Löwenstein-Westerburg, Werner von

 
belegt seit
23.4.1296
gestorben
19.6.1315
Beruf
Ratsmann, Schiedsmann, Burgmann, Amtmann, Siegler

Andere Namen

Weitere Namen

Westerburg, Werner%von

Familie

Vater

Bischofshausen, Werner der Jüngere von

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Sohn Werners von Bischofshausen dem Jüngeren1, schwört 1296 April 23 dem Landgrafen Heinrich I., dem er seine Burg öffnet, Beistand2. Gehört 1296 August zu den Ratsleuten, als Landgraf Heinrich I. das Land teilte und Landgraf Johann Niederhessen und Landgraf Otto I. Oberhessen anwies3. Gelobt 1297 erneut, dem Landgrafen Beistand und Dienst zu leisten und öffnet ihm seine Burg Borken4. Im Bündnis Landgraf Heinrichs I. mit Erzbischof Wigbold von Köln 1299 August 7 wird er landgräflicher Schiedsmann5. 1302 Juni 3 verspricht er Landgraf Otto Waffenhilfe, verkauft ihm die halbe Burg Borken wiederverkäuflich und gelobt ihm, sein getreuer Rat zu sein6. 1303 Januar 2 verzichtet er gegenüber Landgraf Heinrich auf seine Schuldforderungen7. Am 13. März 1303 tritt er jedoch in mainzischen Dienste, wird Burgmann zu Fritzlar und öffnet Erzbischof Gerhard von Mainz seine Burgen8. In den folgenden Jahren erscheint er öfters als Siegler und Zeuge in mainzischen Urkunden9, doch lassen sich seit 1305 wieder Beziehungen zum Landgrafenhaus erkennen. Er besiegelt 1305 Februar 17 den Verkauf von Trendelburg und dem Reinhardswald, soweit er zu Trendelburg und Schöneberg gehört hat, durch Konrad, Herrn zu Schöneberg, an Landgraf Heinrich, und 1305 April 10 den Verzicht Graf Ottos von Waldeck und seiner Gemahlin Sophie, geb. Landgräfin von Hessen, auf die Erbschaftsanteile der Landgräfin Mechthild10. 1307 Februar 12 erscheint er bei Landgraf Johann in Kassel in Ratsfunktion11. 1310 Februar 21 bekundet er, daß ihn Landgraf Johann wegen der Ämter, die er unter ihm und seinem Vater Landgraf Heinrich bekleidet hat, entschädigt, ihm jedoch noch nicht den Sold für die Bewaffneten bezahlt hat, die er stellte, als die Herren von Spangenberg im November des vergangenen Jahres Feinde des Landgrafen geworden waren12. Im Vertrag zwischen Landgraf Otto und Bischof Ludwig von Münster, in dem dieser von jenem Marburg auf Lebenszeit erhält, wird Werner 1311 Oktober 2 zum Schiedsmann eingesetzt13. Bald darauf ist Werner jedoch wieder auf die Mainzer Seite übergegangen, denn 1314 Mai 6 ist er erzbischöflich mainzischer Amtmann14 und schließt 1315 Februar 3 mit anderen hessischen Adligen, insbesondere Löwensteinern, ein Bündnis mit Erzbischof Peter von Mainz gegen Landgraf Otto von Hessen15. Er starb 1315 Juni 1916.

Nachweise

Fußnoten

  1. Siehe Schunder, von Löwenstein III Tafel II.
  2. Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 356.
  3. Ebd. Nrr. 365, 717.
  4. Ebd. Nr. 369.
  5. Ebd. Nr. 394.
  6. Ebd. Nr. 418.
  7. Ebd. Nr. 422.
  8. Ebd. Nr. 426. – Vogt, Mainzer Regg. I Nr. 758.
  9. Vogt, Mainzer Regg. I Nrr. 773, 831, 832, 834, 890.
  10. Grotefend-Rosenfeld LR Nrr. 453, 457.
  11. Ebd. Nr. 482.
  12. Ebd. Nr. 527. Er erscheint im Jahre 1309 und 1310 auch sonst in landgräflichen Urkk. (ebd. Nrr. 513, 514, 520).
  13. Ebd. Nr. 552.
  14. Vogt, Mainzer Regg. I Nr. 1646. Wo er Amtmann war, ist ungewiß (auch bei Falk, Mainzer Behördenorganisation keine Angabe), jedenfalls nicht in Fritzlar, dessen stadtherrliche Einnahmen er lange innehatte, aber 1312 September 18 gegen 300 Mark Silber zurückgab (Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 117).
  15. Vogt, Mainzer Regg. I Nr. 1739. – Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 587.
  16. Vgl. G. Schenk zu Schweinsberg, Beiträge zur Geschichte und Genealogie des hessischen Adels (ZHG 12, 1869) S. 59.

Literatur

Weblinks

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Löwenstein-Westerburg, Werner von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21491_loewenstein-westerburg-werner-von> (aufgerufen am 15.04.2026)

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