Heller, Hermann
Andere Namen
Weitere Namen
Heller, Hermann Ignatz
Wirken
Werdegang
- 1909 Reifeprüfung am Gymnasium Teschen
- Studium der Rechtswissenschaften und Politischen Wissenschaften an den Universitäten Wien, Graz, Innsbruck und Kiel
- 1914 Kriegsfreiwilliger der österreichischen Armee, Kanonier, später im militärgerichtlichen Dienst
- 1915 Staatsexamen in Graz
- 1916 Promotion zum Dr. jur. in Graz
- 1920 Habilitation für Rechtsphilosophie, Staatslehre und Staatsrecht in Kiel
- 1918-1919 Volksbildungstätigkeit in Leipzig
- 1919 Freundschaft mit Gustav Radbruch in Kiel
- 1919 Mitglied der SPD in Kiel
- 1920 zusammen mit Radbruch Teilnahme am Generalstreik gegen den rechtsextremen Kapp-Putsch
- 1920 Privatdozent in Kiel, auch Tätigkeit an der Volkshochschule in Kiel
- 1921 Umhabilitierung zur Universität Leipzig
- 1922 Leiter des Volksbildungsamtes in Leipzig
- 1926 Referent des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin, Ausländisches Öffentliches Recht für die Schweiz und die USA, Völkerrecht
- 1928 außerordentlicher Professor für Öffentliches Recht in Berlin
- 1928 sechsmonatiger Forschungsaufenthalt in Italien
- 1932 ordentlicher Professor für Öffentliches Recht in Frankfurt am Main
- 1932 Prozessvertreter der preußischen SPD-Landtagsfraktion vor dem Leipziger Reichsgericht im Prozess um die Rechtsmäßigkeit von Papens Preußenschlag vom 20.7.1932
- Anfang 1933 Vorträge an der London School of Economics, von dort keine Rückkehr mehr nach Deutschland
- 4-1933 beurlaubt
- 11.9.1933 aus dem Staatsdienst entlassen gemäß §4 BBG
- 1933 Gastprofessor an der Universität Madrid
- gilt seit den 1960er Jahren als Vater der Politischen Wissenschaft in Deutschland und einer der bedeutendsten Theoretiker des sozialen Rechtsstaats
Lebensorte
Teschen an der Olsa (Mähren); Wien; Graz; Innsbruck; Kiel; Leipzig; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Heller, Joseph, Rechtsanwalt
Mutter
Fischer, Hermine, verwandt mit Josef Redlich, GND, 1869–1936, österreichischer Universitätsprofessor, Rechtshistoriker und Finanzminister
Partner
Falke, Gertrud, (⚭ Kiel 1920) * 22.7.1891, Tänzerin, Tochter des Gustav Falke, GND, 1853–1916, norddeutscher Heimatdichter
Verwandte
Edvardson, Cordelia <Tochter>, * 1.1.1929 München, † 29.10.2012 Stockholm, aus der Verbindung Hellers mit der Schriftstellerin Elisabeth Langgässer, Journalistin, Schriftstellerin
Nachweise
Literatur
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 159 ff.
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
- Neue Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Frankfurter Personenlexikon: Öffnet in neuem Fenster
- Sächsische Biografie: Öffnet in neuem Fenster
- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
- Wikipedia: Öffnet in neuem Fenster
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heller, Hermann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20550_heller-hermann> (aufgerufen am 15.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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