Epstein, Fritz
Wirken
Werdegang
- sechs Geschwister
- Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden
- Studium an der Baugewerbeschule in Berlin und an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg
- Architekt in Wesel, Mannheim, Dresden und Kassel
- 28.10.1902 Heirat mit Margarethe geb. Mayerstein
- ab 1904 in Frankfurt am Main tätig, Architektengemeinschaft mit Hans Schönbein auf der Zeil 81
- um 1910 in der Mainzer Landstraße 134 ansässig
- bis 1913 Auszahlung aller Unterstützungen für seine Wohnung
- 1913 in der von Epstein erbauten Villa in der Unterlindau 29 ansässig
- 1929-1930 Sachverständiger beim Geschäftshaus der Firma M. A. Rothschild & Söhne in der Fahrgasse, anschließender Umbau des Geschäftshauses zum Verwaltungsgebäude der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a. M. durch Dipl.-Ing. Richard Kaufmann (1887–1958) (geb. in Freiburg, später Palästina)
- organisierter Zionist in der Frankfurter Zionistischen Vereinigung
- 1933 aus der Mitgliederliste des Bundes Deutscher Architekten (BDA) gestrichen, Flucht mit Ehefrau und Sohn Alfred (ebenfalls Architekt) nach Palästina, Niederlassung in Tel Aviv
- während des Zweiten Weltkrieges in Palästina ansässig, lebte unter schwierigen Verhältnisse
- 1956 Rückkehr nach Frankfurt am Main
Studium
Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden
Studium an der Baugewerbeschule in Berlin und an der TH Berlin Charlottenburg
Mitgliedschaften
Mitglied der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler
Mitglied des Verbandes Jüdischer Ingenieure für den technischen Aufbau Palästinas
Mitglied in der Frankfurter Zionistischen Vereinigung
Mitglied, Mitbegründer und Vorsitzender des Reichsverbandes der technischen Berufe Deutschlands
Beratender Architekt des Vorstandes der Israelischen Gemeinde Frankfurt
Vorsitzender des jüdischen Arbeitsamtes
Begründer und Vorstandsmitglied der Gemeinnützigen Gesellschaft für Wohnungsbau Frankfurt
Werke
- Bau von ca. 150 Gebäuden in Frankfurt a. M.
Lebensorte
Dresden; Berlin; Wesel; Mannheim; Kassel; Frankfurt am Main; Palästina; Tel Aviv
Familie
Vater
Epstein, Siegfried, geboren Lübz 1847, gestorben Frankfurt am Main 16.3.1917, Sohn des Aron Epstein, Kaufmann, und der Cäcilie Stark
Mutter
Pitsch, Line, geboren Bunzlau 1851, gestorben Frankfurt am Main 13.11.1921, Heirat Breslau 1870
Partner
Mayerstein, Margarethe, (⚭ Magdeburg 28.10.1902) geboren Egeln (Magdeburger Börde) 27.12.1876, 1933 Flucht nach Palästina
Verwandte
- Epstein, Gertrud <Schwester>, geb. am 17.6.1886
- Epstein, Werner* Hugo <Sohn>, GND, * Kassel 31.10.1903, † Paris 1987, Werbegrafiker, Maler, 1934 Flucht nach Frankreich, interniert in Gurs, Flucht, versteckt, überlebt
- Epstein, Alfred Ernst <Sohn>, geboren Frankfurt am Main 6.3.1912, Architekt, 1933 Flucht nach Palästina
Nachweise
Fußnoten
- Stadt Frankfurt am Main ↑
Quellen
- Freundliche Hinweise von Thomas Petrasch
- HStAM Bestand 903 Nr. 10772 (Frankfurt I, Sterbenebenregister, 1917, Nr. 449)
- HStAM Bestand 903 Nr. 10852 (Frankfurt V, Sterbenebenregister, 1921, Nr. 1187)
Literatur
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 175, Nr. 980
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 109 f.
- Epstein, Fritz, Margarethe, Werner und Alfred, in: Stadt Frankfurt am Main
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Epstein, Fritz“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18276_epstein-fritz> (aufgerufen am 17.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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