Schwarzkopf, Karl* Emil Albert
geboren
21.5.1884 Bockenheim (heute Frankfurt am Main) gestorben
31.10.1954 Garmisch-Partenkirchen Beruf
Jurist, Ministerialbeamter, Staatssekretär Titel
Dr. jur. GND-Explorer
133823466Wirken
Werdegang
- bis 1902 Besuch des Gymnasiums in Celle und des Wilhelmsgymnasiums in Kassel
- 1902 Studium der Rechte und der Kameralwissenschaften in Lausanne, München, Leipzig, Heidelberg und Marburg
- 1908 Promotion in Heidelberg mit der Arbeit „Grundkapitalherabsetzung im Aktienrecht“
- 1905 Referendar im Oberlandesgerichtsbezirk Kassel
- 1910 Gerichtsassessor bei der Staatsanwaltschaft in Kassel, im selben Jahr Hilfsarbeiter im preußischen Justizministerium
- 1912-1918 Hilfsarbeiter im Reichsamt des Innern
- während des Ersten Weltkrieges beim wirtschaftlichen Beirat des Kriegsernährungsamtes und beim Vertreter des Reichskanzlers
- 1915 Regierungsassessor
- 1917 Regierungsrat, beschäftigt mit Fragen der Einfuhrfinanzierung
- 1918 Geheimer Vortragender Rat im Reichswirtschaftsamt
- Geheimer Regierungsrat
- 1919 Vorsitzender des Direktoriums der Deutschen Levante-Linie sowie Leiter der Finanzabteilung der Hamburg-Amerika-Linie
- 1921-1924 Generalsekretär (ab 1922 Direktor) des Reichswirtschaftsrates
- 1922 Mitglied des Reichsausschusses für den Wiederaufbau der Handelsflotte
- 1924 Übersiedlung nach Kassel und, dort Direktor der Landeskreditkasse Kassel, erwarb sich besondere Verdienste um die Reorganisation des durch die Inflation finanziell angeschlagenen Kreditinstituts
- 1932-1933 Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium
- 1933-1939 erneut Landeskreditkassendirektor in Kassel
- 1947-1950 erneut Generaldirektor der Landeskreditkasse, förderte den wirtschaftlichen Wiederaufbau durch Kredithilfen
- 1950-1952 Präsident der Industrie- und Handelskammer Kassel
- 1947-1954 im Beirat der Industrie- und Handelskammer
- Präsident des Deutschen Giro- und Sparkassenverbandes
- Vorsitzender des Aufsichtsrats der Frankfurter Bodenkreditbank
- Aufsichtsratsmitglied der Esslinger Brauereigesellschaft
- Vorsitzender der Kasseler Kreisstelle des kurhessischen Heimatbundes
- Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes am Band
- Träger der Ehrenplakette der Industrie- und Handelskammer Kassel
Lebensorte
Celle; Kassel; Lausanne; München; Leipzig; Heidelberg; Marburg
Familie
Vater
Schwarzkopf, Emil, 1844–1920, Senatspräsisdent am Oberlandesgericht in Kassel
Mutter
Jahn, Albertine
Partner
Siefart, Gabrielle, (⚭ 1922) Tochter des Hugo Siefart, Ministerialdirektor
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 8998 (Mitte (Frankfurt), Geburtsnebenregister, 1884, Nr. 280)
Literatur
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 513
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schwarzkopf, Karl* Emil Albert“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21217_schwarzkopf-karl-emil-albert> (aufgerufen am 12.04.2026)
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