Holzheim, Wittekind von
belegt seit
9.2.1254 belegt bis
17.8.1286 Beruf
Ritter, Schultheiß, Amtmann, Burgmann, Landfriedensrichter, Schiedsmann GND-Explorer
1395410488Wirken
Funktion
- Homberg (Efze), Schultheiß, 1255-1262
Lebensorte
Homberg (Efze)
Familie
Partner
- Elben, N.N., Schwester der Brüder Dietrich und Konrad von Elben
- N.N., Bertha
Verwandte
Altenburg, Gertrud von <Tochter>, verheiratet am 29.3.1291 mit Reinhard von Altenburg
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, seit 1254 Februar 9 in Homberg/E. nachweisbar1. 1254 Oktober 7 Bürge der Landgräfin Sophie gegenüber Herzog Albrecht von Braunschweig für die Mitgift ihrer Tochter Elisabeth, dessen Gemahlin2. Schultheiß in Homberg 1255 Juni 273, 1256 s. d.4, 1259 Juni 295, 1262 Februar 106. Er datiert 1263 s. d. eine Homberger Urkunde in diebus discordie domini Wernheri archiepiscopi Maguntinensis et domine Sophie landgravie quondam ducisse Brabantie et filii sui domini Henrici7. Im Langsdorfer Frieden zwischen Mainz und Hessen von 1263 September 10 wird er von landgräflichen Seite gegenüber dem Erzbischof als Bürge benannt8, aber 1273 Mai 21 von diesem als Amtmann Landgraf Heinrichs I. erneut mit dem Bann belegt9. Er gehörte der Homberger Burgmannschaft an10 und ist 1275 April 1 zusammen mit Graf Albert von Wallenstein Landfriedensrichter in (Nieder-)Hessen (executor pacis et treugarum per Hassiam)11. In der Einung zwischen Landgraf Heinrich I. und Erzbischof Werner von Mainz von 1278 Juni 3 wird er vom Landgrafen als Schiedsmann eingesetzt12 und ebenso 1286 August 17 für das Gebiet um Fritzlar (= Niederhessen)13. – Er war Schwestermann der Brüder Dietrich und Konrad von Elben und in zweiter Ehe verheiratet mit einer Bertha14.
Ritter, seit 1254 Februar 9 in Homberg/E. nachweisbar1. 1254 Oktober 7 Bürge der Landgräfin Sophie gegenüber Herzog Albrecht von Braunschweig für die Mitgift ihrer Tochter Elisabeth, dessen Gemahlin2. Schultheiß in Homberg 1255 Juni 273, 1256 s. d.4, 1259 Juni 295, 1262 Februar 106. Er datiert 1263 s. d. eine Homberger Urkunde in diebus discordie domini Wernheri archiepiscopi Maguntinensis et domine Sophie landgravie quondam ducisse Brabantie et filii sui domini Henrici7. Im Langsdorfer Frieden zwischen Mainz und Hessen von 1263 September 10 wird er von landgräflichen Seite gegenüber dem Erzbischof als Bürge benannt8, aber 1273 Mai 21 von diesem als Amtmann Landgraf Heinrichs I. erneut mit dem Bann belegt9. Er gehörte der Homberger Burgmannschaft an10 und ist 1275 April 1 zusammen mit Graf Albert von Wallenstein Landfriedensrichter in (Nieder-)Hessen (executor pacis et treugarum per Hassiam)11. In der Einung zwischen Landgraf Heinrich I. und Erzbischof Werner von Mainz von 1278 Juni 3 wird er vom Landgrafen als Schiedsmann eingesetzt12 und ebenso 1286 August 17 für das Gebiet um Fritzlar (= Niederhessen)13. – Er war Schwestermann der Brüder Dietrich und Konrad von Elben und in zweiter Ehe verheiratet mit einer Bertha14.
Nachweise
Fußnoten
- Franz, Haina I Nr. 219. ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 50. ↑
- Franz, Haina I Nr. 250. ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 53. ↑
- Ebd. Nr. 303. ↑
- Urkk., Kloster Kappel. – Noch 1263 s.d. siegelt er mit der Stadt Homberg gemeinsam (wie schon 1259 März 9 und 1261 Juli 5), sodaß er damals wohl noch die gleiche amtliche Stellung innehatte. Neben ihm wird 1261 Juli 5 der Vizeschultheiß Heinrich genannt. ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 73. ↑
- Ebd. Nr. 76. ↑
- Ebd. Nr. 172. Er scheint 1262/63 vom Schultheißen zum Amtmann in Homberg übergewechselt zu sein (vgl. Anm. 6), war Amtmann vielleicht schon 1262 April 12 (Franz, Haina I Nr. 369). Doch wird er ausdrücklich erst 1273 s. d. so genannt (Urkk., Kloster Kappel). ↑
- Franz, Haina I Nrr. 393, 434 (1263–65). ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 184. ↑
- Ebd. Nr. 218. ↑
- Ebd. Nr. 266. ↑
- Franz, Haina I Nr. 569, wo er Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 148 in Anm. 1 korrigiert. Wittekind wird in dieser Urkunde von den Brüdern von Elben nicht als verstorben, sondern als ihr ehemaliger Schwager (quondam sororius) bezeichnet, weil seine erste Frau, die Schwester der gen. Brüder von Elben, verstorben war. Die zweite Ehefrau Wittekinds wird 1286 Dezember 15 genannt (Franz, Haina I Nr. 755). – Wittekinds Tochter Gertrud war 1291 März 29 mit Reinhard von Altenburg verheiratet (Wyß, DO-UB I Nr. 527). ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 376, Nr. 1308
- Franz (Bearb.), Kloster Haina. Regesten und Urkunden, Bd. 1: 1144–1300, Marburg 1962
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 108
- Grotefend/Rosenfeld, Regesten der Landgrafen von Hessen, Bd. 1: 1247–1328, Marburg 1929
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1: Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 1: 1207–1299, Leipzig 1879
Weblinks
- Landgrafen-Regesten online Nr. 58
- Landgrafen-Regesten online Nr. 61
- Landgrafen-Regesten online Nr. 84
- Landgrafen-Regesten online Nr. 88
- Landgrafen-Regesten online Nr. 163
- Landgrafen-Regesten online Nr. 187
- Landgrafen-Regesten online Nr. 199
- Landgrafen-Regesten online Nr. 234
- Landgrafen-Regesten online Nr. 288
- Landgrafen-Regesten online Nr. 325
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Holzheim, Wittekind von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20810_holzheim-wittekind-von> (aufgerufen am 18.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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