Rudolph, Conrad Wilhelm
Andere Namen
Weitere Namen
Rudolph der Jüngere
Wirken
Werdegang
- Studium an der Akademie (Baukunstklasse)
- ab 1803 Akzessist, anschließend Registrator im Bauamt
- 1812 Lehrer für Zivilbaukunst an der Universität Marburg
- ab 1814 wieder Registrator in Kassel
- 1823 Oberbaukontrolleur,
- ab 1838 Oberbauinspektor in der Ober-Bau-Commission
- 1845 zum Baurat ernannt
- Lehrer an der Handwerksschule in Kassel
- 1856 a.D.
Werke
- Kassel, Sogenannte Erste Halle am Königsplatz, Umbauentwurf für das Landgericht und Kreisamt, Grundrisse um 1822
- Kassel, Wilhelmshöher Tor, Wettbewerbsentwurf für das Ständehaus, Serie 1831
- Kassel, Haus Grandidier, Obere Karlsstraße 1, Bauaufnahme, Lageplan des Grundstücks mit Schätzung des Wertes 1834
Lebensorte
Kassel; Marburg
Leben
Aus der Biografie
Nach dem Studium an der Kasseler Akademie war Conrad Wilhelm Rudolph zwischen 1803 und 1819 Akzessist, anschließend Registrator im Bauamt. Es folgte eine Lehre an der Bauhandwerkschule. Vermutlich 1823 wurde er Oberbaukontrolleur, 1841 Oberbauinspektor, 1845 Baurat und wohl ein Jahr später Oberbauinspektor in der Ober-Bau-Commission, wo er bis 1855 nachweisbar ist.
Ulrike Hanschke
(Text übernommen aus Bestandskatalog der Architekturzeichnungen des 17.–20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung der Museumslandschaft Hessen Kassel; URL: http://architekturzeichnungen.museum-kassel.de/0/33748)
Conrad Wilhelm Rudolph, zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch Rudolph der Jüngere genannt, wird im Hessischen Staats- und Adreß-Kalender von 1804 bis 1806 als Akzessist beim Baudepartement geführt. Nach der Restitution des Kurfürstentums Hessen arbeitet er von 1814 bis 1823 wiederum beim Baudepartement in Kassel, nun als Registrator, sowie 1820 als Baurechnungsführer. Ab 1823 ist er Oberbaukontrolleur, ab 1838 ist er Oberbauinspektor und wird 1845 als solcher zum Baurat ernannt. Weiterhin ist er Mitglied der Ober-Bau-Direction zu Cassel (im technischen Büro), Mitglied des Landwirthschafts-Verein und Lehrer der Bauwissenschaft und des architektonischen Zeichnens an der Handwerkschule zu Cassel. Nach dem Tod Johann Conrad Rudolphs übernimmt er die Special-Aufsicht der zweiten Abteilung (Bauhandwerks-Schule) als auch die Stelle des Lehrers für Hausmaurerkunst und Steinschnitt. 1856 geht er außer Dienst und ist bis zu seinem Tod 1862 in Kassel wohnhaft.
Susanna Thelen
(Text übernommen aus dem Projekt „Architekturzeichnungen im Hessischen Staatsarchiv Marburg“ im Bildindex der Kunst und Architektur des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg)
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 5 Nr. 11406
- HStAM Bestand 53a Nr. 1985
- Königlich Preussischer Staatsdienst-Kalender für den Regierungsbezirk Cassel
- Kartei „Hessische Zivilpersonen“, zusammengestellt von Philipp Losch, Digitalisat
- Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung
- Adressbuch von Cassel (1834–74 (1907))
Datenquelle
Daten übernommen aus dem DFG-geförderten Projekt „Architekturzeichnungen des Hessischen Staatsarchivs Marburg“ im Bildindex der Kunst und Architektur des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg; Projektinformationen
Literatur
- Armin Wiegand, Mehr als „schlicht“! Klassizismus und Rundbogenstil am Beispiel der Kirchen in Kurhessen und Waldeck. Arbeitshefte des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen Bd. 29, Darmstadt 2017 S. 302
- Martina Sitt (Hrsg.), „Geeignet, junge Künstler zu belehren…“. Die Anfänge der Kasseler Kunstakademie (1777-1830), 2. Aufl., Hamburg 2018, S. 197
- Losch-Kartei
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rudolph, Conrad Wilhelm“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/17861_rudolph-conrad-wilhelm> (aufgerufen am 10.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/17861