Ettlinger, Albert
geboren
23.5.1862 Mannheim gestorben
28.9.1942 Auschwitz (heute Oswiecim, Polen) Beruf
Sanitätsrat, Chirurg Titel
Dr. med. Konfession
jüdisch GND-Explorer
116585870Wirken
Werdegang
- aus orthodox-jüdischer Familie stammend
- früher Anschluss an die liberal-religiöse Bewegung
- Studium der Medizin in Heidelberg
- 1890 Niederlassung als Chirurg in Frankfurt am Main
- während des Ersten Weltkrieges leitender Oberarzt des Lazaretts in der Mainzer Straße
- Inhaber vieler hoher Auszeichnungen, jahrelang führende Tätigkeiten in der Israelitischen Gemeinde, viele Jahre dessen Vorstandsmitglied
- ab 1900 hoher Funktionär des Roten Kreuzes
- 1920-1930er Jahre Vorsitzender der Jüdischen Wohlfahrtspflege in Frankfurt, Zuständigkeiten für das Pflegeamt des Israelitischen Krankenhauses und Zuständiger des Arbeitsnachweises
- 1938 Auswanderung nach Holland
- 1942 Deportation der Familie Ettlinger nach Auschwitz, wurde am 28.9.1942 für tot erklärt.
Studium
Studium der Medizin in Heidelberg
Mitgliedschaften
Mitglied des Schulrates des Philanthropin
Mitglied des Freisinnigen Vereines für jüdisches Gemeindeleben in Frankfurt am Main
Vorstandsmitglied der Vereinigung für das liberale Judentum sowie deren Delegierter im Landesverband der preußischen jüdischen Gemeinden
Lebensorte
Heidelberg; Frankfurt am Main; Holland
Nachweise
Quellen
Literatur
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 113-114
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ettlinger, Albert“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18284_ettlinger-albert> (aufgerufen am 11.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/18284