Schaefer, Johann Conrad
geboren
24.2.1848 Marburg gestorben
16.4.1928 Marburg Beruf
Unternehmer, TapetenfabrikantWirken
Werdegang
- kaufmännische Ausbildung und Erlernen des Tapezierhandwerks
- bei in- und ausländischen Tapetenfirmen tätig
- 24.12.1875 Übernahme eines Zweigs der väterlichen Stammfirma, fortan „Marburger Tapetenmanufaktur“
- 1877 Tapetenherstellungsunternehmen in eigenem neuem Gebäude am Pilgrimstein
- erste Tapetendruckmaschinen
- Entwicklung des Unternehmens zu einer Firma mit Weltruf
- Silvesternacht 1881/82 Zerstörung durch Großfeuer
- Fortführung des Geschäfts durch kaufmännisches Geschick
- 1904 neue und größere Gebäude mit verbesserten Maschinen in der Kasseler Straße, Erweiterungsbauten in den folgenden Jahren
- 1907 Söhne Johann Bertram und Victor als Teilhaber eingeführt
- widmete sich verbandspolitischen und dem Gemeinwohl dienenden Aufgaben
- Verleihung des Titels eines königlich preußischen Kommerzienrates
- ab 1894 Mitglied der Industrie- und Handelskammer Kassel
- 1916 nach Tod von Victor Schaefer Geschäftsführung durch Johann Bertram Schaefer
- 1922 endgültige Übergabe der Firma an Johann Bertram Schaefer
- Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft „Marburger Tapetenfabrik J.B. Schaefer“
- Unternehmen stand an erster Stelle der deutschen Tapetenindustrie
- nach dem 2. Weltkrieg Verlagerung nach Kirchhain als „Marburger Tapetenfabrik J. B. Schaefer GmbH“
Familie
Vater
Schaefer, Johann Bertram, GND, Tapetenhändler in Marburg
Partner
Lécrivain, Flora Adele, (⚭ 1873) * Brüssel, † Marburg 9.9.1930
Verwandte
- Schaefer, Victor <Sohn>, 1916 gefallen
- Schaefer, Johann Bertram <Sohn>, * Marburg 11.1.1879, seit 1922 Geschäftsführer
- Schaefer, Wilhelm, * Marburg 1.2.1884, † Marburg 4.8.1944, Major, verheiratet Berlin-Treptow 4.12.1920 mit Olga Klara Mathilde Funke
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 915 Nr. 5731 (Marburg, Sterbenebenregister, 1928, Nr. 207)
- HStAM Bestand 915 Nr. 5736 (Marburg, Sterbenebenregister, 1930, Nr. 513)
- HStAM Bestand 915 Nr. 5767 (Marburg, Sterbenebenregister, 1944, Nr. 780)
Literatur
- Ingeborg Schnack, Lebensbilder aus Kurhessen und Waldeck 1830–1930, Bd. 6, Marburg 1958, S. 326-330 (Wilhelm Meinhold)
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schaefer, Johann Conrad“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/17506_schaefer-johann-conrad> (aufgerufen am 22.04.2026)
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