Familie
Vater
Gudensburg, Wilhelm von
Partner
N.N., Adelheid
Verwandte
Gudensburg, Johannes von <Sohn>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Wird 1265 März 16 und 1266 Juni 6 neben dem Landrichter Giso von Gudensberg und dessen Bruder Werner mit anderen als Schiedsmann Landgraf Heinrichs I. in den Landfriedenseinungen zwischen dem Landgrafen und Bischof Simon von Paderborn eingesetzt1. Neben dem Landrichter wird dominus Giso de Gudenburg auch 1267 Januar 19 genannt. Er ist identisch mit dominus Giso de Gudensberg2, der 1273 Juni 20 mit der Stadt Wolfhagen eine Urkunde des Hermannus dictus de Godenspurg besiegelt3. Dieses Siegel des Giso von Gudenburg überliefern auch eine Hainaer Urkunde von 1265 Dezember 84 und mehrere Waldecker Urkunden seit 1252 August 295, in der auch seine Frau Adelheid und ihr Sohn Johannes genannt werden. Giso von Gudenburg dürfte identisch sein mit Giso, Sohn des Wilhelm von Gudenburg, der 1231 Zeuge Landgraf Konrads von Thüringen für Kloster Breitenau ist6 und mit jenem Giso von Gudenburg, der 1236 Januar 1 zusammen mit Wilhelm von Gudenburg als Zeuge in einer Urkunde Erzbischof Siegfrieds von Mainz erscheint7.
Wird 1265 März 16 und 1266 Juni 6 neben dem Landrichter Giso von Gudensberg und dessen Bruder Werner mit anderen als Schiedsmann Landgraf Heinrichs I. in den Landfriedenseinungen zwischen dem Landgrafen und Bischof Simon von Paderborn eingesetzt1. Neben dem Landrichter wird dominus Giso de Gudenburg auch 1267 Januar 19 genannt. Er ist identisch mit dominus Giso de Gudensberg2, der 1273 Juni 20 mit der Stadt Wolfhagen eine Urkunde des Hermannus dictus de Godenspurg besiegelt3. Dieses Siegel des Giso von Gudenburg überliefern auch eine Hainaer Urkunde von 1265 Dezember 84 und mehrere Waldecker Urkunden seit 1252 August 295, in der auch seine Frau Adelheid und ihr Sohn Johannes genannt werden. Giso von Gudenburg dürfte identisch sein mit Giso, Sohn des Wilhelm von Gudenburg, der 1231 Zeuge Landgraf Konrads von Thüringen für Kloster Breitenau ist6 und mit jenem Giso von Gudenburg, der 1236 Januar 1 zusammen mit Wilhelm von Gudenburg als Zeuge in einer Urkunde Erzbischof Siegfrieds von Mainz erscheint7.
Nachweise
Fußnoten
- Grotefend-Rosenfeld LR Nrr. 95, 117. ↑
- Urkk., Kloster Hasungen. Das anhängende Siegel Gisos von Gudenburg zeigt einen achtreihig geschachten Schild, der mit einem damascierten (berankten) Balken belegt ist, stellt also ein ganz anderes Schildbild vor, als das Familienwappensiegel des Landrichters Giso von Gudensberg (siehe dort). Die Umschrift lautet: † SI[GILLVM] GISONIS DE GODENBVRCH. ↑
- Kop. des 16. Jh. im Merxhäuser Kopiar fol. 23 in der Landesbibliothek Kassel. Die Namensverderbung dürfte auf die späte Kopie zurückzuführen sein; typisch ist die Verbindung mit der Stadt Wolfhagen, in deren Nähe die Gudenburgen liegen. Bei Hermann handelt es sich wahrscheinlich um den Neffen des Landrichters, den Sohn seines Bruders Werner (siehe unter Giso von Gudensberg Nr. 951 Anm. 14). ↑
- Franz, Haina I Nr. 453, wo das Siegel beschrieben ist. Die Urkunde ist ausgestellt in Wolfhagen. ↑
- Urkk., Waldecker Urkk. Nr. 2939 (ausgestellt in Wolfhagen) Vgl. ferner Nrr. 2950 u. 2951 (Siegler sind in beiden Fällen: Conradus et Giso fratres milites dicti de Godenberg zum Jahr 1262), desgl. 9254 (zu 1265) und 9256 (zu 1277 September 6). Mit dem Schildbild Gisos stimmt das seines Bruders Konrad völlig überein (belegt Waldecker Urkk. Nr. 9242 zu 1259 März 21); während das zu 1261 Dezember 11 belegte Siegelbild der Wölffe von Gudenburg einen liegenden Maueranker zeigt (Waldecker Urkk. Nr. 9247. Siegler sind: Theodericus et Everhardus fratres milites de Godenburg dicti Lupi). ↑
- Dobenecker, Reg. Thur. III Nr. 239. ↑
- Ebd. III Nr. 592. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 278, Nr. 943.
- Franz (Bearb.), Kloster Haina. Regesten und Urkunden, Bd. 1: 1144–1300, Marburg 1962
- Grotefend/Rosenfeld, Regesten der Landgrafen von Hessen, Bd. 1: 1247–1328, Marburg 1929
- Otto Dobenecker, Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae, Bd. 3: 1228–1266, Jena 1925
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gudenburg, Giso von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20389_gudenburg-giso-von> (aufgerufen am 19.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/20389