Reimbold, Johannes
belegt seit
1445 gestorben
vor 14.8.1494 Beruf
Vikar, Küchenschreiber, Rentschreiber, Rentmeister, Priester, Rat, KanonikerLeben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Von Kassel, Vikar der Cyriakuskirche daselbst, wird Michaelis 1445 und Michaelis 1456 in Erfurt immatrikuliert1, Küchenschreiber Landgraf Ludwigs II. 1460 Mai 15Henne Dietrich (Tiepel) bei der Einsammlung der Schafe zusammen, desgl. 1460 April 23 in Lichtenau (Rechn. I, Lichtenau 70/9 Bl. 5v.). So auch 1464 Juni 28 in Gudensberg (Rechn. I, Gudensberg 60/9 Bl. 12).">2, 1464 Mai 83, 1467 April 224, 1470 Mitte Oktober5 und November 226. 1468 Rentschreiber in Kassel7, tritt 1470 Januar 16 sein Amt als Rentmeister in Gudensberg an8, ist 1475 November 8 Rentmeister in Kassel9. Kammerschreiber daselbst 1484 März 2210. Als solcher gehört er 1487 Juni 16 zu den Vermittlern der Landesteilung Niederhessens zwischen den Landgrafen Wilhelm I. und Wilhelm II. auf Seiten Landgraf Wilhelms I.11. Er ist Priester 1486 August 1512 und sucht im selben Monat um die Investitur mit dem durch Verzicht Konrad Volkhards erledigten Marienaltar in der Kaufunger Hl.-Kreuz-Kirche nach13 und ist 1489 November 2114 und 1492 September 715 Besitzer dieses Altars im Chor der Kaufunger Stiftskirche. Dazu ist er 1488 Inhaber der Nikolauskapelle vor der Fuldabrücke in der Neustadt Kassel16. Rat Landgraf Wilhelms I. 1488 Oktober 21, als dieser ihm 100 fl. auf die Stadt Wolfhagen anweist17 und 1489 Juni 14, als er ihm für ein Kapital von 300 fl. eine Rente auf die Stadt Zierenberg verschreibt18. Er lebt noch 1494 Juli 619 als Kanoniker des St. Martinsstiftes in Kassel, was er seit 1473 war20 und ist vor dem 14. August 1494 verstorben21.
Von Kassel, Vikar der Cyriakuskirche daselbst, wird Michaelis 1445 und Michaelis 1456 in Erfurt immatrikuliert1, Küchenschreiber Landgraf Ludwigs II. 1460 Mai 15Henne Dietrich (Tiepel) bei der Einsammlung der Schafe zusammen, desgl. 1460 April 23 in Lichtenau (Rechn. I, Lichtenau 70/9 Bl. 5v.). So auch 1464 Juni 28 in Gudensberg (Rechn. I, Gudensberg 60/9 Bl. 12).">2, 1464 Mai 83, 1467 April 224, 1470 Mitte Oktober5 und November 226. 1468 Rentschreiber in Kassel7, tritt 1470 Januar 16 sein Amt als Rentmeister in Gudensberg an8, ist 1475 November 8 Rentmeister in Kassel9. Kammerschreiber daselbst 1484 März 2210. Als solcher gehört er 1487 Juni 16 zu den Vermittlern der Landesteilung Niederhessens zwischen den Landgrafen Wilhelm I. und Wilhelm II. auf Seiten Landgraf Wilhelms I.11. Er ist Priester 1486 August 1512 und sucht im selben Monat um die Investitur mit dem durch Verzicht Konrad Volkhards erledigten Marienaltar in der Kaufunger Hl.-Kreuz-Kirche nach13 und ist 1489 November 2114 und 1492 September 715 Besitzer dieses Altars im Chor der Kaufunger Stiftskirche. Dazu ist er 1488 Inhaber der Nikolauskapelle vor der Fuldabrücke in der Neustadt Kassel16. Rat Landgraf Wilhelms I. 1488 Oktober 21, als dieser ihm 100 fl. auf die Stadt Wolfhagen anweist17 und 1489 Juni 14, als er ihm für ein Kapital von 300 fl. eine Rente auf die Stadt Zierenberg verschreibt18. Er lebt noch 1494 Juli 619 als Kanoniker des St. Martinsstiftes in Kassel, was er seit 1473 war20 und ist vor dem 14. August 1494 verstorben21.
