Boyneburg, Reinhard der Jüngere von
Andere Namen
Weitere Namen
Boyneburg, Reinhard der Mittlere%von
Wirken
Lebensorte
Schmalkalden
Familie
Vater
Boyneburg, Reinhard der Ältere von, belegt 1463-1509, Amtmann, Rat, Hofmeister
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Sohn Reinhards des Älteren zu Fürsteneck, im landgräflichen Dienst 1487 Oktober 91, 1489 September 282, 1500 Januar 33, im Hofgesinde Landgraf Wilhelms II. (1501)4, Rat 15025, 1506 Juni 116. Nimmt an der Pfälzer Fehde teil und büßt dabei 4 Pferde im Wert von 211 fl. ein7. Hessischer Amtmann zu Schmalkalden 1510 Juli8, 15129, 1514 Januar 2310, 1516 Februar 111. Gibt dieses Amt Ende des Jahres 1516 auf12. Im Januar 1515 begleitet er die Landgräfin Anna auf ihrem Ritt zum Kaiser13 und quittiert 1517 Februar 12 als Reinhard von Boyneburg zu Bischhausen über den Ersatz seines Pferdeschadens14. Er ist wohl identisch mit jenem Reinhard von Boyneburg, der 1518 April 8 seinem Sohn Kurt einen Schuldbrief Landgraf Wilhelms des Älteren über 400 fl. übergibt, weil Kurt mit seiner Zustimmung über Jahr und Tag außer Landes war und er (Reinhard) in dieser Zeit nichts für ihn tun konnte15, während es zweifelhaft ist, ob er mit jenem Reinhard von Boyneburg d. Ä. (!) identisch ist, der zur Zahl der 24 Adelsgenossen zählt, die die hessische Ritterschaft 1518 Oktober 20 vorschlägt, aus denen Landgraf Philipp I. 10 Räte wählen soll16.
Sohn Reinhards des Älteren zu Fürsteneck, im landgräflichen Dienst 1487 Oktober 91, 1489 September 282, 1500 Januar 33, im Hofgesinde Landgraf Wilhelms II. (1501)4, Rat 15025, 1506 Juni 116. Nimmt an der Pfälzer Fehde teil und büßt dabei 4 Pferde im Wert von 211 fl. ein7. Hessischer Amtmann zu Schmalkalden 1510 Juli8, 15129, 1514 Januar 2310, 1516 Februar 111. Gibt dieses Amt Ende des Jahres 1516 auf12. Im Januar 1515 begleitet er die Landgräfin Anna auf ihrem Ritt zum Kaiser13 und quittiert 1517 Februar 12 als Reinhard von Boyneburg zu Bischhausen über den Ersatz seines Pferdeschadens14. Er ist wohl identisch mit jenem Reinhard von Boyneburg, der 1518 April 8 seinem Sohn Kurt einen Schuldbrief Landgraf Wilhelms des Älteren über 400 fl. übergibt, weil Kurt mit seiner Zustimmung über Jahr und Tag außer Landes war und er (Reinhard) in dieser Zeit nichts für ihn tun konnte15, während es zweifelhaft ist, ob er mit jenem Reinhard von Boyneburg d. Ä. (!) identisch ist, der zur Zahl der 24 Adelsgenossen zählt, die die hessische Ritterschaft 1518 Oktober 20 vorschlägt, aus denen Landgraf Philipp I. 10 Räte wählen soll16.
Nachweise
Fußnoten
- Rechn. I, Driedorf (39/17 Bl. 16v.). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (11/12 Bl. 49v., 60 v.): hier der Mittlere genannt, desgl. Bl. 65, neben Reinhard d. J. auch der Mittlere Bl. 197). ↑
- Rechn. I, Bilstein (30/1 Bl. 107v.). Hier werden nebeneinander genannt: Reinhard d. J. und Reinhard von Boyneburg zu Fürsteneck. 1500 August und Dezember erscheint er zusammen mit den Wildschützen Hensel, Zufall, Hermann Löwe und Schweiß (Rechn. I, Grebenstein 56/5 Bl. 7,8). ↑
- Kopiar 131a II Bl. 16, 24, 53v. Dieser ist es deshalb wohl auch, mit Landgraf Wilhelm II. 1501 Juli 16 auf der Marburger Stechbahn rannte (Rechn. I, Marburg 77/3 Bl. 79). Am 1. August wurde Reinhards Frau wieder nach Kassel gefahren (ebd. Bl. 79v.). ↑
- Gundlach I Nr. 22. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (11/7 Bl. 1). Er ritt damals mit Georg v. Reckerode nach Donauwörth (zum König). Am 7. Juli ist er wieder in der Kanzlei zu Kassel nachweisbar (Kopiar 59 II Nr. 9). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/7 Bel.). ↑
- Gundlach III S. 31 zitiert: Meininger Archiv III, VI 16 Nr. 5. ↑
- Rechn. I Marburg (97/3 Bl. 98) ↑
- Glagau, Landtagsakten S. 186 Anm. 2. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (14/2 Bel.). ↑
- Best. 2 V Landesverwaltung: Dienersachen (Schreiben wegen des im Amtshause zurückgelassenen Inventars und seine Verwahrung). ↑
- Rechn. I, Kassel, Kammerschreiber (13a/5a Bel.). ↑
- Ebd. 14/1 Bel. ↑
- Best. 2 V Landesverwaltung: Landgräfliche Schuld- und Pfandverschreibungen. ↑
- Glagau, Landtagsakten S. 532. ↑
Quellen
- HStAM Bestand K Nr. 15
- HStAM Bestand K Nr. 59/2
- HStAM Bestand K Nr. 131 a II
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 11/12
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 12/7
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 13a/5a
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 30/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 39/17
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 56/5
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 77/3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 97/3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 14/2
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 14/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 11/7
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 91, Nr. 304
- Glagau, Hessische Landtagsakten 1: 1508–1521, Marburg 1901
- Franz Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 1: Darstellung, Marburg 1931
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 31
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Boyneburg, Reinhard der Jüngere von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19181_boyneburg-reinhard-der-juengere-von> (aufgerufen am 14.04.2026)
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