Homberg, Simon von
belegt seit
6.1.1322 belegt bis
20.8.1364 Beruf
Ritter, Burgmann, Schiedsmann, Amtmann, Rat, Rentmeister GND-Explorer
1395489734Wirken
Lebensorte
Homberg (Efze)
Familie
Vater
Homberg, Heinrich von
Mutter
Brandau, Odegebe von, Tochter des Albert von Brandau, Ritter
Partner
N.N., Walpurga
Verwandte
- Homberg, Simon von <Sohn>
- Homberg, Albert von <Sohn>
- Homberg, Heinrich von <Sohn>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter1, Burgmann zu Homberg 1322 Januar 62, 1330 April 13. Schiedsmann Landgraf Ottos I. 1321 August 104. 1322 Januar 6 erhalten Simon und seine Frau Walpurga vom Landgrafen den Hof des † Ritters Thammo von Elnhausen in der Burg Homberg als erbliches Burglehen und dazu 19 Pfd. Einkünfte aus Homberg und Wichte5. 1333 Januar 24 verleiht ihm Landgraf Heinrich II. ein weiteres Haus in Homberg, das er Ritter Heinrich von Eisenbach abgekauft hatte6. 1343 August 11 verschreibt er ihm das ius forense gen. das markitrecht zu Homberg7 und verpfändet ihm ferner [unbestimmt wann] das Dorf Remsfeld für 75 Mark Silber und das Dorf Verna für 112 Mark8. Simon ist unter wechselndem Titel von mindestens 1327–1346 Amtmann in Homberg9, übt aber wie Thammo von Elnhausen eine sehr viel weiter reichende politische Tätigkeit in Niederhessen aus10. Er ist landgräflicher Schiedsmann in den Sühneverhandlungen zwischen Landgraf Heinrich II. und Graf Johann von Ziegenhain 1347 Juni 211, im Vergleich zwischen Landgraf Heinrich und seinem Bruder Hermann 1349 August 512 und einer der wichtigsten hessischen Unterhändler und Schiedsleute in den Auseinandersetzungen zwischen Landgraf Heinrich und Erzbischof Gerlach von Mainz, so bereits 1346 Mai 2913, dann 1353 Mai 19, 1354 Mai 10, 1355 August 1014 und für den Bereich Niederhessens 1356 Februar 17 und 1359 [April 25]15. 1343 Januar 5 und 1356 November 9 Schiedsmann und Schlichter in innerhessischen Streitigkeiten16, übt er die gleiche Funktion 1358 September 20 auch wieder in außenpolitischen Beziehungen aus, als er diese Rolle in der Einung zwischen Hessen und dem Bistum Paderborn übernimmt17. Er ist Treuhänder der Herzöge Rudolf dem Älteren und dem Jüngeren von Sachsen, die ihn 1354 Juli 11 seines Eides wegen des Schlosses Homberg entbinden, das ihnen von Landgraf Heinrich 1346 April 26 solange zum Pfand gesetzt worden war, bis der Brautschatz von 2000 Mark Silber für Landgraf Heinrichs Schwester Elisabeth, die Herzog Rudolf den Jüngeren geheiratet hatte, bezahlt war18. Als Simon und seinen Söhnen Simon und Albert 1361 Januar 25 Stadt, Amt und Gericht Homberg für 584 Mark Silber vom Landgrafen verpfändet wird, wird Simon Rentmeister genannt19. 1364 August 20 erklären sie, dem Landgrafen das Haus Homberg mit dem Zoll wieder überantworten zu wollen, wenn er ihnen 200 Mark Silber zahlt20.
Ritter1, Burgmann zu Homberg 1322 Januar 62, 1330 April 13. Schiedsmann Landgraf Ottos I. 1321 August 104. 1322 Januar 6 erhalten Simon und seine Frau Walpurga vom Landgrafen den Hof des † Ritters Thammo von Elnhausen in der Burg Homberg als erbliches Burglehen und dazu 19 Pfd. Einkünfte aus Homberg und Wichte5. 1333 Januar 24 verleiht ihm Landgraf Heinrich II. ein weiteres Haus in Homberg, das er Ritter Heinrich von Eisenbach abgekauft hatte6. 1343 August 11 verschreibt er ihm das ius forense gen. das markitrecht zu Homberg7 und verpfändet ihm ferner [unbestimmt wann] das Dorf Remsfeld für 75 Mark Silber und das Dorf Verna für 112 Mark8. Simon ist unter wechselndem Titel von mindestens 1327–1346 Amtmann in Homberg9, übt aber wie Thammo von Elnhausen eine sehr viel weiter reichende politische Tätigkeit in Niederhessen aus10. Er ist landgräflicher Schiedsmann in den Sühneverhandlungen zwischen Landgraf Heinrich II. und Graf Johann von Ziegenhain 1347 Juni 211, im Vergleich zwischen Landgraf Heinrich und seinem Bruder Hermann 1349 August 512 und einer der wichtigsten hessischen Unterhändler und Schiedsleute in den Auseinandersetzungen zwischen Landgraf Heinrich und Erzbischof Gerlach von Mainz, so bereits 1346 Mai 2913, dann 1353 Mai 19, 1354 Mai 10, 1355 August 1014 und für den Bereich Niederhessens 1356 Februar 17 und 1359 [April 25]15. 1343 Januar 5 und 1356 November 9 Schiedsmann und Schlichter in innerhessischen Streitigkeiten16, übt er die gleiche Funktion 1358 September 20 auch wieder in außenpolitischen Beziehungen aus, als er diese Rolle in der Einung zwischen Hessen und dem Bistum Paderborn übernimmt17. Er ist Treuhänder der Herzöge Rudolf dem Älteren und dem Jüngeren von Sachsen, die ihn 1354 Juli 11 seines Eides wegen des Schlosses Homberg entbinden, das ihnen von Landgraf Heinrich 1346 April 26 solange zum Pfand gesetzt worden war, bis der Brautschatz von 2000 Mark Silber für Landgraf Heinrichs Schwester Elisabeth, die Herzog Rudolf den Jüngeren geheiratet hatte, bezahlt war18. Als Simon und seinen Söhnen Simon und Albert 1361 Januar 25 Stadt, Amt und Gericht Homberg für 584 Mark Silber vom Landgrafen verpfändet wird, wird Simon Rentmeister genannt19. 1364 August 20 erklären sie, dem Landgrafen das Haus Homberg mit dem Zoll wieder überantworten zu wollen, wenn er ihnen 200 Mark Silber zahlt20.
