Gerstenberg, Wiegand
geboren
1.5.1457 Frankenberg (Eder) gestorben
27.8.1522 Frankenberg (Eder) Beruf
Altarist, Kaplan, Chronist GND-Explorer
11871709XAndere Namen
Weitere Namen
Gerstenberg, gen. Bodenbender, Wiegand
Wirken
Lebensorte
Frankenberg (Eder); Erfurt
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Geb. zu Frankenberg 1457 Mai 1, Student zu Erfurt 1473, danach Altarist in Frankenberg, beginnt 1493 mit seiner Landeschronik von Thüringen und Hessen bis 1247 und von Hessen seit 1247, und tritt zu dieser Zeit in engere, amtliche Beziehungen zum Hofe Landgraf Wilhelms III. in Marburg, dessen Kaplan er wird. Dieser verleiht ihm 1494 April 7 einen Altar auf dem Schlosse Dornberg in der Obergrafschaft und 1497 Januar 10 einen Altar in der Marburger Schloßkapelle, für den er persönliche Residenz verspricht. Aus dem zu erschließenden Zugang zu den landgräflichen Archivalien ist zu entnehmen, daß er seine Landeschronik im amtlichen Auftrage durchgeführt hat. 1495 begleitet er den Landgrafen auf den großen Wormser Reichstag zum Lehnsempfang. Nach dessen frühem Tode zieht sich Gerstenberg nach Frankenberg zurück und schreibt hier die Frankenberger Stadtchronik, doch kommen auch zu Landgraf Wilhelm II. Kontakte zustande, da er landgräflicher Kaplan bleibt und somit weitere geschichtliche Nachrichten der Gegenwart für seine Chronik erhält und verwerten kann. 1515 Februar 8 nimmt er am Begräbnis Landgraf Wilhelms I. in Marburg teil, 1522 August 27 ist er selber in Frankenberg gestorben. Durch seine beiden Chroniken, die die ältere chronikalische Überlieferung aufgenommen und dadurch bewahrt haben, ist er der große mittelalterliche Chronist der Landgrafschaft Hessen geworden, wenn er sich als solcher auch seinem Rang nach nicht mit dem Limburger Chronisten Thielmann Ehlen von Wolfhagen messen kann. Vgl. Diemar, Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg (1909) S. 1 ff.
Geb. zu Frankenberg 1457 Mai 1, Student zu Erfurt 1473, danach Altarist in Frankenberg, beginnt 1493 mit seiner Landeschronik von Thüringen und Hessen bis 1247 und von Hessen seit 1247, und tritt zu dieser Zeit in engere, amtliche Beziehungen zum Hofe Landgraf Wilhelms III. in Marburg, dessen Kaplan er wird. Dieser verleiht ihm 1494 April 7 einen Altar auf dem Schlosse Dornberg in der Obergrafschaft und 1497 Januar 10 einen Altar in der Marburger Schloßkapelle, für den er persönliche Residenz verspricht. Aus dem zu erschließenden Zugang zu den landgräflichen Archivalien ist zu entnehmen, daß er seine Landeschronik im amtlichen Auftrage durchgeführt hat. 1495 begleitet er den Landgrafen auf den großen Wormser Reichstag zum Lehnsempfang. Nach dessen frühem Tode zieht sich Gerstenberg nach Frankenberg zurück und schreibt hier die Frankenberger Stadtchronik, doch kommen auch zu Landgraf Wilhelm II. Kontakte zustande, da er landgräflicher Kaplan bleibt und somit weitere geschichtliche Nachrichten der Gegenwart für seine Chronik erhält und verwerten kann. 1515 Februar 8 nimmt er am Begräbnis Landgraf Wilhelms I. in Marburg teil, 1522 August 27 ist er selber in Frankenberg gestorben. Durch seine beiden Chroniken, die die ältere chronikalische Überlieferung aufgenommen und dadurch bewahrt haben, ist er der große mittelalterliche Chronist der Landgrafschaft Hessen geworden, wenn er sich als solcher auch seinem Rang nach nicht mit dem Limburger Chronisten Thielmann Ehlen von Wolfhagen messen kann. Vgl. Diemar, Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg (1909) S. 1 ff.
Nachweise
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gerstenberg, Wiegand“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20220_gerstenberg-wiegand> (aufgerufen am 14.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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