Haymann, Franz* Carl Abraham Samuel
Wirken
Werdegang
- 1893 Reifeprüfung am Königlichen Wilhelmsgymnasium in Kassel
- ab 1893 Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie an den Universitäten Lausanne, Halle, Straßburg, Berlin und Marburg
- 1896 erste juristische Staatsprüfung am Königlichen Oberlandesgericht Naumburg an der Saale
- 1896 Referendar am Königlichen Amtsgericht Allendorf an der Werra
- 1896-1897 zwecks philosophischer Studien an der Universität Marburg beurlaubt
- 1897 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Halle-Wittenberg
- Gerichtsassistent in Berlin
- 1905-1910 Landgerichtsrat in Frankfurt am Main
- 1907 Habilitation für Bürgerliches Recht und Rechtsphilosophie an der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt am Main, dann Privatdozent
- 1914-1915 Privatdozent an der Universität Frankfurt
- 1915-1916 außerordentlicher Honorarprofessor
- 1916 außerordentlicher Professor in Rostock
- 1919 ordentlicher Professor in Rostock
- 1923 ordentlicher Professor für römisches und bürgerliches Recht und Rechtsphilosophie in Köln
- Direktor des Rechtswissenschaftlichen Seminars
- 1935 Entzug der Lehrbefugnis wegen Fortfall des Lehrstuhls
- 1938 Emigration nach Großbritannien nach der Reichspogromnacht vom 9./10.November
Lebensorte
Kassel; Lausanne; Halle an der Saale; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Haymann, Felix gen. Victor, 1836–1884, Kaufmann in Frankfurt am Main, Sohn des Salomon Haymann, Kaufmann in Kreuznach, und der Sara Scheyer
Mutter
Neumann, Hermine, aus Friedberg, Heirat Friedberg 29.5.1870
Partner
Hensel, Ruth* Mathilde, (⚭ Marburg 4.10.1911) * Berlin 9.2.1888, Tochter des Kurt Hensel, 1861–1941, Professor der Mathematik in Marburg und der Gertrud Hahn, kehrte 1950 aus der Emigration nach Deutschland zurück
Verwandte
- Haymann, Roland <Sohn>, * 1913 Rostock, † 1933 Tübingen, Student an der Universität Tübingen
- Haymann, Ilse <Tochter>, *1916 Rostock, verheiratet Pedroni, Emigration nach Italien, Sprachlehrerin für Englisch
- Haymann Walter Kurt <Sohn>, * 1926 Köln, † 2020, 1938 Emigration nach Großbritannien, ab 1956 Professor der Mathematik in London
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 8858 (Standesregister Stadt Frankfurt, Geburtsnebenregister, 1874, Nr. 1957)
- HStAM Bestand 915 Nr. 5626 (Marburg, Heiratsnebenregister, 1911, Nr. 97)
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 8, Berlin 1969, S. 153 f. (Theo Mayer-Maly)
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 154-156
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
- Neue Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Professorenkatalog der Universität Rostock: Öffnet in neuem Fenster
- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
- Wikipedia: Öffnet in neuem Fenster
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Haymann, Franz* Carl Abraham Samuel“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18804_haymann-franz-carl-abraham-samuel> (aufgerufen am 17.04.2026)
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