Hatzfeld, Kraft von
Wirken
Lebensorte
Biedenkopf; Wetter (Hessen)
Familie
Verwandte
- Hatzfeld, Guntram von <Sohn>
- Hatzfeld, Kraft von <Sohn>
- Hatzfeld, Wiegand von <Sohn>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, im Dienst Landgraf Heinrichs II. 1370 Juni 251, erhält 1385 November 9 von Landgraf Hermann ein Drittel von Biedenkopf zum Pfand2, schwört 1385 November 15, das was Wiegand von Sichertshausen und Johann von Breidenbach wegen Stadt und Land Biedenkopf urkundlich miteinander ausgemacht haben, getreulich halten zu wollen, da er jetzt mit einem Drittel beteiligt sei3. 1385 Mai 2 verpfändet Erzbischof Adolf von Mainz die mainzische Hälfte von Wetter und die Burg Mellnau an Kraft4. 1387 Oktober 16 bekundet Kraft mit seinen Söhnen Guntram, Kraft und Wiegand, daß ihnen Landgraf Hermann [die hessische Hälfte] des Amtes Wetter für 1130 Pfd. Hlr. versetzt hat5. 1391 Februar 18 bekundet Erzbischof Konrad von Mainz, daß er Ritter Kraft von Hatzfeld und seinen Söhnen Guntram, Kraft und Wiegand, die einen Schuldbrief des Mainzer Stiftes über 1800 fl. verloren haben, wegen ihrer getreuen Dienste 1300 fl. geben wird, wenn das Erzstift Wetter und Mellnau von ihnen auslösen wird6; 1392 November 17 teilen Kraft von Hatzfeld d. Ä. und sein Sohn Kraft d. J. Ritter, Erzbischof Konrad mit, daß ihr Sohn und Bruder Wiegand das ihm übertragene Amt Mellnau an sie übergeben habe, weil er außer Landes reiten wolle7. Auf die Forderungen Krafts gelobt Erzbischof Konrad 1392 Dezember 20 bis zum nächsten 24. Juni 400 fl., 1393 Januar 30 aber bis zum gleichen Termin 800 fl. zurückzuzahlen8.
Ritter, im Dienst Landgraf Heinrichs II. 1370 Juni 251, erhält 1385 November 9 von Landgraf Hermann ein Drittel von Biedenkopf zum Pfand2, schwört 1385 November 15, das was Wiegand von Sichertshausen und Johann von Breidenbach wegen Stadt und Land Biedenkopf urkundlich miteinander ausgemacht haben, getreulich halten zu wollen, da er jetzt mit einem Drittel beteiligt sei3. 1385 Mai 2 verpfändet Erzbischof Adolf von Mainz die mainzische Hälfte von Wetter und die Burg Mellnau an Kraft4. 1387 Oktober 16 bekundet Kraft mit seinen Söhnen Guntram, Kraft und Wiegand, daß ihnen Landgraf Hermann [die hessische Hälfte] des Amtes Wetter für 1130 Pfd. Hlr. versetzt hat5. 1391 Februar 18 bekundet Erzbischof Konrad von Mainz, daß er Ritter Kraft von Hatzfeld und seinen Söhnen Guntram, Kraft und Wiegand, die einen Schuldbrief des Mainzer Stiftes über 1800 fl. verloren haben, wegen ihrer getreuen Dienste 1300 fl. geben wird, wenn das Erzstift Wetter und Mellnau von ihnen auslösen wird6; 1392 November 17 teilen Kraft von Hatzfeld d. Ä. und sein Sohn Kraft d. J. Ritter, Erzbischof Konrad mit, daß ihr Sohn und Bruder Wiegand das ihm übertragene Amt Mellnau an sie übergeben habe, weil er außer Landes reiten wolle7. Auf die Forderungen Krafts gelobt Erzbischof Konrad 1392 Dezember 20 bis zum nächsten 24. Juni 400 fl., 1393 Januar 30 aber bis zum gleichen Termin 800 fl. zurückzuzahlen8.
Nachweise
Fußnoten
- Urkk., Quittungen. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Biedenkopf. ↑
- Ebd. ↑
- Falk, Mainzer Behördenorganisation S. 87. ↑
- Urkk., ebd. Für diese 1130 Pfd. war eine jährliche Rente von 113 Pfd. zu zahlen. Wohl in Zusammenhang damit erklären Kraft und seine Söhne 1387 Oktober 25, daß die ihnen verloren gegangenen Urkunden über Burg- und Mannlehen zu Wetter und Marburg und eine Gülte von 18 fl. aus Ebsdorf ungültig sein sollten, wenn sie wiedergefunden würden (Regest im Gen.-Rep. Marburg). Mit dieser hessischen Pfandschaft an Wetter hatte Kraft die Einbuße wieder gutgemacht, die ihm daraus entstanden war, daß Erzbischof Adolf von Mainz 1387 April 14 die an Kraft verpfändete mainzische Hälfte an Wetter und Melnau in Höhe von 1500 Pfd. wieder eingelöst hatte (Heldmann, Zur älteren Gesch. ... von Wetter und ... Mellnau in ZHG 34, 1901 S. 109). Jedoch machen die folgenden Nachrichten höchst zweifelhaft, ob es tatsächlich zu dieser mainzischen Ablösung gekommen ist, zumal Kraft als mainzischer Amtmann zu Mellnau 1385–87 zu den tätigsten Feinden Landgraf Hermanns gehörte (vgl. Küch, Landgraf Hermann II. (ZHG 29, 1894) S. 52 Nr. 15, S. 54 Nr. 30, S. 56 Nr. 50, 58 usw.). ↑
- StA. Würzburg MIB 12 fol. 49. ↑
- Ebd. MIB 12 fol.148. ↑
- Ebd. MIB 12 fol. 145v., 156. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 312, Nr. 1056.
- Falk, Die Mainzer Behördenorganisation in Hessen und auf dem Eichsfelde bis zum Ende des 14. Jahrhunderts, Marburg 1930
- Küch, Beiträge zur Geschichte des Landgrafen Hermann II. von Hessen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 29 (1894), S. 1-216
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hatzfeld, Kraft von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20553_hatzfeld-kraft-von> (aufgerufen am 21.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/20553