Schrendeisen, Konrad
belegt seit
1487 gestorben
27.11.1521 Beruf
Jurist, Rat, Pfarrer, Kanoniker, Offizial, Vikar Titel
Dr. jur. utr.Wirken
Werdegang
- Studium der Theologie und Jurisprudenz 1487 in Erfurt, Bakkalaureat 1494, Promotion 1497
- 1489 Kanoniker des Kasseler St. Martinsstift, 1491 des St. Peterstifts in Fritzlar
- 1497 Rat Landgraf Wilhelms II.
- 1502-1507 am Hofgericht
- „Er muß ein ausgezeichneter Jurist gewesen sein, denn der Landgraf berief ihn in das kleine Gremium von Rechtsgelehrten, mit denen er das 1500 neu geschaffene oberste Gericht ..., das Hofgericht zu Marburg, besetzte“ (Demandt, St. Peter zu Fritzlar, S. 755)
- daneben 1501 Offizial, dann Probst der Fritzlarer Probstei, seit 1510 Kommissar der Fritzlarer und Hornberger Probsteien
- 1509 Rat unter Landgraf Wilhelm I.
- „Er war neben Hermann Grauwächter der letzte Kanoniker, der als Jurist sowohl in der weltlichen wie in der geistlichen Gerichtsbarkeit und Verwaltung des Landes Hessen und des Archidiakonats Fritzlar eine Rolle spielte.“ (Demandt, St. Peter zu Fritzlar, S. 765)
Lebensorte
Erfurt; Kassel; Fritzlar
Familie
Vater
Schrendeisen, Ludwig, † um 1507, Bürgermeister und Schultheiß in Gudensberg
Mutter
Eppenhain, Anna, † um 1510, gen. Groppengießer aus Kassel
Verwandte
Schrendeisen, Job, * um 1460 Gudensberg, † um 1540, Jurist, Bürgermeister
Nachweise
Quellen
Literatur
- Kassel Lexikon, hrsg. von der Stadt Kassel, Bd. 2, Kassel 2009, S. 201 f. (Karl-Heinz Nickel)
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 509 f.
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 784, Nr. 2749
- Eckhardt, Die oberhessischen Klöster II: Regesten und Urkunden, Marburg 1967
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 243 f.
- Heldmann, Das akademische Fritzlar im Mittelalter, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 56 (1927), S. 347-435
- Glagau, Hessische Landtagsakten 1: 1508–1521, Marburg 1901
- Franz (Bearb.), Kloster Haina. Regesten und Urkunden, Bd. 2: 1300–1560 (1648), Marburg 1970
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 2: Urkunden und Akten, Marburg 1932
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Sohn des Bürgermeisters und späteren Gudensberger Schultheißen Ludwig Schrendeisen1=Siehe dort und die dort Anm. 1 genannte Literatur. , studiert in Erfurt 14872=Handschriftlicher eigenhändiger Eintrag in einer juristischen Inkunabel (Liber plurimorum tractatuum iuris) im Besitz der Kasseler Landesbibliothek (Vgl. G. Mollat in ZHG Mitt. 1886 Anlage II Nr. 14). , Kanoniker des Kasseler St. Martinsstiftes 1489 Juli 103=Schultze, Kasseler Klöster Nr. 1059. , Kanoniker des St. Petersstiftes zu Fritzlar 1491 Dezember 74=Ebd. Nr. 1066. . Bacc. der geistlichen Rechte 1494 Dezember 15=Ebd. Nr. 492. , Dr. und Rat Landgraf Wilhelms II. 1497 März6=Rechn. I, Gudensberg (61/13 Bl. 16). , 15027=Gundlach II Nr. 22. . Beisitzer am Hofgericht zu Marburg 1502 Michaelis8=Rechn. I, Marburg (77/4 Bl. 113): er erhält für die Michaelissitzung 6 fl. und noch 1507 Oktober9=Ebd. 78/3 Bl. 130. . Pfarrer zu Datterode 1501 Juni 210=Kopiar 59 I Nr. 83. . Offizial des Fritzlarer Propsteigerichtes 1501 Juni 1711=Franz, Haina II Nr. 1231. , Vikar des Marienaltars in der Pfarrkirche der Neustadt Kassel 1506 August 412=Heldmann, Akadem. Fritzlar (ZHG 56, 1927) S. 409. hält sich von 1509 September bis 1510 Januar sehr oft tage-, ja wochenlang am Hofe Landgraf Wilhelms I. in Spangenberg [als Rat] auf13=Rechn. I, Spangenberg (103/8 Bl. 6 ff.). – Vgl. auch Glagau, Landtagsakten S. 297. , zum erzbischöflichen Kommissar für Fritzlar und Hofgeismar ernannt 1510 April 1414=StA, Würzburg, MIB 51 fol. 584. . Gestorben 1521 November 2715=Eckhardt, Oberhessische Klöster II Nr. 778. .
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schrendeisen, Konrad, “, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21195_schrendeisen-konrad> (aufgerufen am 29.11.2025)
Kurzform der URL für Druckwerke
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