Hohenfels, Volpert von
belegt seit
1296 belegt bis
16.10.1336 Beruf
Ritter, Schultheiß, Amtmann, Wäppner GND-Explorer
1395141126Andere Namen
Weitere Namen
Hohenfels gen. Hosechin, Volpert%von
Hohenfels gen. Hosekin, Volpert%von
Wirken
Funktion
- Grünberg, Schultheiß, 1316
Lebensorte
Grünberg
Familie
Partner
N.N., Amabilia
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter1, muß bereits bei der Landesteilung Landgraf Heinrichs I. unter seine Söhne Johann und Otto 1296 zugegen gewesen sein2. 1313 Februar 22 verschreibt Landgraf Otto Volperts Frau Mabilia 10 Pfd. jährlich aus Frankenau bis zur Abtragung von 100 Mark kölnischer Pfge.3 1314 November 18 ist Volpert Bürge Landgraf Ottos gegenüber dem Deutschmeister Eberhard von Sulzberg, der Otto 50 Mark Silber geliehen hat4. Schultheiß zu Grünberg 1316 März 315, Schultheiß zu Frankenberg 1318 Mai 146; 1318 August 297 und [um 1320] ist er landgräflicher Amtmann (officiatus) im Land an der Lahn8. 1322 August 9 verpflichtet er sich dem mainzischen Elekten Matthias, dessen Burgmann er geworden ist, mit der Burg Blankenstein, die er zusammen mit Heinrich gen. Kalb von Landgraf Otto als Pfand besitzt, gegen jedermann zu dienen8. 1324 November 11 beschwört er mit anderen vor den Schiedsleuten zwischen Erzbischof Matthias von Mainz und Landgraf Otto die Teilung Hessens von 12969, ist 1324 Dezember 18 auf dem von Erzbischof Matthias gegen Landgraf Otto zu Olm angesetzten Tag (wegen der mainzischen Lehen des Landgrafen), vom Erzbischof dorthin berufen10 und ist Zeuge des mainzischen Manngerichtes zu Olm gegen Landgraf Otto, das diesem die mainzischen Lehen in Hessen 1325 Januar 2 aberkennt11. 1329 Februar 14 bekundet Volpert, daß ihm Graf Heinrich von Waldeck auf die Rechnung, die er seinetwegen vor Landgraf Heinrich I. ablegt, 785 Mark vergütet hat12, ist 1330 Juli 13 zusammen mit Thiele von Elben (Pfand)Inhaber von Burg und Stadt Gudensberg13 und erhält 1331 Juli 29 zusammen mit seiner Frau Amabilia und der von ihnen gezeugten Erben das Amt Frankenberg mitsamt den Gütern Siegfried Frilings, in deren Besitz sich Volpert im Namen des Landgrafen gesetzt hat, wofür Volpert dem Landgrafen 500 Mark gezahlt hat. Wenn es Siegfried gelingen sollte, auf rechtlichem Wege oder auf Grund gütlichen Vergleichs seine Güter zurückzugewinnen, soll Volpert von der Stadt Frankenberg solange 60 Pfd. Heller jährlich erhalten, bis ihm die 500 Mark erstattet sind14. 1332 Juni 3 wird er in der Einung zwischen Landgraf Heinrich II. und Graf Heinrich von Waldeck von beiden als Obermann eingesetzt15 und verbürgt 1336 Oktober 16 für den genannten Grafen den Brautschatz von dessen Tochter gegenüber Graf Johann von Nassau16. – Volpert war verheiratet mit Amabilia, Tochter Wittekinds, Vogt von Keseberg17, der ihre Kinder18 vor 1325 März 15 adoptiert hatte19.
