Fulda, Ludwig* Anton Salomon

Fulda, Ludwig* Anton Salomon
Andere Namen
Weitere Namen
Ful'da, Ljudvig
Wirken
Werdegang
- aus einer seit 1639 in Frankfurt am Main ansässigen jüdischen Familie stammend
- Besuch des Philanthropin in Frankfurt am Main
- ab 1874 Besuch des Städtischen Gymnasium
- Germanistikstudium in Heidelberg, Berlin und Leipzig
- mit 19 Jahren Aufforderung von seinen Lehrern Karl Bartsch und Kuno Fischer (1824-1907) zur Mitarbeit an kritisch-historischen Dichterausgaben
- 1883 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg („summa cum laude“)
- 1884 Umzug nach München, später nach Frankfurt am Main
- 1888 Umzug nach Berlin
- 1893 Verleihung des Schillerpreises für sein Drama „Der Talisman“ trotz Einspruch von Kaiser Wilhelm II.
- 1926 in die neu gegründete Deutsche Dichter-Akademie gewählt
- Zu Ludwig Fulda schrieb der Berliner Börsen-Courier („Kultur und Rasse“) unter anderem: „Juden haben die moderne deutsche Literaturbewegung gegen den stumpfen Widerstand des deutschen Publikums durchsetzt.“ (Arnsberg 1983, S. 139, zitiert nach Ffter Israelit. Gemeinde., Jg. 10 (1931/32), Nr. 12, S. 258 f.)
- 1939 Drängung zur Aufgabe des Burgtheater-Ringes durch die Nationalsozialisten, 30.3. Suizid
Studium
Studium der Germanistik in Heidelberg, Berlin und Leipzig
Netzwerk
Bartsch, Karl <Lehrer>, GND, * Sprottau (heute Szprotawa/Polen) 25.2.1832, † Heidelberg 19.2.1888, germanistischer Mediävist und Altphilologe, in Rostock Gründer des ersten Germanistischen Instituts in Deutschland
Akademische Qualifikation
- 1883 Promotion in Heidelberg zum Dr. phil. („summa cum laude“)
Mitgliedschaften
Mitglied der Deutschen Dichter-Akademie, ab 1926
Werke
- Der Talisman, 1893
- Übersetzer der Werke von Molière, Beaumarchais und Rostand
Lebensorte
Frankfurt am Main; Heidelberg; Berlin; Leipzig; München
Familie
Vater
Fulda, Carl Hermann, Kaufmann, Inhaber der Kohlengroßhandlung Anton Fulda, Sohn des Anton Fulda, Wechselmakler, Bankier und Steinkohlenhändler, und der Rosa Strauß
Mutter
Oppenheimer, Clementine, geboren Frankfurt am Main Frankfurt am Main 28.1.1839, gestorben Frankfurt am Main 17.8.1916, Heirat 25.10.1861, Tochter des Julius Oppenheimer, Handelsmann, und der Auguste Leser
Partner
Theumann, Ida, (⚭ Frankfurt am Main 11.10.1893) geboren Wien 5.12.1869, Tochter des Salomon Theumann, Privatier, und der Sophie Hohenberg
Verwandte
Nachweise
Quellen
- Standesamt Frankfurt am Main I (mit Bornheim): Heiratsregister (Einträge 1388–1733) 18.9.1893–15.11.1893, Nr. 1519
- HStAM Bestand 903 Nr. 8821 (Standesregister Stadt Frankfurt, Geburtsnebenregister, 1862, Nr. 819)
- HStAM Bestand 903 Nr. 10755 (Frankfurt I, Sterbenebenregister, 1916, Nr. 1124)
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 5, Berlin 1961, S. 727 f. (Fritz Martini)
- Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 233 f. (Sabine Hock)
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 423
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 129 f.
Bildquelle
Unknown authorUnknown author, Ludwig Fulda, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
- Neue Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Frankfurter Personenlexikon: Öffnet in neuem Fenster
- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
- Wikipedia: Öffnet in neuem Fenster
- Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fulda, Ludwig* Anton Salomon“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18311_fulda-ludwig-anton-salomon> (aufgerufen am 13.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/18311