Gilsa, Wiegand

 
belegt seit
20.5.1374
belegt bis
1401
Beruf
Ritter, Amtmann
GND-Explorer
1393215998

Andere Namen

Weitere Namen

Gilsa, Wigand von

Wirken

Lebensorte

Großenenglis

Familie

Partner

N.N., Kunigunde

Verwandte

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, erhält 1374 Mai 20 zusammen mit Dietmar Holzsattel für eine Forderung von 250 Mark an die Landgrafen Heinrich II. und Hermann II. Groß- und Kleinenglis zum Pfand1; 1378 April 27 verschreibt ihm Landgraf Hermann für eine Schuldforderung von 238 Pfd. eine Rente von 23 Pfd. aus der Stadt Homberg/E.2; 1379 Dezember 13 Amtmann in Homberg3 und wohl auch 1392 April 174. 1386 Mai 12 ist er Bürge Landgraf Hermanns in dessen Waffenstillstand mit Markgraf Balthasar von Meißen5 und 1387 September 10 desgleichen im Friedensschluß Landgraf Hermanns mit Erzbischof Adolf von Mainz und Herzog Otto von Braunschweig6. 1389 März 19 verschreibt Landgraf Hermann Wiegand und seiner Frau Kunigunde für 300 Pfd. eine Rente von 24 Pfd. je zur Hälfte aus den Ämtern Homberg/E. und Felsberg7. Wiegand gehört zu den landgräflichen frunden, vor denen 1390 März 27 Ritter Eckebrecht von Grifte und Heinrich von Uschlag über die hochverräterischen Beziehungen Kasseler Geschlechter zu Markgraf Balthasar von Meißen, Landgrafen von Thüringen, aussagen8; er ist Mitglied der 1391 September 25 unter dem Protektorat Herzog Ottos von Braunschweig und Landgraf Hermanns von Hessen begründeten Gesellschaft „Mit der Sichel“9 und gehört 1395 August 29 zu den Mannen und Fehdegenossen Landgraf Hermanns10, 1393 August 24 bestimmt ihn Landgraf Hermann in seiner Einung mit Graf Heinrich von Waldeck und dessen Sohn Adolf zum Schiedsmann11 und 1398 März 14 bürgt er für den Landgrafen gegenüber Graf Heinrich von Waldeck gelegentlich der Verpfändung der Stadt Rhoden an Landgraf Hermann für 2000 Mark Silber12. 1400 Januar 13 steht er an der Spitze einer Gruppe von Adeligen, die den Frieden Landgraf Hermanns mit denen von Buchenau vermitteln13. Angeblich Amtmann zu Homberg bis 1396, dann zu Spangenberg 140114.

Nachweise

Fußnoten

  1. Urkk., Gen.-Rep. Englis. – 1371 August 22 wird der Wäppner Johann von Gilsa für seine Verluste im Dienst des † Landgrafen Otto entschädigt (Urkk., Quittungen).
  2. Urkk., Gen.-Rep. Homberg/E.
  3. Urkk., Kloster Kappel. – 1383 November 11 ist ein Hermann von Gilsa Abt des Klosters Breitenau (Urkk., Kloster Breitenau).
  4. An diesem Tage besiegelt er (ohne Amtsbezeichung) eine Urkunde des ehemaligen Homberger Schultheißen und Münzmeisters Hermann Holkese (Urkk., Gen.-Rep. Homberg). Ohne Amtsbezeichnung besiegelt er auch schon 1388 Juni 24 zusammen mit Werner Krengel eine Homberger Urkunde (Urkk., Kloster Kappel).
  5. Cod. Dipl. Saxoniae I B 1 Nr. 177.
  6. Friedensburg, Landgraf Hermann II. (ZHG 21, 1885) Beilage 17.
  7. Urkk., Gen.-Rep. Homberg.
  8. Urkk., Gen.-Rep. Cassel.
  9. Urkk., Samtarchiv Schubl. 52 Nr. 13. – Zur politischen Bedeutung dieses Bundes vgl. Demandt, Corvey S. 165 ff.
  10. Armbrust, Göttingen (ZHG 41, 1908) S. 199 Nr. 49 (Fehdebrief gegen Ritter Ernst von Uslar).
  11. Urkk., Waldecker Urkk. Nr. 11296.
  12. Ebd. Nr. 673.
  13. Urkk., Gen.-Rep. von Buchenau. Hier wird Wiegand als Ritter bezeichnet.
  14. So Gundlach III S. 75 mit der Bemerkung: Nur nach Buttlar!

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Gilsa, Wiegand“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20241_gilsa-wiegand> (aufgerufen am 16.04.2026)

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