Buseck, Senand von
Wirken
Funktion
- Marburg, Schultheiß, 1259-1260
Lebensorte
Marburg
Familie
Partner
N.N., Pauline
Verwandte
Buseck, Eckhard von <Bruder>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Schultheiß in Marburg 1259 November 171, 1260 April2. Er gehört der Gießener Burgmannschaft an und wird daher öfter nach diesem Ort genannt3. Bürge des Landgrafen im Langsdorfer Frieden von 1263 September 16 gegenüber Erzbischof Werner von Mainz4. Schultheiß in Marburg 1263 Mai 155, 1264 Oktober 29, November 306, 1265 mehrfach7, 1266 April 48, 1267 Januar 199, 1269 Dezember 2110, 1270 November 2411, 1272 Januar 512. Als ehemaliger Schultheiß wird er 1272 März 6 bezeichnet13, sodass es zweifelhaft ist, ob seine Schultheißenbezeichnung von 1274 Juni 2114 ihn wieder als Amtsinhaber oder nur noch als Titelträger charakterisiert15. Er war ein Schwager des landgräflichen Marschalls Gottfried von Rotenstein16, Senands Frau hieß Pauline17.
Ritter, Schultheiß in Marburg 1259 November 171, 1260 April2. Er gehört der Gießener Burgmannschaft an und wird daher öfter nach diesem Ort genannt3. Bürge des Landgrafen im Langsdorfer Frieden von 1263 September 16 gegenüber Erzbischof Werner von Mainz4. Schultheiß in Marburg 1263 Mai 155, 1264 Oktober 29, November 306, 1265 mehrfach7, 1266 April 48, 1267 Januar 199, 1269 Dezember 2110, 1270 November 2411, 1272 Januar 512. Als ehemaliger Schultheiß wird er 1272 März 6 bezeichnet13, sodass es zweifelhaft ist, ob seine Schultheißenbezeichnung von 1274 Juni 2114 ihn wieder als Amtsinhaber oder nur noch als Titelträger charakterisiert15. Er war ein Schwager des landgräflichen Marschalls Gottfried von Rotenstein16, Senands Frau hieß Pauline17.
Nachweise
Fußnoten
- Wyß, DO-UB I Nr. 160. ↑
- Ebd. Nr. 166. ↑
- 1262 Juni 2 besteht die Gießener Burgmannschaft aus: Gerlach und Macharius von Linden, Adolf von Heuchelheim, Gieselbert von Dernbach, Johann von Linden, Johann gen. Mönch [von Buseck], Senand [von Buseck] und seinem Bruder Eckhard, beide gen. von Gießen, Erwin von Cleeberg und Heinrich von Gleiberg, Brüder, gen. Vlesch, Walter Schlaun (alle) Ritter sowie Frank von Linden (Wyß, DO-UB I Nr. 186). – 1265 [Januar] Ritter Senand von Buseck, Burgmann zu Gießen, seine Frau Pauline und sein Bruder Eckhard (Kraft, Gesch. von Gießen UB Nr. 28). – 1272 Januar: Senand Ritter von Gießen (Wyß, DO-UB I Nr. 267). – 1275 März: Senand Ritter von Gießen und seine Frau Pauline (ebd. Nr. 312). – 1277 März: Adolf von Heuchelheim, Macharius von Linden, Senand, Eckhard und Ruser [Brüder von Buseck], Gernand [von Schwalbach] (s. ebd. Nr. 430) und Johannes [von Buseck] (s. ebd. Nr. 395), Schultheiß, alle Ritter von Gießen (ebd. Nr. 330). – 1281 Juli 15 siegeln zusammen Adolf von Heuchelheim und Senand von Buseck, Ritter (ebd. Nr. 395). – 1284 Januar 13 wird Senand letztmals in der Gießener Burgmannschaft aufgeführt: Adolf von Heuchelheim, Gernand von Schwalbach, Senand [von Buseck], Konrad von Kinzenbach und Walter gen. Schlaun, Ritter, alle Burgmannen in Gießen (ebd. Nr. 430). ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 76. ↑
- Franz, Haina I Nr. 391. ↑
- Wyß, DO-UB I Nrr. 206 (scultetus sive iudex), 207. ↑
- Wiese, Wetzlarer UB Nr. 124. – Schunder, Oberhessische Klöster I Nrr. 10, 11. – Grotefend-Rosenfeld LR Nrr. 92, 104. – 1265 Juni 26 wird er mit vollem Namen (sonst meist nur mit dem Vornamen) und Titel genannt (Franz, Haina I Nr. 440). ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 114. ↑
- Wyß, DO-UB I Nr. 231. ↑
- Urkk., Kloster Kappel. ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 143. ↑
- Eckhardt, Oberhessische Klöster II Nr. 564. ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nr. 159. Mit diesen chronologischen Angaben lässt es sich zur Not vereinbaren, dass bereits 1272 Januar 10 ein Marburger Schultheiß Philipp genannt wird (Wyß, DO-UB I Nr. 269). Diefenbach, Kreis Marburg S. 246 hält Philipp jedoch nur für einen Unterschultheißen. ↑
- Baur, Arnsburger UB Nr. 143. ↑
- Im Hinblick auf seine häufige Bezeugung in der Gießener Burgmannschaft der 70er und 80er Jahre des 13. Jh. (siehe Anm. 3) dürfte das letztere (nur noch Titelführung) wahrscheinlicher sein. ↑
- Bezeugt 1272 Januar 10 (Wyß, DO-UB I Nr. 269). ↑
- Bezeugt 1265 (siehe Anm. 3) und 1275 (Wyß, DO-UB Nr. 312). ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 123, Nr. 403
- Eckhardt, Die oberhessischen Klöster II: Regesten und Urkunden, Marburg 1967
- Franz (Bearb.), Kloster Haina. Regesten und Urkunden, Bd. 1: 1144–1300, Marburg 1962
- Schunder, Die oberhessischen Klöster I, Marburg 1961
- Diefenbach, Der Kreis Marburg. Seine Entwicklung aus Gerichten, Herrschaften und Ämtern bis ins 20. Jahrhundert, Marburg 1943
- Grotefend/Rosenfeld, Regesten der Landgrafen von Hessen, Bd. 1: 1247–1328, Marburg 1929
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1: Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 1: 1207–1299, Leipzig 1879
- Baur, Urkundenbuch des Klosters Arnsburg in der Wetterau, Darmstadt 1851
Weblinks
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Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Buseck, Senand von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19287_buseck-senand-von> (aufgerufen am 13.04.2026)
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