Fulda, Ludwig* Anton Salomon

 
geboren
15.7.1862 Frankfurt am Main
gestorben
30.3.1939 Berlin
Beruf
Schriftsteller, Bühnenautor, Dramatiker, Übersetzer
Titel
Dr. phil.
Konfession
jüdisch
GND-Explorer
118840452

Andere Namen

Weitere Namen

Ful'da, Ljudvig

Wirken

Werdegang

  • aus einer seit 1639 in Frankfurt am Main ansässigen jüdischen Familie stammend
  • Besuch des Philanthropin in Frankfurt am Main
  • ab 1874 Besuch des Städtischen Gymnasium
  • Germanistikstudium in Heidelberg, Berlin und Leipzig
  • mit 19 Jahren Aufforderung von seinen Lehrern Karl Bartsch und Kuno Fischer (1824-1907) zur Mitarbeit an kritisch-historischen Dichterausgaben
  • 1883 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg („summa cum laude“)
  • 1884 Umzug nach München, später nach Frankfurt am Main
  • 1888 Umzug nach Berlin
  • 1893 Verleihung des Schillerpreises für sein Drama „Der Talisman“ trotz Einspruch von Kaiser Wilhelm II.
  • 1926 in die neu gegründete Deutsche Dichter-Akademie gewählt
  • Zu Ludwig Fulda schrieb der Berliner Börsen-Courier („Kultur und Rasse“) unter anderem: „Juden haben die moderne deutsche Literaturbewegung gegen den stumpfen Widerstand des deutschen Publikums durchsetzt.“ (Arnsberg 1983, S. 139, zitiert nach Ffter Israelit. Gemeinde., Jg. 10 (1931/32), Nr. 12, S. 258 f.)
  • 1939 Drängung zur Aufgabe des Burgtheater-Ringes durch die Nationalsozialisten, 30.3. Suizid

Studium

Studium der Germanistik in Heidelberg, Berlin und Leipzig

Netzwerk

Bartsch, Karl <Lehrer>, GND, * Sprottau (heute Szprotawa/Polen) 25.2.1832, † Heidelberg 19.2.1888, germanistischer Mediävist und Altphilologe, in Rostock Gründer des ersten Germanistischen Instituts in Deutschland

Akademische Qualifikation

  • 1883 Promotion in Heidelberg zum Dr. phil. („summa cum laude“)

Mitgliedschaften

Mitglied der Deutschen Dichter-Akademie, ab 1926

Werke

  • Der Talisman, 1893
  • Übersetzer der Werke von Molière, Beaumarchais und Rostand

Lebensorte

Frankfurt am Main; Heidelberg; Berlin; Leipzig; München

Familie

Vater

Fulda, Carl Hermann, Kaufmann, Inhaber der Kohlengroßhandlung Anton Fulda, Sohn des Anton Fulda, Wechselmakler, Bankier und Steinkohlenhändler, und der Rosa Strauß

Mutter

Oppenheimer, Clementine, geboren Frankfurt am Main Frankfurt am Main 28.1.1839, gestorben Frankfurt am Main 17.8.1916, Heirat 25.10.1861, Tochter des Julius Oppenheimer, Handelsmann, und der Auguste Leser

Partner

Theumann, Ida, (⚭ Frankfurt am Main 11.10.1893) geboren Wien 5.12.1869, Tochter des Salomon Theumann, Privatier, und der Sophie Hohenberg

Verwandte

Oppenheimer, Julius* Philipp <Großvater>, verwandt mütterlicherseits, erster jüdischer Stadtrat der Stadt Frankfurt a. M. von 1868 bis 1869

Nachweise

Quellen

  • Standesamt Frankfurt am Main I (mit Bornheim): Heiratsregister (Einträge 1388–1733) 18.9.1893–15.11.1893, Nr. 1519
  • HStAM Bestand 903 Nr. 8821 (Standesregister Stadt Frankfurt, Geburtsnebenregister, 1862, Nr. 819)
  • HStAM Bestand 903 Nr. 10755 (Frankfurt I, Sterbenebenregister, 1916, Nr. 1124)

Literatur

Bildquelle

Unknown authorUnknown author, Ludwig Fulda, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Fulda, Ludwig* Anton Salomon“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18311_fulda-ludwig-anton-salomon> (aufgerufen am 13.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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