Weidenreich, Franz
Andere Namen
Weitere Namen
Wei, Jun-jui
Wirken
Werdegang
- 1892 Reifeprüfung am humanistischen Gymnasium in Landau
- Studium der Medizin an den Universitäten München, Kiel, Berlin und Straßburg
- 1899 Promotion zum Dr. med. an der Universität Straßburg (bei Gustav Schwalbe) mit der Arbeit „Zur Anatomie der centralen Kleinhirnkerne der Säuger“
- 1900 Assistent am Anatomischen Institut der Universität Straßburg
- 1901 Habilitation für Anatomie an der Universität Straßburg, Privatdozent
- 1901/02 Assistent von Paul Ehrlich (1854-1915) in Frankfurt am Main
- 1903 außerordentlicher Professor für Anatomie an der Universität Straßburg
- 1922 außerordentlicher Professor an der Universität Heidelberg
- 1924 im Zuge des vom Ministeriums geforderten Personalabbaus gegen seinen Willen emeritiert
- anschließend Mitarbeiter der völkerkundlichen Sammlung der Josefine und Eduard von Portheim-Stiftung für Wissenschaft und Kultur in Heidelberg
- 1928 unbesoldeter Lehrauftrag für Physische Anthropologie und Rassenkunde an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt am Main und Leiter des von ihm begründeten Instituts für Physische Anthropologie
- 1929 Honorarprofessor für Physische Anthropologie und Rassenkunde an der Universität Frankfurt am Main
- daneben Tätigkeiten im Senckenberg-Museum
- ab Sommersemester 1934 Beurlaubung zwecks Auslandsaufenthalts in Chicago, dort Gastprofessor am Anatomischen Institut
- Dezember 1935 Entzug der Lehrbefugnis
- 1935 Emigration nach China
- ab 1941 Tätigkeiten am American Museum of Natural History in New York
Studium
Studium in München, Kiel, Berlin und Straßburg
Netzwerk
Schwalbe, Gustav <Lehrer>, GND, * Quedlinburg 1.8.1844, † Straßburg 23.4.1916, Anatom und Anthropologe
Akademische Qualifikation
- 1899 Promotion in Straßburg mit der Arbeit „Zur Anatomie der centralen Kleinhirnkerne der Säuger“
- 1901 Habilitation in Straßburg
Akademische Vita
- Frankfurt am Main, Universität // Professor / Anthropologie / 1928
Werke
- Zur Anatomie der centralen Kleinhirnkerne der Säuger (Diss. med. 1899)
- Über das Gefäßsystem der menschlichen Milz (Habil.-Schrift 1901)
- Blutkörperchen und Wanderzellen (1911)
- Die Leucozyten und verwandte Zellformen, Wiesbaden 1911
- Der Menschenfuß, Stuttgart 1921
- Das Evolutionsproblem, Berlin 1921
- Rasse und Körperbau, Berlin 1927
- Der Schädelfund von Weimar-Ehringsdorf, Jena 1928
- Rasse und Geist, 1933
Lebensorte
Landau (Pfalz); München; Kiel; Berlin; Straßburg; Heidelberg; New York City
Familie
Vater
Weil-Weidenreich, Karl (Carl), geboren Kippenheim (Baden) 16.5.1817, gestorben Edenkoben 23.1.1894, jüdisch
Mutter
Edesheimer, Friederike, geboren Bühl (Baden) 6.8.1831, gestorben Edenkoben 31.5.1903, jüdisch
Partner
Neuberger, Mathilde, (⚭ 1904) geboren 1883
Verwandte
- Weil-Weidenreich, Maximilian Ludwig <Bruder>, geboren Edenkoben 15.6.1854
- Weil-Weidenreich, Julius <Bruder>, geboren Edenkoben 3.6.1857, Kaufmann
- Weidenreich, Ruth <Tochter>, geboren Straßburg 2.2.1907, Dr. med., Ärztin
Nachweise
Literatur
- Simon Götz, Weidenreich, Franz, in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe) (15.7.2016)
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 383-385
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 514 f.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Weidenreich, Franz“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18712_weidenreich-franz> (aufgerufen am 13.04.2026)
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