Hornsberg, Hermann von
belegt seit
8.1421 gestorben
1478 Beruf
Ritter, Truppenangehöriger, Rat, Amtmann GND-Explorer
1395531382Familie
Partner
Homberg, Margarethe von
Verwandte
Hornsberg, Stamme von <Sohn>, belegt 1474–15.6.1477, Truppenangehöriger
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter1, Teilnehmer am Zug Landgraf Ludwigs I. gegen die Hussiten nach Böhmen im August 14212. Helfer Landgraf Ludwigs im Kampf gegen Mainz 1426 August3 und Oktober4. Rat des Landgrafen und Unterhändler beim Verkauf der Herrschaft Schöneberg an Hessen 1429 Dezember 175. Amtmann zu Homberg/E. 1430 Mai 106 bis 14337. 1431 häufig in der Umgebung des Landgrafen8 und 1432 November 23 zugegen, als sich die Stadt Braunschweig von der Verratsklage ihres Herzog Wilhelm in Gegenwart Markgraf Johanns von Brandenburg und Landgraf Ludwigs von Hessen und ihrer Räte reinigt9. 1436 November 20 quittiert er Landgraf Ludwig über den Ersatz seiner Schäden10, 1439 April 21 beglaubigt er zu Preßburg den am 6. April zwischen König Albrecht und den Kurfürsten und Fürsten von Sachsen, Thüringen, Meißen und Hessen geschlossenen Vertrag11. Rat 1441 Juni 1612, 1448 November 313 und unter Landgraf Ludwig II. 1459 Juni 1214. Amtmann zu Wanfried 145815. Wahrscheinlich gestorben Anfang 147816. Seine noch 1492 April 30 bezeugte Witwe Margarethe war angeblich „eine Erbtochter aus dem Hause derer von Homberg“17.
Ritter1, Teilnehmer am Zug Landgraf Ludwigs I. gegen die Hussiten nach Böhmen im August 14212. Helfer Landgraf Ludwigs im Kampf gegen Mainz 1426 August3 und Oktober4. Rat des Landgrafen und Unterhändler beim Verkauf der Herrschaft Schöneberg an Hessen 1429 Dezember 175. Amtmann zu Homberg/E. 1430 Mai 106 bis 14337. 1431 häufig in der Umgebung des Landgrafen8 und 1432 November 23 zugegen, als sich die Stadt Braunschweig von der Verratsklage ihres Herzog Wilhelm in Gegenwart Markgraf Johanns von Brandenburg und Landgraf Ludwigs von Hessen und ihrer Räte reinigt9. 1436 November 20 quittiert er Landgraf Ludwig über den Ersatz seiner Schäden10, 1439 April 21 beglaubigt er zu Preßburg den am 6. April zwischen König Albrecht und den Kurfürsten und Fürsten von Sachsen, Thüringen, Meißen und Hessen geschlossenen Vertrag11. Rat 1441 Juni 1612, 1448 November 313 und unter Landgraf Ludwig II. 1459 Juni 1214. Amtmann zu Wanfried 145815. Wahrscheinlich gestorben Anfang 147816. Seine noch 1492 April 30 bezeugte Witwe Margarethe war angeblich „eine Erbtochter aus dem Hause derer von Homberg“17.
Nachweise
Fußnoten
- Vgl. W. Küther, Das Geschlecht von Hornsberg (ZHG 80, 1969) S. 148 ff. Auf der Siegeltf. S. 131 ist das Wappen Hermanns aus seinem Siegel abgebildet, das von 1429 Januar 5 bis 1467 Februar 22 belegt ist. Die Deutung als „ein geschwungenes stehendes Jagdhorn“ und damit als redendes Wappen ist zweifelhaft. Nach meiner Kenntnis handelt es sich um einen Steigbügel, wie er in Abb. 3 dargestellt ist. ↑
- Küch, Hussiten (ZHG 45, 1911). S. 294. ↑
- Rechn. I, Grebenstein (51/11 Bl. 5v.). Hier ohne Vornamen. ↑
- Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 164 Anm. 4. ↑
- Urkk., Verträge mit Schöneberg. ↑
- Becker, Die Riedesel II Nr. 1626. ↑
- Helbig, Amt Homberg S. 144. ↑
- Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 235 Nr. 360, S. 253 Nr. 512, S. 255 Nr. 526, S. 259 Nr. 577 (er hatte den Landgrafen offenbar nach Gottsbüren begleitet). ↑
- StadtA. Braunschweig, Urkk. Nrr. 665, 666. ↑
- Kopiar 3 Nr. 45. ↑
- Urkk., Samtarchiv Schubl. 36 Nr. 1. ↑
- Urkk., Familien: von Hertingshausen. ↑
- Gundlach III S. 110. ↑
- Rechn. I, Witzenhausen (114/6 Bl. 5v.): Er reitet mit dem Rat Konrad Volkhard nach Allendorf an der Werra, um eine Grenzbegehung und -feststellung zwischen denen von Allendorf und von Bischofshausen vorzunehmen. ↑
- Bruchmann, Kreis Eschwege S. 128. 1468 ist er Inhaber zweier von neun landgräflichen Fischwaiden zu Eschwege; die übrigen sieben waren an sieben Eschweger Fischer für 52 böhmische Groschen jährlich verpachtet. (Rechn. I, Eschwege 44/8 Bl. 84). ↑
- Er erhielt aus der Kellerei Bilstein jährlich 20 MI. Korn, belegt 1466, 1473, 1477 (Rechn. I, Bilstein 21/11 Bl. 25, 27/13 Bl. 22v., 27/15 Bl. 20). Seit 1478 wird seine Frau als Empfänger bezeichnet (ebd. 28/1 Bl. 46). Sie erhält dieses Korn noch 1490 (ebd. 28/11 Bl. 21). Es war also ein Bestandteil ihrer Leibzucht bzw. ihres Wittums. ↑
- Küther a. a.O. S. 150 f. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 390, Nr. 1349
- Küch, Eine Quelle zur Geschichte des Landgrafen Ludwig I., in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 43 (1909), S. 145-277
- Küch, Landgraf Ludwig I. im Hussitenkriege 1421, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 45 (1911), S. 275-296
- Becker, Die Riedesel zu Eisenbach, Bd. 2: Riedeselisches Urkundenbuch 1200 bis 1500, Offenbach am Main 1924
- Bruchmann, Der Kreis Eschwege. Territorialgeschichte der Landschaft an der mittleren Werra, Marburg 1931
- Helbig, Das Amt Homberg an der Efze. Ursprung und Entwicklung, Marburg 1938
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 110
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hornsberg, Hermann von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20859_hornsberg-hermann-von> (aufgerufen am 17.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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