, Kasseler Klöster Nr. 1639. ↑
- Rechn. I, Ziegenhain (122/4 Bel.). ↑
- Gundlach III S. 211 (nach den Vormundschaftsakten für Landgraf Philipp). ↑
- Best. 2 TV Auswärtige Beziehungen: Fulda. ↑
- Gundlach III S. 210 f. mit weiteren Angaben. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 685, Nr. 2426.
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 210 f.
- Becker, Die Riedesel zu Eisenbach, Bd. 3: Vom Tode Hermanns III. Riedesel 1501 bis zum Tode Konrads II. 1593, Offenbach am Main 1927
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Riedesel, Johann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22109_riedesel-johann> (aufgerufen am 15.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/22109