Heerwagen, Jakob Friedrich
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Heerwagen, Jacob Friedrich
Wirken
Werdegang
- ab 1770 in Hanau als Bauaufseher
- 1776-1783 mit den hanauischen Truppen in Amerika
- 1784-1788 Münzverwalter,
- 1796-1820 Kriegsbau-Verwalter im Gouvernement Hanau
- ab 1801 Adjunkt des Baumeisters, 1806 Baumeister in Hanau
- ab 1816 Mitglied der Zeichen-Akademie Hanau
- 1822-1824 Landbaumeister im Baudistrikt Hanau
Werke
Lebensorte
Berlin; Hanau
Leben
Aus der Biografie
Als Sohn eines Mundkochs und einer Kammerzofe 1747 in Hanau geboren, hatte sich Heerwagen eigenen Angaben zufolge „sowohl hier alß in Berlin der Civil Bau Kunst befließen“. 1771 wurde er von Erbprinz Wilhelm in Hanau als Bauaufseher eingestellt. Da der Prinz jedoch den Baumeister Franz Ludwig Cancrin bevorzugte, nahm Heerwagen von 1776 bis 1783 mit den hanauischen Truppen am Feldzug in Amerika teil. Nach seiner Rückkehr wurde er 1786 Münzverwalter, später auch Kriegsbauverwalter. Nach der Ernennung zum Baurat 1804 trat er im folgenden Jahr die Nachfolge des verstorbenen Baumeisters Johannes Möller an. Von 1822 bis zu seinem Tode 1824 war er Landbaumeister im Baudistrikt Hanau, der die Landkreise Hanau und Gelnhausen umfaßte.
Gerd Fenner
(Text übernommen aus Bestandskatalog der Architekturzeichnungen des 17.–20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung der Museumslandschaft Hessen Kassel; URL: http://architekturzeichnungen.museum-kassel.de/0/32604)
Laut Akte im Hessischen Staatsarchiv Marburg erste vorläufige Anstellung in Hanau 1770. Im Hessischen Staats- und Adreß-Kalender von 1796 bis 1820 als Kriegsbau-Verwalter im Gouvernement Hanau geführt, zunächst im Range eines Capitains, ab 1798 im Range eines Majors. Ab 1800 ist er zusätzlich Major der Brand-Companie und in der Pflaster-Commission tätig (bis 1814). Auch ist er von 1801 bis 1805 Adjunkt des Baumeisters bevor er ab 1806 selbst als Baumeister auftritt und ab 1820 zusätzlich die Stelle des Landbaumeisters bei den Wasserleitungen in Hanau bekleidet. Ab 1816 ist er ordentliches Mitglied der Zeichen-Akademie Hanau.
Susanna Thelen
(Text übernommen aus dem Projekt „Architekturzeichnungen im Hessischen Staatsarchiv Marburg“ im Bildindex der Kunst und Architektur des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg)
Nachweise
Quellen
Datenquelle
Daten übernommen aus dem DFG-geförderten Projekt „Architekturzeichnungen des Hessischen Staatsarchivs Marburg“ im Bildindex der Kunst und Architektur des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg; Projektinformationen
Literatur
- Gerhard Bott, Heilübung und Amüsement. Das Wilhelmsbad des Erbprinzen, Hanau 2007, S. 51
- Anton Merk (Hrsg.), Natur wird Kultur. Gartenkunst in Hanau. Katalog zur Ausstellung vom 12. Mai bis 7. Juli 2002, Hanau 2002, S. 73f.
- Gustav Prior (Hrsg.), Jacob Hoffmeister´s gesammelte Nachrichten über Künstler und Kunsthandwerker in Hessen seit etwa 300 Jahren, Hannover 1885, S. 42
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heerwagen, Jakob Friedrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/17545_heerwagen-jakob-friedrich> (aufgerufen am 20.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/17545