Elben, Konrad von

 
belegt seit
22.9.1231
gestorben
25.2.
Beruf
Amtmann, Vogt, Burgherr
GND-Explorer
1391725786

Familie

Vater

Elben, Dietrich von

Verwandte

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Sohn Dietrichs, „der treueste und mächtigste Beamte des hessisch-thüringischen Hauses“ in seiner Zeit, seit ca. 1230 mehrfach am Gericht zu Maden tätig1, seit 1231 September 22 zu Ahnaberg im Gefolge Landgraf Konrads von Thüringen nachgewiesen2, dessen Bürge in seiner Einung mit den Grafen Gottfried und Berthold von Ziegenhain 1233 November 53, Amtmann in Wolfhagen 1235 Februar 54; 1247 März 26 Mitglied der Kommission zur Festsetzung der von Mainz zu erlegenden Summe für den Rückkauf der hessischen Zentgerichte und des obersten Gerichtes in Kirchditmold, mit denen Mainz damals die Brüder von Wolfershausen belehnte; 1248 April 23 und 1250 April 17 im Gefolge der Landgräfin Sophie in Marburg6, landgräflicher Vogt des Klosters Hasungen 12527 und 1258 Dezember 258; von Markgraf Heinrich von Meißen (mit Werner von Bischofshausen) mit der Verwaltung Hessens beauftragt 1253 August 8 und September 299 und (mit Heinrich Vogt von Glißberg) 1254 März 6 und 125610. 1254 Herr der Burg und der von ihm gegründeten Stadt Niedenstein11, Bürge der Landgräfin Sophie gegenüber Herzog Albrecht von Braunschweig für die Zahlung der Mitgift ihrer Tochter Elisabeth 1254 Oktober 712, Bürge derselben und Landgraf Heinrichs I. gegenüber Erzbischof Werner von Mainz und Mitglied der Kommission zur Feststellung der Lehnseigenschaft bestimmter Güter im mainzisch-hessischen Frieden von Langsdorf 1263 September 1013. Schwiegervater Graf Alberts von Wallenstein14, der 1260 Januar 30 die Aussöhnung Konrads mit dem Fritzlarer Stift verbürgt, das dieser in Wahrnehmung hessischer Interessen gegen den wichtigsten Mainzer Stützpunkt in Niederhessen jahrelang befehdet hatte15. Der Nekrolog des Stiftes verzeichnet seinen Todestag zum 25. Februar mit einer Stiftung aus der Mühle zu Obervorschütz16.

Nachweise

Fußnoten

  1. Franz, Haina I Nrr. 56, 76, 102.
  2. Dobenecker, Reg. Thur. III Nrr. 216, 239.
  3. Ebd. Nrr. 369.
  4. Westfäl. UB IV Nr. 236. Auf diese Wolfhagener Stellung weisen auch die Urkk. von 1241 und 1242 bei Franz, Haina I Nrr. 133, 134 hin.
  5. Ebd. Nrr. 15, 28.
  6. Ebd. Nr. 32. Konrad bezeichnet sich hier ausdrücklich als Stellvertreter des Landgrafen, des Fürsten von Hessen (lantgravii principis Hassie). Außer Konrad werden als Zeugen genannt: sein Sohn Hermann, ein weiterer Hermann von Elben, die Brüder Johann und Eckhard von Helfenberg, Gumpert von Hohenfels, Ludwig von Zwehren und die Vettern Hermann von Blumenstein, Warmund, Heinrich und Dietrich von Blumenstein.
  7. Urkk., Depositum der Stadt Wolfhagen. Als Ritter (der Burgmannschaft) zu Wolfhagen werden damals genannt: Konrad von Elben, Konrad von Gudensberg, die Brüder Johann und Eckhard von Helfenberg, Alexander und Volrad von Escheberg und Ludwig von Zwehren. (Urkk. ebd.).
  8. Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 41 (terram Hassie in commissio habentes) und Nr. 42 (habentes a domino marchione Misnensi procurationem Hassie in commissio).
  9. Ebd. Nr. 45 (wie in LR Nr. 42 siehe Anm. 8) und Nr. 53 (hier als iudices terre Hassie ordinarii bezeichnet). Jedoch urkunden Konrad, Vogt Heinrich von Glißberg und Werner von Bischofshausen bereits 1253 Mai 1 zusammen und zwar gemeinsam mit Konrad von Hebel, comes morans in Maden (Westfäl. UB IV. Nr. 4, 532).
  10. Franz, Haina I Nr. 238. – Vgl. auch Eisenträger-Krug, Kasseler Landschaft S. 63 f. Wieweit Konrad als Angehöriger der Kasseler und Gudensberger Burgmannschaften zu gelten hat (so Eisenträger-Krug a. a. O. S. 64), sei dahingestellt. Jedenfalls griffen seine Ämter und Amtsfunktionen weit darüber hinaus.
  11. Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 50.
  12. Ebd. Nrr. 76, 77.
  13. Urkk., Kloster Kappel 1268 März 24. Siehe unter Albert von Wallenstein.
  14. Urkk., Stift Fritzlar. – Vgl. dazu Karl E. Demandt, Der Besitz des Fritzlarer Petersstiftes im 13. Jh. (ZHG 61, 1936) S. 83: Konrad verzichtet auf das Patronat der Kirche zu Obervorschütz, verspricht, sich dafür zu verwenden, daß Graf Gottfried v. Reichenbach das Patronatsrecht über die Frauenmünsterkirche vor Fritzlar an das Stift überträgt und verzichtet auf genannte Zehnte und Hörige der Kirche.
  15. Weber, Calendaria S. 16.

Literatur

Weblinks

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Elben, Konrad von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19560_elben-konrad-von> (aufgerufen am 16.04.2026)

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