Rengshausen, Widerold von
belegt seit
25.6.1213 belegt bis
1234 Beruf
Ministeriale, BürgeFamilie
Verwandte
Rengshausen, Hermann von <Bruder>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Wird 1213 Juni 25 in einer Urkunde des Fritzlarer Propstes Gumpert für Kloster Weißenstein (bei Kassel) zusammen mit seinem Bruder Hermann als Ministeriale bezeichnet1. Sie dürften landgräflich thüringische Ministeriale gewesen sein, zumal sie 1217 Zeugen der Schutzverleihung Landgraf Ludwigs IV. von Thüringen für das gleiche Kloster sind2. Widerold erscheint 1219/20 mehrfach als Zeuge in Fritzlar ausgestellter Urkunden für den Deutschen Orden in Marburg3 und ist 1231 September 22, wiederum mit seinem Bruder Hermann4, in der Begleitung Landgraf Konrads IV. von Thüringen in Kassel, als dieser das alte Fritzlarer Vogteihaus am Friedhof dem Kloster Berich schenkt5. 1233 November 25 gehört er mit einer Gruppe führender örtlicher Amtsträger der Landgrafen von Thüringen in Hessen (Guntram von Marburg, Helfrich von Rotenburg, Konrad von Elben)6 zu den Bürgen, die Landgraf Konrad IV. in seinem Vergleich und Vertrag mit den Grafen von Ziegenhain stellt7. Im folgenden Jahr bezeugt er die Urkunden Landgraf Konrads, mit denen dieser Kloster Spießkappel genannte Rechte und Besitzungen in Hessen bestätigt8 und die Schenkungsbestätigung und Schutzverleihung für Kloster Haina durch die Landgrafen Heinrich (Raspe) und Konrad IV.9. Widerold gehört also offenkundig zu jenen Adligen, die die landgräflich thüringischen Interessen in Hessen vertraten, wenn sich seine Amtsstellung auch nicht fixieren läßt.
Wird 1213 Juni 25 in einer Urkunde des Fritzlarer Propstes Gumpert für Kloster Weißenstein (bei Kassel) zusammen mit seinem Bruder Hermann als Ministeriale bezeichnet1. Sie dürften landgräflich thüringische Ministeriale gewesen sein, zumal sie 1217 Zeugen der Schutzverleihung Landgraf Ludwigs IV. von Thüringen für das gleiche Kloster sind2. Widerold erscheint 1219/20 mehrfach als Zeuge in Fritzlar ausgestellter Urkunden für den Deutschen Orden in Marburg3 und ist 1231 September 22, wiederum mit seinem Bruder Hermann4, in der Begleitung Landgraf Konrads IV. von Thüringen in Kassel, als dieser das alte Fritzlarer Vogteihaus am Friedhof dem Kloster Berich schenkt5. 1233 November 25 gehört er mit einer Gruppe führender örtlicher Amtsträger der Landgrafen von Thüringen in Hessen (Guntram von Marburg, Helfrich von Rotenburg, Konrad von Elben)6 zu den Bürgen, die Landgraf Konrad IV. in seinem Vergleich und Vertrag mit den Grafen von Ziegenhain stellt7. Im folgenden Jahr bezeugt er die Urkunden Landgraf Konrads, mit denen dieser Kloster Spießkappel genannte Rechte und Besitzungen in Hessen bestätigt8 und die Schenkungsbestätigung und Schutzverleihung für Kloster Haina durch die Landgrafen Heinrich (Raspe) und Konrad IV.9. Widerold gehört also offenkundig zu jenen Adligen, die die landgräflich thüringischen Interessen in Hessen vertraten, wenn sich seine Amtsstellung auch nicht fixieren läßt.
Nachweise
Fußnoten
- Schultze, Kasseler Klöster Nr. 1374. ↑
- Ebd. Nr. 1376. ↑
- Wyß, DO-UB I Nrr. 6, 7, 9. ↑
- Hermann wird noch 1240 genannt und als Ritter bezeichnet (Schultze, Kasseler Klöster Nr. 1392). ↑
- Dobenecker, Reg. Thur. III Nr. 216: actum in Ahnaberg, in ecclesia. ↑
- S. ebendort. ↑
- Dobenbecker, Reg. Thur. III Nr. 369. Die Urkunde ist in Marburg ausgestellt. ↑
- Ebd. III Nr. 578. Die Bestätigung erfolgte in Rotenburg. ↑
- Franz, Haina I Nr. 82. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 671, Nr. 2392
- Franz (Bearb.), Kloster Haina. Regesten und Urkunden, Bd. 1: 1144–1300, Marburg 1962
- Otto Dobenecker, Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae, Bd. 3: 1228–1266, Jena 1925
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1: Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 1: 1207–1299, Leipzig 1879
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rengshausen, Widerold von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22071_rengshausen-widerold-von> (aufgerufen am 19.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/22071