Dörnberg, Wilhelm von
belegt seit
1466 belegt bis
10.1518 Beruf
Statthalter, Burgmann, Rat, Beisitzer GND-Explorer
1391377117Familie
Vater
Dörnberg, Hans von
Mutter
Eschwege, Eva von
Verwandte
- Dörnberg, Hans der Jüngere <Bruder>, belegt 1487-1500, Amtmann, Rat
- Dörnberg, Hans der Ältere <Onkel>, 1427-1506, Hofmeister, Amtmann, Rat, Statthalter
- Dörnberg, Hans von, belegt 1491-1502, Amtmann in Ziegenhain
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Neffe des Hofmeisters Hans von Dörnberg dem Älteren, Sohn Wilhelms von Dörnberg und jüngerer Bruder des Hans von Dörnberg dem Jüngeren, im Dienst Landgraf Ludwigs II. 1466/671 und zusammen mit Sander von Dörnberg 1468 November 252. Ist 1474 Juni 30 zusammen mit Ebert von Elben Statthalter zu Kassel3. Im Dienste der Landgrafen Wilhelm I. und Wilhelm II. 1472 Juni 234 und 1481 Januar 25. 1491 März 12 überläßt Landgraf Wilhelm III. den beiden Brüdern Wilhelm und Hans von Dörnberg die freie Hofstätte zu Marburg mit Zubehör, die ihm am 9. März die Brüder Henne und Werner von Echzell für 1200 fl. verkauft hatten gegen Erstattung des Kaufpreises6. Wilhelm ist wohl auch mit dem 1493/94 oft im Dienst Landgraf Wilhelms II. nachweisbaren Junker Wilhelm identisch7. Im August 1499 fährt die Gemahlin Landgraf Wilhelms III. mit Hofjungfrauen und Kammerwagen nach Neustadt zu Wilhelm von Dörnbergs Festlichkeit (hoebe)8. Burgmann der Burg Friedberg seit Anfang 150010. Rat Landgraf Wilhelms II. 1500 Oktober 1911 Wird 1508 Januar 29 von Landgraf Wilhelm II. zum Testamentsvollstrecker und Vormünder eingesetzt12, besiegelt die 1509 Juli 29 am Spieß geschlossene Einung der hessischen Stände13; Gesandter der hessischen Stände an Herzog Georg von Sachsen 1509 August 1014, gehört 1513 Dezember 22 zu den Anhängern der Landgräfin Anna, die die hessischen Stände zum 9. Januar 1514 auf einen Landtag nach Felsberg einberufen15, ist Abgeordneter dieser hessischen Stände an die Wettiner 1514 Januar 2216, wird 1514 Februar 10 in der Einung der Landgräfin Anna mit den hessischen Ständen in den landständischen Ausschuß berufen17, besiegelt als einer der Vertreter der Ritterschaft das Bündnis zwischen Herzog Georg von Sachsen und der Landgräfin Anna von 1515 August 2918. Beisitzer am Hofgericht zu Marburg 150919 bis 1516 Mai 2320. Ist 1514 April bei der Einnahme der Ober-und Niedergrafschaft Katzenelnbogen und ihrer Verpflichtung auf die Treysaer Einung zwischen Landgräfin und Ständen behilflich21. Mitverordneter Rat des Fürstentums Hessen wahrscheinlich seit Herbst 151522, sicher 1516 März 2623, Oktober 424, 1517 Juni 1425, 1518 März 3026. Er vertritt den Darmstädter Vertrag der hessischen Ritterschaft mit Franz von Sickingen gegenüber Landgraf Philipp27 und ist auch derjenige, der Sickingen im Oktober 1518 die hohe Brandschatzungssumme aushändigt28.
