Meisenbug, Johann

 
belegt seit
20.9.1413
belegt bis
6.12.1438
Beruf
Rat, Bürge, Siegler, Vogt, Amtmann, Marschall

Andere Namen

Weitere Namen

Meisenburg, Henne

Familie

Partner

N.N., Irmgard

Verwandte

Meisenbug, Hermann <Bruder>, † vor 3.9.1466, belegt 5.4.1423, Diener, Rat, Hofmeister, Oberschiedsmann

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Bruder des Hofmeisters Hermann Meisenbug1, Heimlicher 1413 September 202. Als solcher ist er 1419 Januar 8 Bürge und Siegler für Landgraf Ludwig I. in dessen 10jährigem Bündnis mit Landgraf Friedrich von Thüringen, worin dieser Ludwig die Werrastädte, Eschwege, Wanfried und Sontra, auf Vertragsdauer zur Hälfte zurückgibt3 und desgl. im 12jährigen Bündnis derselben von 1426 April 144. 1425 ist er Vogt (bzw. Amtmann) zu Lichtenau und Reichenbach5. 1427 Dezember 28 gehört er zu den Vermittlern der Sühne Landgraf Ludwigs zwischen seiner Schwester Agnes und Herzog Otto von Braunschweig-Göttingen6. 1429 Dezember 17 gehört er zu denjenigen, die den Verkauf der Herrschaft Schöneberg an Hessen bewerkstelligen7, 1430 Oktober 15 zu der Gruppe hoher hessischer Beamter, die zwischen Stadt und Stift Hersfeld vermitteln8 und 1431 September 12 zu den landgräflichen Räten, die die Heiratsabrede zwischen Herzogin Anna von Sachsen und Landgraf Ludwig II.treffen, die den endgültigen Rückfall der von Landgraf Hermann II. verlorenen Werrastädte begründet9. 1430/31 ist er ständig in der Umgebung des Landgrafen und am Kasseler Hofe nachweisbar10. 1432 November 23 ist er zugegen, als sich die Stadt Braunschweig von der Klage des Verrates, erhoben von Herzog Wilhelm von Braunschweig, in Gegenwart Markgraf Johanns von Brandenburg und Landgraf Ludwigs von Hessen und ihrer Räte reinigt11. 1439 April 21 beglaubigt er mit anderen zu Preßburg den dort am 6. April zwischen König Albrecht, den sächsischen Fürsten und Landgraf Ludwig geschlossenen Vertrag12. Marschall Landgraf Ludwigs I. seit 142813, (1433)14,1434 März 1715 und in den folgenden Jahren ununterbrochen bis mindestens 1455 September 3016. Er heißt 1435 und später17 wiederholt Marschall zu Hessen und wird 1446 Januar 23 oberster Marschall Landgraf Ludwigs I. genannt18. Er bekleidet dieses Amt auch noch unter Landgraf Ludwig II. 1461 Mai 119 und gehört zu dessen Heimlichen 1460 Februar 2420. – 1435 April 29 löst Landgraf Ludwig das Johann für 950 fl. versetzte Dorf Züschen und einen Anteil am, Geschoß zu Borken wieder ein21. 1438 Dezember 6 erhält er Burg und Stadt Züschen als waldeckisches Erblehen, nachdem er es von Erbmarschall Hermann Riedesel und dem † Friedrich von Röhrenfurth u. a. mit insgesamt 10000 fl. eingelöst hat22.

Nachweise

Fußnoten

  1. Kopiar L 3 Bl. 202. – Schultze, Kasseler Klöster Nr. 686.
  2. Kopiar 4 Nr. 260.
  3. Urkk., Samtarchiv Schubl. 43 Nr. 132.
  4. Ebd. Schubl. 5 Nr. 8 (Eckhardt, Eschweger Rechtsquellen Nrr. 161, 171).
  5. Rechn. I, Lichtenau (70/4 Bl. 11v.).
  6. Urkk., Samtarchiv Schubl. 52 Nr. 24.
  7. Urkk., Verträge mit Schöneberg.
  8. Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43. 1909) S. 210 Nr. 95. Die übrigen Vermittler waren der Landvogt Eckhard von Röhrenfurth, der Landrichter Wolf von Wolfershausen und der oberste Schreiber (bzw. Kanzler) Ludwig von Radenhausen.
  9. Samtarchiv Weimar Rep. D pag. 14 Nr. 20b. Außer ihm waren Hermann und Eckhard Riedesel, Reinhard von Dalwigk und Ludwig von Radenhausen beteiligt.
  10. Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) Register.
  11. StadtA. Braunschweig, Urkk. Nrr. 665, 666.
  12. Urkk., Samtarchiv Schubl. 36 Nr. 1. – Vgl. auch Becker, Die Riedesel II Nrr. 572, 573.
  13. Rommel, Gesch. von Hessen II S. 233 Anm.
  14. Westfäl. UB Nr. 6382. – Nebelthau, Denkwürdigkeiten der Stadt Kassel (ZHG 13, 1871) S. 58.
  15. Kopiar 4 Nr. 442.
  16. Schminckes Diplomatarium Bd. 9 Bl. 58 ff.
  17. Noch 1451 Februar 10 (Kopiar L 3b Bl 3v.).
  18. Becker, Die Riedesel II Nr. 739. – Sein 1449 genannter Schreiber hieß Heinrich (Rechn. I, Vacha 111/5 Bl. 19).
  19. Fritzlar, Pfarrarchiv, Urkk. – 1460 errichtet er als Marschall zu Hessen eine Stiftung bei den Kasseler Karmelitern (Schultze, Kasseler Klöster Nr. 686) für die Armen. Hier wird auch seine Frau, Irmgard, genannt.
  20. Kopiar L 3 Bl. 191, 202.
  21. Kopiar 3 Nr. 8.
  22. Becker, Die Riedesel II Nr. 566.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Meisenbug, Johann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21593_meisenbug-johann> (aufgerufen am 21.04.2026)

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