Holzheim, Wittekind von
Wirken
Lebensorte
Homberg (Efze)
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, in Homberg/E. genannt [um 1230]1, begleitet Ende 1231 Landgraf Konrad IV. von Thüringen, als dieser die Stadt Landsberg zerstört2, bezeugt 1233 November 25 den in Marburg getroffenen Vergleich Landgraf Konrads IV. von Thüringen mit den Grafen Gottfried und Berthold von Ziegenhain wegen des Besitzes seines Vatersbruder Friedrich von Wildungen in Ziegenhain, Treysa und Staufenberg und das auf Grund dessen geschlossene Bündnis zwischen Landgraf und Grafen3. Wie um 1230 gehört Wittekind auch 1238 September 28 sicher der Homberger Burgmannschaft an4 und hat 1241 gemäß einer in Homberg/E. ausgestellten Urkunde die Vogtei in Mardorf inne5. Ob er zum Kreis der landgräflich thüringischen Amtsträger in Niederhessen gehört hat, ist allerdings nicht sicher, weil er nach Ausweis der Mainzer Heberolle aus den 40er Jahren des 13. Jahrhunderts auch sehr umfangreiche Einkünfte in Densberg und Werkel als erzbischöflich-mainzisches Burglehen in Fritzlar innehat6 und hier in Fritzlar schon 1220 Juni 17 und noch 1243 Juli 10 als Zeuge auftritt7.
Ritter, in Homberg/E. genannt [um 1230]1, begleitet Ende 1231 Landgraf Konrad IV. von Thüringen, als dieser die Stadt Landsberg zerstört2, bezeugt 1233 November 25 den in Marburg getroffenen Vergleich Landgraf Konrads IV. von Thüringen mit den Grafen Gottfried und Berthold von Ziegenhain wegen des Besitzes seines Vatersbruder Friedrich von Wildungen in Ziegenhain, Treysa und Staufenberg und das auf Grund dessen geschlossene Bündnis zwischen Landgraf und Grafen3. Wie um 1230 gehört Wittekind auch 1238 September 28 sicher der Homberger Burgmannschaft an4 und hat 1241 gemäß einer in Homberg/E. ausgestellten Urkunde die Vogtei in Mardorf inne5. Ob er zum Kreis der landgräflich thüringischen Amtsträger in Niederhessen gehört hat, ist allerdings nicht sicher, weil er nach Ausweis der Mainzer Heberolle aus den 40er Jahren des 13. Jahrhunderts auch sehr umfangreiche Einkünfte in Densberg und Werkel als erzbischöflich-mainzisches Burglehen in Fritzlar innehat6 und hier in Fritzlar schon 1220 Juni 17 und noch 1243 Juli 10 als Zeuge auftritt7.
Nachweise
Fußnoten
- Franz, Haina I Nr. 56. – Vgl. auch Eckhardt, Margarethe von Hessen (HJL 20, 1970) S. 172. Er weist ihn der Ziegenhainer Ministerialität zu. ↑
- G. Schenk zu Schweinsberg in QHV IV, 1910 S. 274 ff. ↑
- Dobenecker, Reg. Thur. III Nr. 369. ↑
- Franz, Haina I Nr. 100. Vgl. dazu Eckhardt a.a.O. ↑
- Ebd. I Nr. 131. ↑
- Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 27. ↑
- Wyß, DO-UB I Nrr. 9, 72. Im letzteren Falle wird er zusammen mit Konrad von Elben als Zeuge genannt. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 375, Nr. 1307
- Eckhardt, Margarethe von Hessen, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 20 (1970), S. 143-205
- Franz (Bearb.), Kloster Haina. Regesten und Urkunden, Bd. 1: 1144–1300, Marburg 1962
- Demandt (Bearb.), Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Fritzlar im Mittelalter, Marburg 1939
- Otto Dobenecker, Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae, Bd. 3: 1228–1266, Jena 1925
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1: Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 1: 1207–1299, Leipzig 1879
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Holzheim, Wittekind von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20809_holzheim-wittekind-von> (aufgerufen am 10.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/20809