Im Hofe, Ludwig
belegt seit
1428 belegt bis
1485 Beruf
Schöffe, Ungelderheber, Bürgermeister, Verweser, Rat GND-Explorer
1395722129Familie
Verwandte
Im Hofe, Ludwig <Sohn>, † 1.9.1510, belegt 4.11.1454, Kammerschreiber, Domizellar, Kanoniker
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Schöffe, Ungelderheber und mehrfacher Bürgermeister in Marburg1 ist Verweser des dortigen Schultheißenamtes 1452–14552. Als einer der maßgeblichen und daher ständig mit städtischen Angelegenheiten befaßten Männer der Marburger Stadtverwaltung seiner Zeit gehört er 1467 Juni 10 auf Seiten Landgraf Heinrichs III. als einer der Städtevertreter zu den „Teilern“ in den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafenbrüdern Landgraf Ludwig II. und Heinrich II3. Dessen Rat 1478 August 254 und 1479 Februar 175.
Schöffe, Ungelderheber und mehrfacher Bürgermeister in Marburg1 ist Verweser des dortigen Schultheißenamtes 1452–14552. Als einer der maßgeblichen und daher ständig mit städtischen Angelegenheiten befaßten Männer der Marburger Stadtverwaltung seiner Zeit gehört er 1467 Juni 10 auf Seiten Landgraf Heinrichs III. als einer der Städtevertreter zu den „Teilern“ in den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafenbrüdern Landgraf Ludwig II. und Heinrich II3. Dessen Rat 1478 August 254 und 1479 Februar 175.
Nachweise
Fußnoten
- Vgl. Küch Marburger Rechtsquellen II, Register mit zahlreichen Nachweisen, auch über seine Familie, die zu den ersten der Marburger Geschlechter zählte. Ludwig ist nachgewiesen von 1428–1485. Die Beschreibung seines Siegels ebd. I S. 511. Als Bürgermeister ist er erstmals 1446 bezeugt (ebd. I Nr. 100), dann 1451/52 (ebd. II S. 3), 1452/53 (ebd. S. 24, 1454/55 (ebd. S. 62), 1458/59 (ebd. S. 105) usw. Diese Bürgermeisterämter schließen es aus, daß er mit dem 1454 und 1459 genannten gleichnamigen Kammerschreiber identisch sein kann. Dieses war vielmehr sein Sohn Ludwig (siehe dort). Auch Gundlach III S. 116 f. Anm. 1 weist darauf hin: „Nicht zu verwechseln mit dem gleichzeitigen Bürgermeister in Marburg“. ↑
- Diefenbach, Kreis Marburg S. 247. – 1452 Juli 1 heißt er ausdrücklich: Statthalter des Schultheißenamtes und Bürgermeister in Marburg (Schunder, Oberhessische Klöster I Nr. 987). ↑
- Kopiar 8 Nr. 4. Außer ihm sind auf Seiten Landgraf Heinrichs Ratsvertreter aus Alsfeld, Grünberg, Treysa und Frankenberg zugegen. Die landständischen Städtevertreter der Gegenseite Landgraf Ludwigs II. kamen aus Kassel, Eschwege, Grebenstein, Wolfhagen und Allendorf an der Werra. 1469 Juni 23 besiegeln folgende Vertreter der Städte den Schiedsspruch zwischen beiden Landgrafen: Marburg, Gießen, Alsfeld und Treysa auf Seiten Landgraf Heinrichs III. und Kassel, Eschwege, Wolfhagen und Grebenstein auf Seiten Landgraf Ludwigs II. (Kopiar 8 Nr. 5). ↑
- HStA. Wiesbaden, Abt. 340. ↑
- Schunder, Oberhessische Klöster I Nr. 1002. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 412, Nr. 1415
- Schunder, Die oberhessischen Klöster I, Marburg 1961
- Diefenbach, Der Kreis Marburg. Seine Entwicklung aus Gerichten, Herrschaften und Ämtern bis ins 20. Jahrhundert, Marburg 1943
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Im Hofe, Ludwig“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20938_im-hofe-ludwig> (aufgerufen am 13.04.2026)
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