Weil, Hans
geboren
8.9.1898 St. Johann (Saar) gestorben
5.6.1972 New York Beruf
Pädagoge Titel
Prof. Dr. phil. Konfession
jüdisch GND-Explorer
129036005Wirken
Werdegang
- Jugendzeit in Heppenheim
- Besuch der Odenwaldschule und Dürerschule in Hochwaldhausen im Vogelsberg
- 1920 Reifeprüfung an der Oberrealschule in Saarbrücken
- Studium der Philosophie, Soziologie, Geschichte und Nationalökonomie in Heidelberg, Göttingen, München und Frankfurt am Main
- 1927 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Göttingen bei Hermann Nohl über 'Die Entstehung des deutschen Bildungsprinzips'
- 1930 Assistent am Pädagogischen Seminar der Universität Frankfurt am Main (bei Carl Mennicke (1887-1958))
- 1932 Habilitation für Pädagogik an der Universität Frankfurt am Main (bei Paul Tillich (1886-1965)), Privatdozent
- September 1933 Entzug der Lehrerlaubnis
- Sommer 1933 Emigration nach Italien, dort zunächst pädagogischer Leiter des von Dr. Werner Peiser (1895-1991) gegründeten Landschulheims in Florenz, Frühjahr 1934-1938 Gründer und Leiter der „Schule am Mittelmeer“ in Recco bei Genua (Landerziehungsheim für jüdische Flüchtlingskinder)
- 1939 aufgrund antisemitischer Gesetzgebung zum Verlassen Italiens gezwungen, Auswanderung über England und Irland in die USA
- Tätigkeiten für „Care“
- 1950-1952 Tätigkeiten an der Columbia University in New York (Dokumentensammlung über die Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten im Osten, Auswertung von Dokumenten des NS-Hauptamtes Wissenschaft)
- 1956 als „Wiedergutmachung“ Emeritierung als ordentlicher Professor an der Universität Frankfurt am Main
- 1987 Ausstellung „Hans Weil (1898-1972). Ein Frankfurter Pädagoge im Exil“
Studium
Studium der Philosophie. Soziologie und Nationalökonomie in Heidelberg, Göttingen, München und Frankfurt am Main
Netzwerk
Buber, Martin <Bekannter>, erster Kontakt in Heppenheim
Akademische Qualifikation
- Promotion in Göttingen bei Hermann Nohl über 'Die Entstehung des deutschen Bildungsprinzips'
- 1932 Habilitation in Frankfurt am Main
Werke
- Die Entstehung des deutschen Bildungsprinzips (Diss. phil. 1927)
- Theorie der Pädagogik
- Pioneers of Tomorrow
- Helfendes Handeln, 1972
Lebensorte
Heppenheim (Bergstraße); Vogelsberg; Heidelberg; Göttingen; München; Frankfurt am Main; Italien; Amerika; New York
Familie
Vater
Weil, Karl, Kaufmann, jüdisch
Mutter
Lehrberger, Emma, 1874-1922, aus einer angesehenen Frankfurter Familie, jüdisch
Partner
Kauffeldt, Senta, (⚭ 1926) * 14.12.1898, evangelisch
Verwandte
- Weil, Anselm Karl <Sohn>, geboren 28.3.1928
- Weil, N.N. <Tochter>, geboren 27.9.1933
Nachweise
Literatur
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 389 f.
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 515 f.
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Weil, Hans“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18715_weil-hans> (aufgerufen am 14.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/18715