Lierer, Jakob

 
belegt seit
7.12.1470
belegt bis
1505
Beruf
Rentschreiber, Rat, Pfarrer, Vikar, Pastor, Probst

Andere Namen

Weitere Namen

Lyrer, Jacob
Lyrer, Jakob

Wirken

Lebensorte

Sontra

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
(Rent)Schreiber zu Sontra 1470 Dezember 71, 1472 Januar 42; in landgräflichen Diensten nach Mühlhausen geschickt 1483 November 43, nach Erfurt 1485 Anfang Dezember4, landgräflicher Rat 1486 August 175, begleitet damals als solcher mit anderen Räten den Kasseler Münzmeister zu Münzverhandlungen (mit Sachsen) nach Mühlhausen6, wird 1489 nach Sachsen und nach Schwaben gesandt7, verreitet 1492 mit dem Kammerschreiber Eichholz8, ist ferner in Geschäften Landgraf Wilhelms II. tätig9, den er im Herbst dieses Jahres an den königlichen Hof begleitet10, im Herbst des folgenden Jahres 1493 ist er wieder mit dem Kammerschreiber unterwegs11, Rat Landgraf Wilhelms II. 1494 Oktober 3012 bis 150113. – 1482 Juli 10 Pfarrer zu Jestädt14, 1489 Dezember 14 Vikar des Altars der 10000 Ritter in der Hl-Kreuz-Pfarrkirche zu Allendorf15, 1499 Mai 16 Vikar zu Spangenberg16, Pastor zu Treffurt 1490 Oktober 1117 (1500/1501)18, Propst der St. Bonifatiuskirche in Abterode 1501 Mai 3119, 1503 Oktober 2520. 1499 Mai 11 bestätigt Landgraf Wilhelm eine Stiftung, die der landgräfliche Rat, Pastor Jakob Lierer, zu Gunsten der Siechen zu Spangenberg gemacht hat (Bau eines Siechenhauses für 8 Personen nebst Garten) und stiftet selbst noch ein Fuder Bier dazu für die Siechen21. In Spangenberg noch 1505 amtlich tätig22.

Nachweise

Fußnoten

  1. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (11/5 Bl. 26v.). Er führt den Titel Herr, war also Geistlicher.
  2. Gundlach III S. 155 bezeichnet ihn unter diesem Datum als Rentmeister zu Sontra nach den Ämterrezessen 1471–1479.
  3. Rechn. I, Eschwege (44/15 Bl. 12v.) und ebd. 45/1 Bl. 45.
  4. Rechn. I, Spangenberg (99/5 Bl. 48). 1486 Februar 11 heißt es ebd. Bl. 56v.: 2 ½ Ib. 5 s. hern Jacobe Lirer verandelogit, sante er den doctoribus geyn Erffurte, die den boden mym gn. bern gesant hatten.
  5. Rechn. I, Bilstein (28/6 Bl. 20).
  6. Ebd.
  7. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (11/12 Bl. 148, 197).
  8. Gundlach III S. 155 zitiert: Eschwege Schultheißenrechnung.
  9. Rechn. I, Melsungen (82/18 Bl. 13v., 15).
  10. Rechn. I, Spangenberg (100/4 Bl. 91): Lierer kehrt von dort am 14. November zurück, als er mit den kon(iglichen) brieven zcu den stetten ryden solte.- Es handelt sich möglicherweise um die Vorbereitung der Absetzung Landgraf Wilhelms I., der im folgenden Jahr abdankte.
  11. Rechn. I, Melsungen (83/1 Bl. 23v.).
  12. So Gundlach III S. 155.
  13. Kopiar 131b Bl. 21.
  14. Huyskens, Werraklöster Nr. 1280.
  15. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/4 Bel.). – 1491 und 1492 wird in der Umgebung Landgraf Wilhelms II. öfters der Licentiat aus Allendorf genannt. Damit ist wohl kaum Lierer gemeint, denn für einen Licentiatentitel finden sich sonst keine Belege.
  16. Urkk., Kloster Heydau.
  17. Kopiar L 5 Bl. 199.
  18. Siehe Anm. 12.
  19. Huyskens, Werraklöster Nr. 1325.
  20. Urkk., Kloster Heydau. Er wird als wohnhaft zu Spangenberg bezeichnet.
  21. Gundlach zitiert: Abt. Urkundenabschriften.
  22. Rechn. I, Spangenberg (103/1 Bl. 17): er ist mit Amtmann und Landknecht anwesend, als der Zollkasten geöffnet wird.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Lierer, Jakob“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21403_lierer-jakob> (aufgerufen am 20.04.2026)

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