Pfaffe, Ludwig
belegt seit
31.12.1473 belegt bis
21.10.1513 Beruf
Knecht, Diener, SchützeAndere Namen
Weitere Namen
Pape gen. Steinweg, Ludwig
Steinweg gen. Pape, Ludwig
Steinwerker, Ludwig
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Gen. Steinweg1, wird 1473 Dezember 312 von Landgraf Heinrich III. zum Knecht und Diener angenommen mit der Bedingung, daß er ihm auch im Stift Köln Hilfe leistet. Dafür sichert ihm der Landgraf eine Summe Geld zu und das Amt eines Landknechtes im Lande Hessen oder an der Lahn, und zwar lebenslänglich. Er erhält außerdem die Hofkleidung3. Im landgräflichen Dienst 14744. 1476 März 8 wird er von Landgraf Heinrich auf Lebenszeit zum Knecht und Diener bestellt, und soll ihm allein dienen. Dafür erhält er jährlich 8 Vt. Korn von Borken und die Hofkleidung wie die anderen Knechte und Schützen5. 1481 Januar 10 erhält Ludwig Steinweg gen. Pape vom Borkener Schultheißen je zweimal 10 MI. Korn auf Befehl des Landgrafen6, desgl. 14827. Im landgräflichen Dienst 1477 Juni8 als Angehöriger einer Gruppe von Reisigen, die gegen Volkmarsen eingesetzt werden9; 1486 wird er verwundet10. Die 10 Vt. Korn Besoldung aus Borken erhält er bis 149611, doch wird er schon 1494 Januar 29 von Landgraf Wilhelm II. zum Schützen auf Lebenszeit bestellt gegen 10 Vt. Korn aus Wolfhagen, Ersatz seines reisigen Schadens und zweimal Hofkleidung jährlich12. Ist 1498 Führer einer Streife von 10 Mann13. 1504 Juli 31 wiederholt Landgraf Wilhelm die Bestallung von 149414, doch quittiert Ludwig 1504 November 17 dem Wolfhagener Rentschreiber über 4 fl., 20 Vt. Rüben (roiwen), 1 Fd. Heu und ein Tagewerk Stroh, die ihm der Landgraf lebenslänglich aus Amt und Gericht Wolfhagen verschrieben hat, desgl. 1505 Oktober 5 (oder 12)15 und noch 1513 Oktober 2116.
Gen. Steinweg1, wird 1473 Dezember 312 von Landgraf Heinrich III. zum Knecht und Diener angenommen mit der Bedingung, daß er ihm auch im Stift Köln Hilfe leistet. Dafür sichert ihm der Landgraf eine Summe Geld zu und das Amt eines Landknechtes im Lande Hessen oder an der Lahn, und zwar lebenslänglich. Er erhält außerdem die Hofkleidung3. Im landgräflichen Dienst 14744. 1476 März 8 wird er von Landgraf Heinrich auf Lebenszeit zum Knecht und Diener bestellt, und soll ihm allein dienen. Dafür erhält er jährlich 8 Vt. Korn von Borken und die Hofkleidung wie die anderen Knechte und Schützen5. 1481 Januar 10 erhält Ludwig Steinweg gen. Pape vom Borkener Schultheißen je zweimal 10 MI. Korn auf Befehl des Landgrafen6, desgl. 14827. Im landgräflichen Dienst 1477 Juni8 als Angehöriger einer Gruppe von Reisigen, die gegen Volkmarsen eingesetzt werden9; 1486 wird er verwundet10. Die 10 Vt. Korn Besoldung aus Borken erhält er bis 149611, doch wird er schon 1494 Januar 29 von Landgraf Wilhelm II. zum Schützen auf Lebenszeit bestellt gegen 10 Vt. Korn aus Wolfhagen, Ersatz seines reisigen Schadens und zweimal Hofkleidung jährlich12. Ist 1498 Führer einer Streife von 10 Mann13. 1504 Juli 31 wiederholt Landgraf Wilhelm die Bestallung von 149414, doch quittiert Ludwig 1504 November 17 dem Wolfhagener Rentschreiber über 4 fl., 20 Vt. Rüben (roiwen), 1 Fd. Heu und ein Tagewerk Stroh, die ihm der Landgraf lebenslänglich aus Amt und Gericht Wolfhagen verschrieben hat, desgl. 1505 Oktober 5 (oder 12)15 und noch 1513 Oktober 2116.
Nachweise
Fußnoten
- Er heißt meistens Ludwig Pape, in der Bestallung von 1473 dagegen Ludwig Steinwerker und in der von 1476 Ludwig Steinweg. Im Kopiar 131, das diese Bestallung in Nr. 59 regestiert, heißt er: Ludwig Steinweg, anders gen. Pape. Die Identität ergibt sich auch aus der Borkener Besoldung. ↑
- Die Bestallung ist datiert uff frietag nach dem heiligen Cristage a. etc. 74, was hier im Hinblick auf die Neußer Fehde 1474/75 nach Weihnachtsstil aufgelöst worden ist. ↑
- Urkk., Bestallungen. ↑
- Rechn. I, Wolfhagen (115/10 Bl. 88). ↑
- Urkk., Bestallungen. – Kopiar 131 Nr. 59 mit der Randnotiz: obiit. Er heißt hier: Ludwig Steinweg, anders gen. Pape. ↑
- Rechn. I, Borken (34/9 Bl. 19v., 20). ↑
- Ebd. 34/10 Bl. 4. ↑
- Rechn. I, Wolfhagen (115/11 Bl. 58). ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/1 Bl. 26, 59): es gehören noch dazu: Johann v. Padberg und Wenzel von Dalwigk. ↑
- Rechn. I, Trendelburg (108/7 Bl. 35v.). ↑
- Belegt 1483 (Rechn. I, Borken 34/12 Bl. 12), 1489 (ebd. 34/18 Bl. 4v.), 1493 November 15 (ebd. 35/1 Bel.) und 1496 November 11 (ebd.). ↑
- Kopiar L 5 Bl. 139v. und Kopiar 130 Nr. 4. ↑
- Rechn. I, Gudensberg (61/14 I Bl. 12v.). Er wird in diesen Jahren auch sonst häufig genannt und hatte offenbar eine leitende Stellung unter den Schützen. ↑
- Urkk., Samtarchiv Nachtr. 0, 403. ↑
- Rechn. I, Wolfhagen (116/19 Bel.). Diese Unterschiede in der Besoldung (auch im Vergleich zur Bestallung) schließen es nicht aus, daß es sich um zwei verschiedene, aber gleichnamige Personen (Vater und Sohn?) handelt. ↑
- Ebd. ↑
Quellen
- HStAM Bestand K Nr. 130
- HStAM Bestand K Nr. 131
- HStAM Bestand L Nr. 5
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 2/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 34/9
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 34/10
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 34/18
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 35/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 108/7
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 115/10
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 115/11
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 116/19
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 61/14
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 34/12
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Pfaffe, Ludwig“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21902_pfaffe-ludwig> (aufgerufen am 18.04.2026)
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