Riese, Walter

 
geboren
30.6.1890 Berlin
gestorben
9.9.1976 Glen Allen (Virginia/USA)
Beruf
Psychiater, Arzt, Neurologe
Titel
Prof. Dr. med.
Konfession
jüdisch
GND-Explorer
116544937

Andere Namen

Weitere Namen

Riese, Walther

Wirken

Werdegang

  • zweites von zwölf Kindern einer gutbürgerlichen jüdischen Familie in Berlin
  • 1909 Reifeprüfung am Dorotheenstädtischen Realgymnasium in Berlin
  • Studium der Medizin an den Universitäten Berlin, Greifswald und Straßburg
  • 1914 ärztliche Prüfung und Approbation in Berlin
  • 1914 Promotion zum Dr. med. an der Universität Königsberg (bei dem Geheimen Medizinalrat Prof. Ernst Meyer)
  • 1914/15 Assistent in Königsberg
  • 1915/16 Tätigkeiten am städtischen Krankenhaus in Wiesbaden in der Neuropsychiatrischen und Inneren Abteilung
  • 1916-1919 Assistent an der Neuropsychiatrischen Klinik in Frankfurt am Main
  • 1.4.1920 Assistent am Institut zur Erforschung der Folgen von Hirnverletzungen als Teil des Neurologischen Instituts in Frankfurt am Main
  • Tätigkeiten im Neurologischen Institut der Universität Frankfurt und erneut in der Neuropsychiatrischen Klinik ebd.
  • 1924 Habilitation für Neurologie an der Frankfurter Universität, Privatdozent
  • 1927-1933 Leiter einer privaten Praxis ebd.
  • 1933 Entzug der Lehrbefugnis
  • 1933-1937 als 'Rockefeller Fellow' an der Universität Lyon tätig
  • 1937-1940 Forschungsaufgaben an der Sorbonne in Paris
  • 1940 Auswanderung in die USA, Reise über Madeira, Ghana nach Norfolk (Virginia)
  • 1941-1943 Tätigkeiten am Medical College in Richmond
  • bis 1947 wissenschaftlicher Beirat an der Neuropsychiatrischen Klinik in Richmond
  • 1948-1960 Leiter des Lehrstuhls für Neurologie, Psychiatrie und Gerichtsmedizin am Medical College ebd.
  • 1960 Emeritierung

Studium

Studium in Berlin, Greifswald und Straßburg

Netzwerk

Meyer, Ernst <Lehrer>, GND, * Göttingen 10.5.1871, † Königsberg (Preußen) 3.12.1931, Psychiater und Hochschullehrer

Akademische Qualifikation

  • 1914 Promotion in Königsberg
  • 1924 Habilitation in Frankfurt am Main

Akademische Vita

  • Frankfurter Universität / Neurologie / Privatdozent // 1924

Akademische Ämter

1948-1960 Leiter des Lehrstuhls für Neurologie, Psychiatrie und Gerichtsmedizin am Medical College in Richmond

Werke

  • Ein Beitrag zur Kasuistik der paranoiden Erkrankungen (Diss. med. 1914)
  • Beiträge zur Faseranatomie der Stammganglien (Habil.-Schrift 1924)
  • Vincent van Gogh in der Krankheit, München 1926
  • Seele und Schicksal, Leipzig 1927
  • Das Sinnesleben eines Dichters, Georg Trakl, Stuttgart 1928
  • Die Unfallneurose als Problem der Gegenwartsmedizin, Stuttgart 1929
  • Schriften zur Psychologie und Soziologie von Sexualität und Verbrechen, 2. Bde., Stuttgart 1929

Lebensorte

Berlin; Greifswald; Straßburg; Königsberg (Preußen); Wiesbaden; Frankfurt am Main; Lyon; Paris; Richmond (Virginia/USA)

Familie

Vater

Riese, Emil, gestorben vor 1914, Fabrikbesitzer aus Westpreußen, später Rentner, jüdisch

Mutter

Rosenthal, Anna, jüdisch

Partner

Pataky, Hertha, (⚭ 1915) geboren Berlin 15.3.1892, gestorben 1981, Dr. med., L.L.D., Sozialärztin, Psychiaterin, Autorin, Leiterin der Sozial- und Sexualberatungsstelle des „Bundes für Mutterschutz und Sexualreform“ in Frankfurt am Main, 1919-1933 Privatpraxis in Frankfurt am Main, 1933 Emigration nach Frankreich, 1940 in die USA, dort unter anderem ehrenamtlich tätig im Juvenile Court in Richmond, Gründerin des „Educational Therapy Centr“, Tochter des Wilhelm Pataky, Patentanwalt, und der Mathilde Scheinberger

Verwandte

  • Riese Hubert, Renée <Tochter>, GND, 1916-2005, Professorin der französischen Literatur an der University of California
  • Vincent, Beatrice <Tochter>, Kunstmalerin in New York

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Riese, Walter“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18628_riese-walter> (aufgerufen am 20.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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