Holzsattel, Hans der Jüngere
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Marschall Landgraf Wilhelms I. 1485 August 301, 1486 Juli 192, 1487 Juni 163. Als solcher gehört er 1487 Mai 16 zu den Vermittlern der Landesteilung Niederhessens zwischen den Landgrafen Wilhelm I. und Wilhelm II.4. 1492 Juli 23 bekundet Landgraf Wilhelm I. folgendes: nachdem ihm bei der Landesteilung mit seinem Bruder Wilhelm I. Wolfhagen zugefallen ist, wollte er von dem dortigen Amtmann dessen Amtsverschreibung von Landgraf Wilhelm I. ablösen. Dieser weigerte sich jedoch die Urkunde herauszugeben, weil nach seiner Meinung eine einfache Ablösung der Verschreibung nicht genüge. Der Landgraf erklärt sich nunmehr mit ihrer Hinterlegung beim Rat der Stadt Homberg/E. einverstanden, bis durch vier landgräfliche Räte eine rechtliche Erkenntnis über die beiderseitigen Verpflichtungen erfolgt ist5. 1492 August 21 erklärt sich Landgraf Wilhelm II. gegenüber dem Marburger Deutschen Hause für die 580 fl. verbindlich, wegen derer sich die Stadt Wolfhagen dem Deutschen Hause für Hans Holzsattel verschrieben hatte, und zwar gemäß dem Schadlosbrief, den der Landgraf der Stadt darüber gegeben hat6. [Anfang 1493] beabsichtigt Landgraf Wilhelm II. Ritter Hans Holzsattel zum lebenslänglichen Amtmann in Wolfhagen mit 5 Pferden zu bestellen, jedoch unter Berücksichtigung seiner Dienstverpflichtungen gegenüber dem Erzbischof [Hermann] von Köln, in dessen Dienst er noch 1492 Juli nachgewiesen ist7. Für die Wolfhagener Amtsstellung soll er erhalten: 45 Vt. Korn, 110 MI. Hafer, 24 MI. Gerste, 1 Vt. Erbsen, 1 Vt. Mohn (slasal), 1 Vt. Salz, 40 Schafskäse, 5 Kühe, 18 Vt. Hopfen, 7 Hämmel, 25 Hühner und 25 Michaelishähne, das Recht 5 Schweine zu mästen, 6 fl. für Fastenspeise, 5 fl. für Beschlag, 8 Fd. Heu, Brennholz wie bisher üblich und Stroh und Spreu nach Bedarf. Doch ist diese Bestallung offenbar wegen des Todes von Holzsattel nicht mehr wirksam geworden8.
Ritter, Marschall Landgraf Wilhelms I. 1485 August 301, 1486 Juli 192, 1487 Juni 163. Als solcher gehört er 1487 Mai 16 zu den Vermittlern der Landesteilung Niederhessens zwischen den Landgrafen Wilhelm I. und Wilhelm II.4. 1492 Juli 23 bekundet Landgraf Wilhelm I. folgendes: nachdem ihm bei der Landesteilung mit seinem Bruder Wilhelm I. Wolfhagen zugefallen ist, wollte er von dem dortigen Amtmann dessen Amtsverschreibung von Landgraf Wilhelm I. ablösen. Dieser weigerte sich jedoch die Urkunde herauszugeben, weil nach seiner Meinung eine einfache Ablösung der Verschreibung nicht genüge. Der Landgraf erklärt sich nunmehr mit ihrer Hinterlegung beim Rat der Stadt Homberg/E. einverstanden, bis durch vier landgräfliche Räte eine rechtliche Erkenntnis über die beiderseitigen Verpflichtungen erfolgt ist5. 1492 August 21 erklärt sich Landgraf Wilhelm II. gegenüber dem Marburger Deutschen Hause für die 580 fl. verbindlich, wegen derer sich die Stadt Wolfhagen dem Deutschen Hause für Hans Holzsattel verschrieben hatte, und zwar gemäß dem Schadlosbrief, den der Landgraf der Stadt darüber gegeben hat6. [Anfang 1493] beabsichtigt Landgraf Wilhelm II. Ritter Hans Holzsattel zum lebenslänglichen Amtmann in Wolfhagen mit 5 Pferden zu bestellen, jedoch unter Berücksichtigung seiner Dienstverpflichtungen gegenüber dem Erzbischof [Hermann] von Köln, in dessen Dienst er noch 1492 Juli nachgewiesen ist7. Für die Wolfhagener Amtsstellung soll er erhalten: 45 Vt. Korn, 110 MI. Hafer, 24 MI. Gerste, 1 Vt. Erbsen, 1 Vt. Mohn (slasal), 1 Vt. Salz, 40 Schafskäse, 5 Kühe, 18 Vt. Hopfen, 7 Hämmel, 25 Hühner und 25 Michaelishähne, das Recht 5 Schweine zu mästen, 6 fl. für Fastenspeise, 5 fl. für Beschlag, 8 Fd. Heu, Brennholz wie bisher üblich und Stroh und Spreu nach Bedarf. Doch ist diese Bestallung offenbar wegen des Todes von Holzsattel nicht mehr wirksam geworden8.
Nachweise
Fußnoten
- Rechn. I, Grebenstein (54/10 Bl. 7v.). – Diese Position setzt eine längere Dienstzeit voraus. Da sie sich in Hessen nicht nachweisen läßt, muß sie auswärts erfolgt sein, vermutlich in kurkölnischen Diensten (siehe unten unter Nr. 1317). ↑
- Rechn. I, Bilstein (28/6 Bl. 31). ↑
- Urkk., Samtarchiv Schublade 76 Nr. 42 (Erbeinung von Oberkaufungen). ↑
- Best. 2 II Landesherrschaft: Landgrafen Wilhelm I und I. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Wolfhagen. ↑
- Zwei revidierte Konzepte und eine Ausführung in Urkunde, Gen.-Rep. Wolfhagen. ↑
- Landgräfliche Schreiben gehen an ihn von Spangenberg nach Bonn und weiter nach Köln (Rechn. I, Spangenberg 100/7 Bl. 78v). ↑
- Undatiertes Konzept in Urkk., Bestallungen. Seine Ausführung ist bisher nicht nachgewiesen und auch nicht wahrscheinlich, denn im Frühsommer wird der Schultheiß von Treysa auf Befehl des Kaspar von Berlepsch und des Hans von Dörnberg nach Kassel geschickt: und sulde die worheyt erfarn, abe her Hans Holtzsadel toyt were adyr nicht (Rechn. I, Treysa 110/10 Bl. 15v.). ↑
Quellen
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Holzsattel, Hans der Jüngere“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20816_holzsattel-hans-der-juengere> (aufgerufen am 14.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/20816