Ritter1, muß bereits bei der Landesteilung Landgraf Heinrichs I. unter seine Söhne Johann und Otto 1296 zugegen gewesen sein2. 1313 Februar 22 verschreibt Landgraf Otto Volperts Frau Mabilia 10 Pfd. jährlich aus Frankenau bis zur Abtragung von 100 Mark kölnischer Pfge.3 1314 November 18 ist Volpert Bürge Landgraf Ottos gegenüber dem Deutschmeister Eberhard von Sulzberg, der Otto 50 Mark Silber geliehen hat4. Schultheiß zu Grünberg 1316 März 315, Schultheiß zu Frankenberg 1318 Mai 146; 1318 August 297 und [um 1320] ist er landgräflicher Amtmann (officiatus) im Land an der Lahn8. 1322 August 9 verpflichtet er sich dem mainzischen Elekten Matthias, dessen Burgmann er geworden ist, mit der Burg Blankenstein, die er zusammen mit Heinrich gen. Kalb von Landgraf Otto als Pfand besitzt, gegen jedermann zu dienen8. 1324 November 11 beschwört er mit anderen vor den Schiedsleuten zwischen Erzbischof Matthias von Mainz und Landgraf Otto die Teilung Hessens von 12969, ist 1324 Dezember 18 auf dem von Erzbischof Matthias gegen Landgraf Otto zu Olm angesetzten Tag (wegen der mainzischen Lehen des Landgrafen), vom Erzbischof dorthin berufen10 und ist Zeuge des mainzischen Manngerichtes zu Olm gegen Landgraf Otto, das diesem die mainzischen Lehen in Hessen 1325 Januar 2 aberkennt11. 1329 Februar 14 bekundet Volpert, daß ihm Graf Heinrich von Waldeck auf die Rechnung, die er seinetwegen vor Landgraf Heinrich I. ablegt, 785 Mark vergütet hat12, ist 1330 Juli 13 zusammen mit Thiele von Elben (Pfand)Inhaber von Burg und Stadt Gudensberg13 und erhält 1331 Juli 29 zusammen mit seiner Frau Amabilia und der von ihnen gezeugten Erben das Amt Frankenberg mitsamt den Gütern Siegfried Frilings, in deren Besitz sich Volpert im Namen des Landgrafen gesetzt hat, wofür Volpert dem Landgrafen 500 Mark gezahlt hat. Wenn es Siegfried gelingen sollte, auf rechtlichem Wege oder auf Grund gütlichen Vergleichs seine Güter zurückzugewinnen, soll Volpert von der Stadt Frankenberg solange 60 Pfd. Heller jährlich erhalten, bis ihm die 500 Mark erstattet sind14. 1332 Juni 3 wird er in der Einung zwischen Landgraf Heinrich II. und Graf Heinrich von Waldeck von beiden als Obermann eingesetzt15 und verbürgt 1336 Oktober 16 für den genannten Grafen den Brautschatz von dessen Tochter gegenüber Graf Johann von Nassau16. – Volpert war verheiratet mit Amabilia, Tochter Wittekinds, Vogt von Keseberg17, der ihre Kinder18 vor 1325 März 15 adoptiert hatte19.
Nachweise
Fußnoten
- 1313 Februar 22 ist er noch Wäppner, wird aber als armiger imperialis bezeichnet (Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 567). ↑
- Das ergibt sich aus seiner unten genannten Eidesleistung von 1324 November 11. (Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 651). ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 567. ↑
- Wyß, DO-UB II Nr. 263. ↑
- Heldmann, Viermünden (ZHG 30, 1895) Nr. 20, Anhang S. 245. ↑
- Baur, Arnsburger UB Nr. 484. ↑
- Kopp, Nachricht I Beilage Nr. 64. ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 651: officiatus domini lantgravii in partibus superioribus. ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 651: officiatus domini lantgravii in partibus superioribus. ↑
- Ebd. Nr. 672. ↑
- Ebd. Nr. 726 Z. ↑
- Ebd. Nrr. 729, 729 Z. ↑
- Urkk., Waldecker Urkk. Nr. 2789. ↑
- Urkk., Waldecker Urkk. Nr. 11282. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Frankenberg. ↑
- Urkk., Waldecker Urkk. Nr. 11285. ↑
- Heldmann a.a.O. S. 258 Nr. 87. ↑
- Genannt 1313 Februar 22 (Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 567) und 1326 Dezember 12 (Heldmann a. a. O. S. 255 Nr. 69 mit Druckfehler: Manilia) und noch 1345 Januar 21 (ebd. S. 263 Nr. 103). ↑
- Als Kinder werden 1332 März 15 genannt: Kraft und Wittekind, Katharina, Elisabeth und Jutta (ebd. S. 256 Nr. 74). ↑
- Heldmann a.a.O. S. 254 Nr. 67. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 364, Nr. 1270
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 105
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1; Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 2: 1300–1359, Leipzig 1884
- Grotefend/Rosenfeld, Regesten der Landgrafen von Hessen, Bd. 1: 1247–1328, Marburg 1929
- Baur, Urkundenbuch des Klosters Arnsburg in der Wetterau, Darmstadt 1851
- Carl Philipp Kopps … ausführliche Nachricht von der ältern und neuern Verfassung der Geistlichen und Civil-Gerichten in den Fürstlich-Hessen-Casselischen Landen, Cassel 1769
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„Hohenfels, Volpert von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20770_hohenfels-volpert-von> (aufgerufen am 21.04.2026)
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