Nuß, Johann
belegt seit
8.3.1440 gestorben
vor 11.5.1486 Beruf
Kleriker, Notar, Altarist, Stadtschreiber, Rentschreiber, Kanzler, Kammerschreiber, Kanoniker, RatAndere Namen
Weitere Namen
Noeß, Johann
Noiß, Johann
Wirken
Lebensorte
Kassel; Alsfeld; Marburg
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Nuß, Johann1, Kleriker der Mainzer Diözese und kaiserlicher Notar aus Kassel 1440 März 82, Altarist zu Alsfeld 1444 Mai 33, in Marburg nachweisbar seit 1446 und dortiger Stadtschreiber bis 1451 April4. Rentmeister in Gießen 1451 November5, (Rent)Schreiber in Nidda 1453 Dezember 226. Schreiber der Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III. 1455 Oktober 287, Kanzler 1456 November 168 und 14579. Er geht mit Landgraf Ludwig II. nach Kassel und ist dort Kammerschreiber von 1458 März 1310 bis 1483 Oktober 1311. Als solcher ist er maßgeblich an den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III. 1465 Mai 5, 1466 September 3 und 1467 August 20 beteiligt12. 1468 Dezember 5 verzichtet er als Kanoniker von St. Martin zu Kassel gegenüber dem Abt von Hasungen auf den Bartholomäusaltar in der Fronleichnamskapelle bei Wolfhagen13. Er bleibt Kanoniker des Kasseler Martinsstiftes bis zu seinem Tode und wird 1476 Oktober 314, 1479 März 1015, 1481 Dezember 216 auch als Rat des Landgrafen bezeichnet. 1482 Mai 19 nennt ihn der Gudensberger Amtmann Werner von Elben Kammerschreiber der beiden Landgrafen Wilhelm I. und Wilhelm II.17 und 1482 November 13 adressiert Landgraf Heinrich III. (als Vormund der Landgrafen Wilhelm I. und II.): hern Johann Noeß, unserm camerschriber, raite und lieben getruen18 und 1483 August 30 Landgraf Wilhelm I. an seinen Heimlichen und Getreuen, Johann Nuß, Kammerschreiber19. Er ist vor dem 11. Mai 1486 verstorben20.
Nuß, Johann1, Kleriker der Mainzer Diözese und kaiserlicher Notar aus Kassel 1440 März 82, Altarist zu Alsfeld 1444 Mai 33, in Marburg nachweisbar seit 1446 und dortiger Stadtschreiber bis 1451 April4. Rentmeister in Gießen 1451 November5, (Rent)Schreiber in Nidda 1453 Dezember 226. Schreiber der Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III. 1455 Oktober 287, Kanzler 1456 November 168 und 14579. Er geht mit Landgraf Ludwig II. nach Kassel und ist dort Kammerschreiber von 1458 März 1310 bis 1483 Oktober 1311. Als solcher ist er maßgeblich an den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III. 1465 Mai 5, 1466 September 3 und 1467 August 20 beteiligt12. 1468 Dezember 5 verzichtet er als Kanoniker von St. Martin zu Kassel gegenüber dem Abt von Hasungen auf den Bartholomäusaltar in der Fronleichnamskapelle bei Wolfhagen13. Er bleibt Kanoniker des Kasseler Martinsstiftes bis zu seinem Tode und wird 1476 Oktober 314, 1479 März 1015, 1481 Dezember 216 auch als Rat des Landgrafen bezeichnet. 1482 Mai 19 nennt ihn der Gudensberger Amtmann Werner von Elben Kammerschreiber der beiden Landgrafen Wilhelm I. und Wilhelm II.17 und 1482 November 13 adressiert Landgraf Heinrich III. (als Vormund der Landgrafen Wilhelm I. und II.): hern Johann Noeß, unserm camerschriber, raite und lieben getruen18 und 1483 August 30 Landgraf Wilhelm I. an seinen Heimlichen und Getreuen, Johann Nuß, Kammerschreiber19. Er ist vor dem 11. Mai 1486 verstorben20.
Nachweise
Fußnoten
- Gundlach meint, „der Jo. Nuß, famulus dominorum in Fritzlar 1440 (Fabrikrechnung im Fritzlarer kath. Pfarreiarchive) muß ein anderer gewesen sein“, bezeichnet unseren Kammerschreiber aber 1454 als Besitzer des Altars S. Nicolai pro una persona zu Fritzlar (wobei er sich wiederum auf das Fritzlarer Pfarrarchiv beruft). In der Fritzlarer Admissionsweinliste von 1453, die sämtliche Fritzlarer Altaristen namentlich nennt (Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 487), heißt der Inhaber dieses Altars Johannes Scriptoris, der auch einen Altar im Fritzlarer Hl-Geist-Hospital besaß (ebd.). Scriptor könnte ein auf Nuß zutreffender Übername gewesen sein, zumal sein Notariatssignet außer der Namensinschrift Jo Noeß ein großes S enthält, doch scheint dem entgegenzustehen, daß Johann Scriptoris bereits 1426 als Fritzlarer Altarist bezeugt ist (Demandt a.a.O. Nr. 411 VII). Wenn er also mit dem Kammerschreiber identisch sein sollte, müßte er ein sehr hohes Alter erreicht haben. ↑
- Schultze, Kasseler Klöster Nr. 963. – Sein Notariatssignet ist abgebildet bei Küch, Marburger Rechtsquellen I S. 521. ↑
- Becker, Alsfelder Urkk. (MOHG 33, 1936) S. 155. – Es ist möglich, daß der in Erfurt Ostern 1444 immatrikulierte Johannes Nueß (ohne Herkunftsangabe) mit dem unseren identisch ist; sicher scheint es mir (wegen seines schon 1440 ausgeübten Notariats) nicht. ↑
- Küch, Marburger Rechtsquellen I S. 49 f. ↑
- Ebd. II S. 5. ↑
- Urkk., Quittungen. Er leistet hier größere Auszahlungen an verschiedene Adlige in Beisein einer Frankfurter Ratsabordnung. ↑
- Rechn. I, Blankenstein (32/15 Bl. 26: Johannes Noeß, myner gnedigen jongen hern schriber). ↑
- Rechn. I, Blankenstein (32/15 Bl. 30v.). ↑
- Eigenh. Ergänzung Küchs zu S. 50 seiner Marburger Rechtsquellen I (in meinem Besitz) nach dem Marburger Botenregister. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (1/7 Bl. 14). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/4 Bel.). ↑
- Kopiar 8 Nrr. 1, 3 und Rechn. I, Homberg/E. (67/31 Bel.). ↑
- Urkk., Kloster Hasungen, ausgestellt: in curia reddituum Ludewici lantgravii terre Hassie. ↑
- Rechn. I, Ziegenhain (118/9 Bl. 15v.). ↑
- Ehemals Gen-Rep. Stockhausen (s. RR Nr. 5608). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/2 Bel.). ↑
- Ebd. 12/3 Bel. ↑
- Ebd. ↑
- Ebd. 12/4 Bel. ↑
- Schultze, Kasseler Klöster Nr. 1053. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 612, Nr. 2191
- Demandt (Bearb.), Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Fritzlar im Mittelalter, Marburg 1939
- Becker, Alsfelder Urkunden des Staatsarchivs zu Darmstadt, in: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins NF 33 (1936), S. 140-190
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Band 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 180 f.
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 1, Marburg 1918
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Nuß, Johann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21834_nuss-johann> (aufgerufen am 22.04.2026)
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