Herdegen, Johann

 
belegt seit
1437
belegt bis
1467
Beruf
Kanoniker, Notar, Rat
Titel
Dr. jur. can.
GND-Explorer
1394746814

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Von Kassel1, zum Wintersemester 1437 in Erfurt immatrikuliert2, Wormser Kanoniker3 und Inhaber der Pfarrkirche St. Clemens in Aue bei Eschwege4. Öffentlicher Notar in Fritzlar 1438 Dezember 95, kaiserlicher Notar in Kassel 1441 März 206, 1448 April 277, Dr. jur. can. und wahrscheinlich dieselbe Persönlichkeit, die in den Jahren 1458 bis 1462 öfter als Doktor schlechthin (m. gn. h. doctor) im Dienst Landgraf Ludwigs I. [als Rat] vorkommt8 und darin mit Namen genannt wird 1461 Januar 21, als er eine Werbung (gewerp) an den Homberger Rat überbringt9 und 1461 Dezember 28, als er zusammen mit Ritter Sittich von Berlepsch wegen des Vertrages zwischen Erzbischof Adolf von Mainz und Landgraf Ludwig II. über die Verpfändung der mainzischen Städte und Schlösser Schöneberg, Hofgeismar, Duderstadt und Gieboldehausen für 14000 fl. an den Landgrafen verhandelt10. Im Oktober 1462 reitet er in Angelegenheiten des jungen Landgraf Hermann nach Erfurt11 und begleitet ihn als dessen Hofmeister (paedagogus) auf die Universität Köln, wo Hermann 1462 November 4/5 immatrikuliert wird12. 1464 März 14 ist er (wieder) in Marburg13. Dort nennt ihn Landgraf Hermann 1465 September 14 seinen Heimlichen14. Hier wird er Ende 1467 zuletzt erwähnt15.

Nachweise

Fußnoten

  1. Es gab im 14. und 15. Jahrhundert im niederhessischen Gebiet Familien dieses Namens in Immenhausen, Kassel, Fritzlar und an anderen Orten (vgl. Schultze, Kasseler Klöster, Register und Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen, Register). Von ihren Angehörigen haben im 15. Jahrhundert mehrere studiert (siehe Gundlach III S. 96 und Heldmann, Akadem. Fritzlar in ZHG 56, 1927 S. 424). Dazu dürfte auch der im Wintersemester 1467 in Erfurt immatrikulierte Johannes Herreden aus Fritzlar gehört haben, denn eine Familie solchen Namens gab es damals in Fritzlar nicht. Der Name wird verhört oder verschrieben worden sein. – Vgl. Nr. 1189 Anm. 1.
  2. Gundlach III S. 96.
  3. Diemar, Köln und Hessen (MOHG NF 8, 1899) S. 38 Nr. 85.
  4. Huyskens, Werraklöster Nr. 145.
  5. v. Roques, Kaufunger UB I Nr. 415 (Jo. Herden publicus notarius).
  6. Schultze, Kasseler Klöster Nr. 971.
  7. Ebd. Nr. 417.
  8. Siehe Anm. 2.
  9. Rechn. I, Homberg (67/11 Bl. 25).
  10. Gundlach, Mainzer Stiftsfehde S. 65.
  11. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (11/3 Bl. 14v.).
  12. Anm. 3.
  13. Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 168.
  14. Best. 105 II, Stift Fritzlar, Korrespondenzen.
  15. Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 221.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Herdegen, Johann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20673_herdegen-johann> (aufgerufen am 22.04.2026)

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