Einbeck, Dietleib von
belegt seit
1382 belegt bis
1.10.1408 Beruf
Kanzleischreiber, Pleban, Jurist, Rat Titel
Dr. jur. utr. GND-Explorer
1391696298Andere Namen
Weitere Namen
Eimbeck, Dietleib%von
Eymbecke, Dietleib
Embeke, Dietleib
Wirken
Lebensorte
Halberstadt; Wolfhagen
Familie
Vater
Dietleib, Klaus, Kanoniker der Kirche zu Halberstadt
Partner
N.N., Else
Verwandte
Einbeck, Gerhard <Bruder>, Rentmeister in Frankfurt
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Sohn des Klaus Dietleib1, Kanoniker der Kirche zu Halberstadt 1379 Mai2 und sicher schon damals im Dienst Landgraf Hermann II.3. Magister 1382 Februar 174. Schreiber in der Kanzlei Landgraf Hermanns II. 1385 Januar 175, Pleban in Wolfhagen 1385 Februar 23 und als solcher mit anderen landgräflichen Dienern Zeuge der Bestätigung einer Kapellenstiftung in Biedenkopf durch Landgraf Hermann6, Ist 1388 Mai 23 bevollmächtigter Gesandter Landgraf Hermanns, als dieser Papst Urban VI. in Perugia zahlreiche hessische Burgen, Städte und Grafschaften aufträgt7. Kurz darauf muss Einbecks Rücktritt in den weltlichen Stand erfolgt sein, denn 1391 Dezember 26 wird er Bacc. beider Rechte mit dem ausdrücklichen Zusatz Laie genannt, als er das Notariatsinstrument über den Hochverratsprozess Landgraf Hermanns gegen das alte Kasseler Patriziat bezeugt8. Rat 1392 Februar 189. Bacc. beider Rechte auch 1392 Oktober 2210 in einer Urkunde, in der dem Landgrafen ein Patronat übertragen wird. Er ist in landgräflichen Diensten bis 1408 Oktober 1 nachweisbar11, wahrscheinlich in der Funktion eines obersten Schreibers als Vorgänger Peter Sinnings, der in dieser Stellung seit 1403 erscheint12. Er wohnte in Kassel in der Freiheit auf dem Graben13 und war mit einer 1403 August 8 bezeugten Frau Else verheiratet14.
Sohn des Klaus Dietleib1, Kanoniker der Kirche zu Halberstadt 1379 Mai2 und sicher schon damals im Dienst Landgraf Hermann II.3. Magister 1382 Februar 174. Schreiber in der Kanzlei Landgraf Hermanns II. 1385 Januar 175, Pleban in Wolfhagen 1385 Februar 23 und als solcher mit anderen landgräflichen Dienern Zeuge der Bestätigung einer Kapellenstiftung in Biedenkopf durch Landgraf Hermann6, Ist 1388 Mai 23 bevollmächtigter Gesandter Landgraf Hermanns, als dieser Papst Urban VI. in Perugia zahlreiche hessische Burgen, Städte und Grafschaften aufträgt7. Kurz darauf muss Einbecks Rücktritt in den weltlichen Stand erfolgt sein, denn 1391 Dezember 26 wird er Bacc. beider Rechte mit dem ausdrücklichen Zusatz Laie genannt, als er das Notariatsinstrument über den Hochverratsprozess Landgraf Hermanns gegen das alte Kasseler Patriziat bezeugt8. Rat 1392 Februar 189. Bacc. beider Rechte auch 1392 Oktober 2210 in einer Urkunde, in der dem Landgrafen ein Patronat übertragen wird. Er ist in landgräflichen Diensten bis 1408 Oktober 1 nachweisbar11, wahrscheinlich in der Funktion eines obersten Schreibers als Vorgänger Peter Sinnings, der in dieser Stellung seit 1403 erscheint12. Er wohnte in Kassel in der Freiheit auf dem Graben13 und war mit einer 1403 August 8 bezeugten Frau Else verheiratet14.
Nachweise
Fußnoten
- Gundlach III S. 53 zitiert dazu: „Urkk., Extradenda Hannover 1398 August 7 und 1400 Juli 22. Seine Mutter und Schwester sind 1397 in Kassel nachweisbar (Register des Martinsstiftes in Kassel), sein Bruder Gerhard ist 1386 Rentmeister in Frankfurt (Küch, Landgraf Hermann II. in ZHG 29, 1894 S. 54 Nrr. 27, 32). Über diesen hat sich nichts feststellen lassen.“ ↑
- Eckhardt, Oberhessische Klöster II Nr. 623. ↑
- Er bezeugt zusammen mit zwei anderen landgräflichen Amtleuten die Wahl Landgraf Hermanns von den Insassen des Stiftes Wetter zum Schiedsmann in den Streitigkeiten zwischen Äbtissin und Pröpstin. ↑
- Gundlach III S. 53 zitiert das Register des Martinsstiftes in Kassel. ↑
- Rechn. I, Marburg (74/7 Bl. 4v.): 18 pf. umb zwo scheifinhude pergemundis zu briffen, heischs her Ditleib. ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 1054. ↑
- Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken Bd. 22, 1930/31 S. 170 ff. – Zur Situation vgl. Demandt, Hessische Gesch. S. 194. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Cassel. ↑
- Ebd. ↑
- Schultze, Kasseler Klöster Nr. 841. ↑
- Siehe Anm. 4. ↑
- Siehe dort. ↑
- 1421 gibt Landgraf Ludwig dieses Haus als Burglehen an die Brüder Eckhardt und Friedrich von Röhrenfurth (Becker, Die Riedesel II Nr. 388). Eckhards Schwiegersohn Hermann Riedesel verkauft es 1442 an Landgraf Ludwigs Schreiber Konrad Volkhard (Kopiar 4 Nr. 598). ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Hachborn. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 170, Nr. 558.
- Eckhardt, Die oberhessischen Klöster II: Regesten und Urkunden, Marburg 1967
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 53 f.
- Becker, Die Riedesel zu Eisenbach, Bd. 2: Riedeselisches Urkundenbuch 1200 bis 1500, Offenbach am Main 1924
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 1: Die Provinzen Starkenburg und Oberhessen von 1016-1399 enthaltend, Darmstadt 1860
- Küch, Beiträge zur Geschichte des Landgrafen Hermann II. von Hessen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 29 (1894), S. 1-216
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Einbeck, Dietleib von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19533_einbeck-dietleib-von> (aufgerufen am 21.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/19533