Nachweise
Fußnoten
- Vgl. Landau, Ritterburgen IV S. 342 f. – 1317 Februar 7 werden [seine Eltern?] der honestus miles Henricus d. H., die honoranda domina Odegebe, seine Frau, und ihre Söhne Simon und Heinrich genannt, denen Elisabeth, Witwe des Edlen (nobilis) Konrad von Wallenstein das Dorf Ellingshausen verkauft (Urkk., Depositum von Baumbach). – Odegebe wird als Frau Heinrichs und Tochter des Ritters Albert von Brandau bereits 1283 Oktober 21 genannt (Urkk., ebd.). ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 664. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Homberg. ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 658. ↑
- Siehe Anm. 2. ↑
- Urkk., ebd. Hier Ritter genannt. Vgl. auch das Homberger Burglehnsverzeichnis Landgraf Heinrichs II. in Kopiar 1 Nr. 138 (Druck bei Helbig, Amt Homberg S. 110, hier datiert [1338–1350]). ↑
- Urkk., Depositum von Baumbach. ↑
- Kopiar 1 Nr. 137. ↑
- Helbig, Amt Homberg S. 144. – 1343 Januar 5 und Juni 3 wird er advocatus genannt (Franz, Haina II Nrr. 519, 522 und Urkk., Gen.-Rep. Homberg). ↑
- Er übt möglicherweise schon 1331 Ratsfunktionen aus (siehe Nr. 3107 Anm. 1 [Dietrich von Uschlag]) Über Thammo von Elnhausen s. d. Da Simon ihm in den großen Homberger Burglehen nachfolgt, war er wohl Amtsnachfolger Thammos. Über weitere Beziehungen zu dessen Familie vgl. Anm. 16. ↑
- Urkk., Grafschaft Ziegenhain. ↑
- Kuchenbecker, Erbhofämter S. 105. ↑
- Otto, Mainzer Regg. Nr. 5455. ↑
- Ebd. Nr. 5987 und Vigener, Mainzer Regg. Nrr. 129, 134, 373. ↑
- Vigener, Mainzer Regg. Nrr. 551, 1151. ↑
- 1343 Januar 5 schlichtet er zusammen mit Ludwig von Baumbach einen Streit zwischen Stift Hersfeld und Kloster Haina (Franz, Haina II Nrr. 519, 522) und 1356 November 9 zusammen mit dem Borkener Pfarrer Hermann von Elnhausen und dem Braacher Pfarrer Johann [von Schorheim] einen Streit zwischen den Brüdern Johann und Hermann von Cappel und den Kindern und Erben des † [Kasseler Amtmannes] Eckebrecht vonGrifte. ↑
- Urkk., Verträge mit Paderborn. ↑
- Urkk., landgräfliche Ehesachen. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Homberg. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Homberg. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 385, Nr. 1330
- Franz (Bearb.), Kloster Haina. Regesten und Urkunden, Bd. 2: 1300–1560 (1648), Marburg 1970
- Otto, Regesten der Erzbischöfe von Mainz von 1289–1396, Abt. 1: 1289–1353. Bd. 2: 1328–1353, Leipzig 1935
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 109
- Grotefend/Rosenfeld, Regesten der Landgrafen von Hessen, Bd. 1: 1247–1328, Marburg 1929
- Landau, Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Bd. 4, Kassel 1839
- Vigener, Regesten der Erzbischöfe von Mainz von 1289–1396, Abt. 2: 1354–1396, Bd. 1: 1354–1371, Leipzig 1913
- Kuchenbecker, Gegründete Abhandlung von denen Erb-Hof-Aemtern der Landgrafschaft Hessen, Marburg 1744
- Helbig, Das Amt Homberg an der Efze. Ursprung und Entwicklung, Marburg 1938
Weblinks
Nachnutzung
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Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Homberg, Simon von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20840_homberg-simon-von> (aufgerufen am 11.04.2026)
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