Homberg, Rentwig von
Andere Namen
Weitere Namen
Hohenberg, Rentwig%von
Familie
Verwandte
- Homberg, Hartmann von <Bruder>
- Homberg, Ruthard von <Bruder>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Wird 1162 in einer Hersfelder Urkunde als R. de Hohenberg erwähnt1, was die Existenz der Burg voraussetzt, als deren Erbauer und Herr er zu gelten hat2. 1170 wird er noch als Hersfelder Ministeriale genannt3, nicht aber mehr 11844. 1186 bezeugt er eine Urkunde des Hersfelder Abtes Siegfried in der merkwürdigen Zwitter- und Übergangsposition als Freier und Vasall des Abtes5. 1189 erscheint er unter den Zeugen Landgraf Ludwigs III. von Thüringen6 und 1192 unter dessen Freien7. Er hat also in der Zwischenzeit – und zwar vor 1189, wahrscheinlich z. Zt. des thüringisch-mainzischen Krieges 11868 – seinen Übertritt zu Landgraf Ludwig vollzogen und diesem wahrscheinlich seine Burg Homberg eingebracht9. Der Landgraf hat ihm offensichtlich eine überragende Position in Niederhessen eingeräumt, denn 1189 nimmt Rentwig das Kloster Kappel in seinen Schutz10 und vertritt im gleichen Jahr den Landgrafen in dessen Vogtei über das Fritzlarer Petersstift11, so daß er vielleicht auch die anderen landgräflich thüringischen Klostervogteien in Hessen verwaltet hat12. Damit hatte Rentwig für sich und seine Familie in der Verwaltung der Landgrafschaft eine Stellung begründet, die bis ins 14. Jahrhundert nachgewirkt hat13.
Wird 1162 in einer Hersfelder Urkunde als R. de Hohenberg erwähnt1, was die Existenz der Burg voraussetzt, als deren Erbauer und Herr er zu gelten hat2. 1170 wird er noch als Hersfelder Ministeriale genannt3, nicht aber mehr 11844. 1186 bezeugt er eine Urkunde des Hersfelder Abtes Siegfried in der merkwürdigen Zwitter- und Übergangsposition als Freier und Vasall des Abtes5. 1189 erscheint er unter den Zeugen Landgraf Ludwigs III. von Thüringen6 und 1192 unter dessen Freien7. Er hat also in der Zwischenzeit – und zwar vor 1189, wahrscheinlich z. Zt. des thüringisch-mainzischen Krieges 11868 – seinen Übertritt zu Landgraf Ludwig vollzogen und diesem wahrscheinlich seine Burg Homberg eingebracht9. Der Landgraf hat ihm offensichtlich eine überragende Position in Niederhessen eingeräumt, denn 1189 nimmt Rentwig das Kloster Kappel in seinen Schutz10 und vertritt im gleichen Jahr den Landgrafen in dessen Vogtei über das Fritzlarer Petersstift11, so daß er vielleicht auch die anderen landgräflich thüringischen Klostervogteien in Hessen verwaltet hat12. Damit hatte Rentwig für sich und seine Familie in der Verwaltung der Landgrafschaft eine Stellung begründet, die bis ins 14. Jahrhundert nachgewirkt hat13.
Nachweise
Fußnoten
- Wenck, Hessische Geschichte III UB Nr. 76. ↑
- Vgl. Helbig, Amt Homberg S. 37 f. ↑
- Dobenecker, Reg. Thur. II Nr. 415. ↑
- Ebd. Nr. 698. Auch hier handelt es sich um eine Urkunde des Hersfelder Abtes Siegfried. ↑
- Ebd. Nr. 758. ↑
- Ebd. Nr. 831. ↑
- Ebd. Nr. 897. Mit ihm zusammen wird Burkhard von Homberg genannt, während 1195 als Brüder Rentwigs Hartmann und Ruthard bezeugt sind (ebd. Nr. 991). ↑
- Über ihn sind wir durch die Erfurter St. Peterschronik unterrichtet. Der Erzbischof befestigte damals den Heiligenberg, eine Maßnahme, die ihren Sinn erst dadurch erhält, wenn man sie als Gegenzug und Gegenposition gegen den benachbarten, nunmehr thüringischen Homberg auffaßt. Der gleiche Vorteil der Straßenlage, die Homberg auszeichnet (darüber Helbig a.a.O.) trifft auch für Grünberg zu, wo sich der Landgraf eben damals auch eine Burg schuf, die in den künftigen Auseinandersetzungen mit Mainz noch eine bedeutende Rolle spielen sollte. ↑
- Siehe Anm 2. ↑
- Dobenecker, Reg. Thur. II Nr. 834. ↑
- Ebd. Nr. 831. ↑
- Dazu vgl. Demandt, Hessische Geschichte. ↑
- 1972 S. 171 f. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 384, Nr. 1329.
- Otto Dobenecker, Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae, Bd. 2: 1152–1227, Jena 1900
- Helbig, Das Amt Homberg an der Efze. Ursprung und Entwicklung, Marburg 1938
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Homberg, Rentwig von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20839_homberg-rentwig-von> (aufgerufen am 21.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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