Nachweise
Fußnoten
- Gundlach III S. 202 f. (nach Erfurter Matrikel I S. 206, 259). ↑
- Rechn. I, Homberg/E (67/11 Bl. 17v.). Er arbeitet mit dem Waldauer Vogt Henne Dietrich (Tiepel) bei der Einsammlung der Schafe zusammen, desgl. 1460 April 23 in Lichtenau (Rechn. I, Lichtenau 70/9 Bl. 5v.). So auch 1464 Juni 28 in Gudensberg (Rechn. I, Gudensberg 60/9 Bl. 12). ↑
- Rechn. I, Gudensberg (60/9 Bl. 30v). ↑
- Rechn. I Homberg/E (67/16 Bl. 68v.). ↑
- Rechn. I, Melsungen (82/8 Bl. 9v.): 4 schill. vor schonebroit jungfrauwen Margareten [von Holzheim] als sie zu Cassel fur czu des kuchenschriebers erste messe. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (11/5 Bl. 31). ↑
- Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 529. – So auch 1468 Dezember 5 (Urkk., Kloster Hasungen). Vgl. dazu Rechn. I, Gudensberg (60/11 Bl. 69) zu 1468 Juni 19: 7 halbe wyns, als die schrieber die Reymbolde zcu Gudinsberg waren. Es waren also mindestens zwei Schreiber Reimbold damals in Gudensberg, wahrscheinlich einer der beiden Heinrich Reimbold (siehe dort). ↑
- Rechn. I, Gudensberg (61/1 Bl. 3). Die Kasseler Kammerschreiberrechnung (11/5 Bl. 26) weist ihn erst 1470 Dezember 2 in Gudensberg nach. ↑
- Gundlach zitiert die Ämterrezesse 1471–1479. – 1476 März 2 wird Hansmann, der Knecht des Rentmeisters erwähnt (Rechn. I, Marburg Kammerschreiber 3/4 Bel.). Er quittiert über seinen Sold für seine Teilnahme am Neußer Zug. ↑
- Rechn. I, Grebenstein (54/6): her Johann Noeß und Johann Reymbolt, cammerschriber. ↑
- Urkk., Samtarchiv Schubl. 76 Nr. 42. ↑
- V. Roques, Kaufunger UB II Nr. 539. – Vgl. dazu aber Anm. 5. ↑
- Ebd. ↑
- Ebd. Nr. 543. ↑
- Ebd. Nr. 550. ↑
- Gundlach III S. 203. ↑
- Urkk., Depositum Stadt Wolfhagen. ↑
- Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen. ↑
- Schultze, Kasseler Klöster Nr. 1073. ↑
- Kuchenbecker, Anal. Hass. V S. 23 f. ↑
- v. Roques, Kaufunger UB II Nr. 552. In seinem Testament (Auszug bei Schultze, Kasseler Klöster Nr. 489) vermacht er einer Katharina Hampe eine lebenslängliche Rente von 6 fl., die er von der Stadt Melsungen für 100 fl. gekauft hatte. ↑
Quellen
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 61/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 60/9
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 60/11
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 70/9
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 82/8
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 67/16
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 67/11
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 3/4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 11/5
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 61/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 54/6
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 668, Nr. 2379
- v. Roques, Urkundenbuch des Klosters Kaufungen in Hessen, Bd. 2, Kassel 1902
- Weißenborn, Erfurter Matrikel 1: Päpstliche Stiftungsbullen, Statuten von 1447, Allgemeine Studentenmatrikel, erste Hälfte (1392–1492), Halle an der Saale 1881
- Demandt (Bearb.), Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Fritzlar im Mittelalter, Marburg 1939
- Johann Philipp Kuchenbecker, Analecta Hassiaca V, Marburg 1731
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 202 f.
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
Nachnutzung
Rechtehinweise
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Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Reimbold, Johannes“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22052_reimbold-johannes> (aufgerufen am 17.04.2026)
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