Homberg, Wiegand von

 
belegt seit
12.9.1244
belegt bis
1270
Beruf
Schultheiß, Bürgermeister
GND-Explorer
1395490945

Wirken

Lebensorte

Homberg (Efze)

Familie

Vater

Homberg, Eberhard von, belegt vor 1231–14.9.1264 Schultheiß, Schöffe

Verwandte

  • Homberg, Heinrich von <Bruder>, belegt 5.7.1261–24.2.1279, Vizeschultheiß, Schultheiß
  • Homberg, Eberhard von <Bruder>
  • Boyneburg, Antonia von <Schwiegermutter>, Schwester des Volpert von Borken, Kanoniker in Fritzlar.

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Sohn Eberhards von Homberg, villicus 1244 September 121, doch heißen beide schon in einer Urkunde des gleichen Jahres (ohne Tagesdatum) ehemals Schultheiße2. 1247 s. d. wird Wiegand jedoch wieder villicus genannt, während in der gleichen Urkunde Eberhard und Konrad als ehemalige villici zu Homberg aufgeführt werden3 und dazu treten in einer Urkunde des gleichen Jahres (wieder ohne Tagesdatum) neben dem Schultheißen zu Homberg Albert von Wernswig, Eberhard und sein Sohn Wiegand (ohne Amtsbezeichnung) auf4. Ohne jeden Titel, aber immer zusammen mit seinem Vater benannt, erscheint er dann in zahlreichen Urkk. seit 1254 Februar 95 bis 1268 Juni 46. Als ehemaliger Schultheiß wird er 1264 September 14 bezeichnet7, eine Urkunde von 1267 August 29 führt ihn bezeichnenderweise als Wiegand gen. Schultheiß auf8. Daß er jedoch auch das Homberger Schultheißenamt innegehabt hat, lassen eine Reihe von Urkunden aus der Zeit von 1265–1270 erkennen, die ihn als ehemaligen, gewesenen Homberger Schultheißen bezeichnen9. Der ihm gleichzeitig in Urkk. der Jahre 1269 und 1270 gegebene Schultheißentitel10 kann jedoch damals kein Amt mehr bezeichnet haben, sondern muß als Zunamen aufgefaßt werden, denn in denselben Jahren erscheint Wiegand, der schon zusammen mit seinem Vater Eberhard seit 1254 März 24 unter den Homberger Schöffen auftaucht11, als Bürgermeister zu Homberg12. Er war Schwiegersohn der Edlen Antonia von Boyneburg, einer Schwester des Fritzlarer Kanonikers Volpert von Borken13.

Nachweise

Fußnoten

  1. Urkk., Kloster Kappel.
  2. Ebd.
  3. Es ist die in Homberg ausgestellte Urkunde von 1247 mit dem Datumszusatz: Anno primo Heinrici quondam Thuringie lantgravii in regem Romanorum electi.
  4. Siehe Anm. 1.
  5. Vgl. Franz, Haina I Nrr. 219, 255/6, 231, 245, 247, 250, 303, 324, 369, 393, 424, 459, 500, 516.
  6. Ebd. Nr. 516.
  7. Urkk., Kloster Kappel. Damals wird mit ihm sein Bruder Eberhard genannt, während er als Bruder des Homberger Schultheißen Ritter Heinrich von Homberg seit 1264 September 29 (Franz a. a. O. Nr. 424) und noch 1266 Oktober 10 (ebd. Nr. 481) und 1268 September 21 (ebd. Nr. 522) erscheint.
  8. Franz a. a. O. Nr. 507. Vgl. dazu das Folgende und unter Eberhard von Homberg Anm. 1.
  9. Als gewesener Schultheiß zu Homberg erscheint er in Urkk. des Klosters Kappel von 1265 Juli 26, 1267 November 12, 1267 s. d., 1269 Januar und 1270 Dezember 4 wird er zusammen mit seinem Bruder Heinrich quondam officialis genannt.
  10. Urkk., Kloster Kappel (beide Urkk. ohne Tagesdatum).
  11. Urkk., Kloster Kappel. Siehe auch unter Eberhard von Homberg Anm. 11.
  12. Urkk. von 1269 s. d. und 1270 Juni 23 (Kloster Kappel). An seiner Identität ist nicht zu zweifeln, da er zusammen mit seinen leiblichen Brüdern Heinrich, Ritter, und Eberhard (s. o. Anm. 5) genannt wird.
  13. So nach Urkunden des Klosters Kappel von 1265 s. d. und 1268 März.

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Homberg, Wiegand von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20842_homberg-wiegand-von> (aufgerufen am 19.04.2026)

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