Hirsch, Ernst Eduard
Andere Namen
Weitere Namen
Hirsch, Ernest E.
Wirken
Werdegang
- 1920 Reifeprüfung am humanistischen Gymnasium Friedberg
- ab 1920 Studium der Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft an den Universitäten Frankfurt am Main, München und Gießen
- 1923 Rechtsreferendarexamen in Gießen
- 1924 Promotion zum Dr. jur. in Gießen
- 1924-1926 Justitiar im Bankhaus Otto Hirsch &Co in Frankfurt am Main
- 1926-1929 juristischer Vorbereitungsdienst am Amtsgericht in Offenbach und am Land- und Oberlandesgericht in Frankfurt am Main
- 1928 preußischer Referendar im Oberlandesgerichtsbezirk Frankfurt am Main
- 1929 Habilitation für Bürgerliches Recht, Handelsrecht und Internationales Privatrecht an der Universität Frankfurt am Main
- 1931 Erweiterung der venia legendi auf deutsches Privatrecht
- 1929 Privatdozent an der Universität Frankfurt am Main
- zugleich seit 1931 Landgerichtsrat in Frankfurt
- 1.11.1932-31.3.1933 Lehrstuhlvertretung an der Universität Frankfurt für Bürgerliches Recht und Handelsrecht
- 1933 Entzug der Lehrbefugnis gemäß §3 BBG
- 3-1933 zwangsweise beurlaubt, Ruhestandsversetzung als Land- und Amtsgerichtsrat
- 1933 Emigration über die Niederlande und die Schweiz in die Türkei
- 1.10.1933 Professor für Land- und Seehandelsrecht an der Universität Istanbul
- 1943-1952 ordentlicher Professor für Handelsrecht, Rechtsphilosophie und -soziologie an der Universität Ankara
- 1943 türkische Staatsbürgerschaft
- Berater der türkischen Regierung in Gesetzgebungsfragen mit Entwürfen zum türkischen Handels- und Urheberrecht
- Herbst 1948 Gastvorlesungen in München und Frankfurt am Main
- 1950 Rückkehr nach Deutschland auf Anregung von Ernst Reuter
- Gastprofessor an der FU Berlin
- 1952 ordentlicher Professor für Handelsrecht, Bürgerliches Recht und Rechtsphilosophie an der FU Berlin
- 1953-1955 Rektor der FU Berlin
- 1964 Direktor des von ihm gegründeten Instituts für Rechtssoziologie und Rechtstatsachenforschung in Berlin
- 1967 emeritiert
- 1978 Ehrendoktor der Universität Istanbul
Lebensorte
Friedberg; Frankfurt am Main; München; Gießen
Familie
Vater
Hirsch, Louis, geboren Friedberg 27.12.1869, gestorben Frankfurt am Main 1936, Einzelhandelskaufmann, seit 1918 Stadtverordneter der DDP, 1924 Handelsrichter in Gießen, Sohn des Eduard Hirsch, Kaufmann, und der Lina Ruch
Mutter
Goldmann, Clothilde, geboren Wanfried 25.10.1872, gestorben 1959 in Westberlin, Heirat Eschwege 25.2.1901, 1938 Emigration in die Türkei, Tochter des Bernhard Goldmann, Kaufmann, und der Bartha Mager
Partner
- Loewenick, Trude, verheiratet 1929-1933, Tochter des Leopold Loewenick, Bankdirektor, und der Franziska Wolfskehl
- Hiller, Holle, stud. jur., Heirat Istanbul 1934, Scheidung 1952, Tochter des Ernst Hiller, Architekt in Frankfurt am Main und der Rosi Sachs-Fuld
- Sterkel, Gertrud, Heirat 10.7.1953, evangelisch
Verwandte
- Alletto, Hannelore <Tochter>, * 16.9.1931 Frankfurt, Sekretärin
- Tandogan, Enver <Sohn>, * 19.8.1945 Istanbul, Wirtschaftsmanager
- Kamm, Kunigunde <Stieftochter>, * 22.4.1943
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 923 Nr. 1886 (Eschwege, Heiratsnebenregister, 1901, Nr. 14)
Literatur
- Gudrun Jäger, Hirsch, Ernst E., in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe) (3.11.2023)
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 175 ff.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hirsch, Ernst Eduard“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20883_hirsch-ernst-eduard> (aufgerufen am 20.04.2026)
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