Neffe des Hofmeisters Hans von Dörnberg dem Älteren, Sohn Wilhelms von Dörnberg und jüngerer Bruder des Hans von Dörnberg dem Jüngeren, im Dienst Landgraf Ludwigs II. 1466/671 und zusammen mit Sander von Dörnberg 1468 November 252. Ist 1474 Juni 30 zusammen mit Ebert von Elben Statthalter zu Kassel3. Im Dienste der Landgrafen Wilhelm I. und Wilhelm II. 1472 Juni 234 und 1481 Januar 25. 1491 März 12 überläßt Landgraf Wilhelm III. den beiden Brüdern Wilhelm und Hans von Dörnberg die freie Hofstätte zu Marburg mit Zubehör, die ihm am 9. März die Brüder Henne und Werner von Echzell für 1200 fl. verkauft hatten gegen Erstattung des Kaufpreises6. Wilhelm ist wohl auch mit dem 1493/94 oft im Dienst Landgraf Wilhelms II. nachweisbaren Junker Wilhelm identisch7. Im August 1499 fährt die Gemahlin Landgraf Wilhelms III. mit Hofjungfrauen und Kammerwagen nach Neustadt zu Wilhelm von Dörnbergs Festlichkeit (hoebe)8. Burgmann der Burg Friedberg seit Anfang 150010. Rat Landgraf Wilhelms II. 1500 Oktober 1911 Wird 1508 Januar 29 von Landgraf Wilhelm II. zum Testamentsvollstrecker und Vormünder eingesetzt12, besiegelt die 1509 Juli 29 am Spieß geschlossene Einung der hessischen Stände13; Gesandter der hessischen Stände an Herzog Georg von Sachsen 1509 August 1014, gehört 1513 Dezember 22 zu den Anhängern der Landgräfin Anna, die die hessischen Stände zum 9. Januar 1514 auf einen Landtag nach Felsberg einberufen15, ist Abgeordneter dieser hessischen Stände an die Wettiner 1514 Januar 2216, wird 1514 Februar 10 in der Einung der Landgräfin Anna mit den hessischen Ständen in den landständischen Ausschuß berufen17, besiegelt als einer der Vertreter der Ritterschaft das Bündnis zwischen Herzog Georg von Sachsen und der Landgräfin Anna von 1515 August 2918. Beisitzer am Hofgericht zu Marburg 150919 bis 1516 Mai 2320. Ist 1514 April bei der Einnahme der Ober-und Niedergrafschaft Katzenelnbogen und ihrer Verpflichtung auf die Treysaer Einung zwischen Landgräfin und Ständen behilflich21. Mitverordneter Rat des Fürstentums Hessen wahrscheinlich seit Herbst 151522, sicher 1516 März 2623, Oktober 424, 1517 Juni 1425, 1518 März 3026. Er vertritt den Darmstädter Vertrag der hessischen Ritterschaft mit Franz von Sickingen gegenüber Landgraf Philipp27 und ist auch derjenige, der Sickingen im Oktober 1518 die hohe Brandschatzungssumme aushändigt28.
Nachweise
Fußnoten
- Rechn. I, Bilstein (27/11 Bl. 15). ↑
- Rechn. I, Homberg/E. (67/8 Bl. 15) ↑
- Rechn. I, Spangenberg (99/7 Bel.). ↑
- Rechn. I, Witzenhausen (114/8 Bl. 4). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/2 Bel.). ↑
- Kopiar 17 Nr. 61. ↑
- Rechn. I, Bilstein (29/2 Bll. 93v., 94, 97v., 98 und öfter). ↑
- Rechn. I, Marburg (77/1 Bl. 46v., 47). – Dörnbergs Frau begleitete im Oktober 1500 die Gräfin [Elisabeth] von Nassau-Dillenburg, geb. Landgräfin v. Hessen und [Margarethe] von Nassau-Wiesbaden, geb. Gräfin v. Hanau, auf ihrer Reise an den Kasseler Hof mit 2 Reise- und 4 Wagenpferden neben einem zahlreichen anderen nassauischen und hessischen Adels- und Damengefolge (Rechn. I, Felsberg 47/3 Bl. 29). ↑
- Kopiar L 4 Bl. 19v. ↑
- Glagau, Landtagsakten S. 5. ↑
- Ebd. Nr. 8. ↑
- Ebd. Nr. 10. ↑
- Ebd. Nr. 64. ↑
- Ebd. Nr. 69. ↑
- Ebd. Nr. 78. ↑
- Ebd. Nr. 184. ↑
- Rechn. I, Marburg (78/4 Bl. 110v.). ↑
- Hofgerichtsprotokoll (Gundlach). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (13/1b Bel. zu 1514 Mai 4 und Mai 17), und Glagau, Landtagsakten Nr. 127. ↑
- Darmstädter Festschrift S. 142. Das Siegel der verordneten Räte (überliefert an einer Urkunde von 1516 März 26) zeigt die Wappenschilde: Wallenstein, Löwenstein, Dörnberg, Meisenbug und Riedesel, nicht aber mehr: Cleen. Da der verordnete Rat Dietrich von Cleen (siehe dort) 1515 Juni 8 zum Deutschmeister gewählt wurde, dürfte Dörnberg an dessen Stelle getreten sein. ↑
- Ebd. ↑
- Ebd. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (14/6 Bel.). Er quittiert über 25 fl. Rat- und Dienergeld für das 3. Quartal dieses Jahres. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (14a/4 Bel.). ↑
- Glagau, Landtagsakten Nr. 210. ↑
- Ebd. S. 524. ↑
- Ebd. Nr. 218. ↑
Quellen
- HStAM Bestand K Nr. 13
- HStAM Bestand K Nr. 17
- HStAM Bestand L Nr. 4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 67/8
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 114/8
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 14a/4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 12/2
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 78/4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 13/1b
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 67/8
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 27/11
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 77/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 47/3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 14/6
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 99/7
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 29/2
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 155, Nr. 503
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 49
- Glagau, Hessische Landtagsakten 1: 1508–1521, Marburg 1901
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Dörnberg, Wilhelm von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19429_doernberg-wilhelm-von> (aufgerufen am 18.04.2026)
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