Krug, Kurt

 
belegt seit
5.1431
belegt bis
8.1458
Beruf
Maler, Bildhauer, Goldschmied

Familie

Verwandte

, 2 Söhne

Leben

Aus der Biografie

Maler, Bildhauer und Goldschmied1 in Kassel, liefert im Mai 1431 ein silbernes Kreuz, in das der Spahn vom heiligen Kreuz eingelassen war, den der Landgraf von seiner Jerusalemfahrt mitgebracht hatte. Krug verfertigt dazu – zusammen mit seinem Gesellen Johann2 – auch einen silbernen Kasten (mit Kette) als sicheren Behälter für die kostbare Reliquie3. Er dürfte identisch sein mit Meister Kurt dem Maler, der mit seinen beiden Söhnen im Juli/August 1458 zugegen ist, als die Steinbrecher in der Witzenhäuser [Alabaster-] Steingrube m. gn. h. den liechsteyn gruben4, denn er verfertigt in diesem Jahr im Auftrag Landgraf Ludwigs II. ein Grabmahl aus Witzenhäuser Alabaster für Landgraf Ludwig I.5 und liefert im selben Jahr für die Stadt Göttingen ein Kruzifix mit Maria und Johannes, gleichfalls aus Alabaster6.

Nachweise

Fußnoten

  1. Demandt, Silberschatz S. 2, insbesondere Anm. 9.
  2. Da Krug zwei Söhne hatte, die mit ihm zusammen tätig waren (Küch, Landgrafendenkmäler S. 179 Anm. 4), dürfte einer von beiden dieser Johann gewesen sein, zumal sich ein Goldschmied Johann in Kassel noch bis 1471 nachweisen läßt (Demandt, Silberschatz S. 2). Der andere Sohn dürfte entweder Heinrich (1454–1486 bezeugt) oder der gleichzeitig genannte Peter gewesen sein, beide Goldschmiede zu Kassel. Heinrich liefert 1462 Landgraf Ludwig II. neben anderen Arbeiten einen silbernen Schwertgriff und silberne Wappen für die Pfeifer der Hofkapelle, während Meister Peter gleichzeitig die silbernen Wappen für die Trompeter anfertigte (Demandt, Silberschatz S. 2).
  3. Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 189.
  4. Rechn. I, Witzenhausen (114/3 Bl. 18-20, 22, 23).
  5. Küch, Landgrafendenkmäler (ZHG 36, 1903) S. 179 f. Es handelt sich dabei jedoch nicht um den Sarkophag Landgraf Ludwigs I. in der Marburger Elisabethkirche, sondern wahrscheinlich um ein für Kassel bestimmtes Kenotaph.
  6. Armbrust, Göttingen (ZHG 49, 1916) S. 36.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Krug, Kurt“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21311_krug-kurt> (aufgerufen am 21.04.2026)

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