Söhngen, Hans
Andere Namen
Geburtsname
Söhngen, Johann Josef
Wirken
Werdegang
- 1913 Ausbildung zum Volksschullehrer in Montabaur
- 1913 Mitglied des Frankfurter FV, der späteren Turn- und Sportgemeinde Eintracht von 1866
- 1915 Soldat im Ersten Weltkrieg, Leutnant der Reserve
- 1919 Lehrerseminar in Fulda und erste Lehrerprüfung
- 1920 zweites Lehrerexamen in Frankfurt am Main
- bis 1929 Vertretungen als Volksschullehrer
- 1.4.1929 Anstellung als Volksschullehrer
- 1924 Wechsel zum FSV Frankfurt
- 1925 Kreissportwart des Süddeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes
- Fußball-Schiedsrichter und Leichtathletik-Kampfrichter
- 1.4.1931 Mitglied der NSDAP
- 15.12.1931 Mitglied der SA
- Mitglied im Nationalverband Deutscher Offiziere und im Alldeutschen Verband
- weigerte sich 1932/1933 nach Görlitz versetzt zu werden
- 1933 wieder Lehrer in Frankfurt
- 1934 SA-Sturmführer
- 1933 Wiedereintritt in die Turn- und Sportgemeinde Eintracht
- August 1933 stellvertretender Vorsitzender von Eintracht Frankfurt
- 1933-Dezember 1938 „Führer“ von Eintracht Frankfurt
- Mitarbeiter im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen
- Lehrer, 1935 Städtischer Schulturnrat, Mitglied im Sportrat der Stadt Frankfurt am Main
- 1938 aufgrund von Intrigen aus der SA ausgeschlossen und Verlust der meisten seiner Ämter
- 1939 Hauptmann
- 1940 Ehrenverfahren und Degradierung zum „Kriegsfreiwilligen im niedersten Mannschaftsgrad“, Mai 1940 LKW-Fahrer bei der Reichswehr
- September 1942 wieder Hauptmann der Reserve, 1944 Major
- August 1950 Vertretungslehrer in Wiesbaden
- Mai 1960 Ruhestand
- Eisernes Kreuz I. u. II. Klasse
Familie
Vater
Söhngen, Andreas Bernhard, * Oberlahnstein 15.2.1864, Kunstmaler, Sohn des Friedrich Wilhelm Söhngen, Schlosser und Mechaniker, und der Catharine Heil
Mutter
Messer, Adelheid, * Hofheim am Taunus 17.12.1862, Heirat Frankfurt am Main 29.12.1886, Tochter des Conrad Messer, Messer, und der Anna Marie Söhngen
Partner
Obert, Genoveva, (⚭ Frankfurt am Main 9.10.1919, geschieden 15.1.1946) * Bibergau (heute Dettelbach) 14.11.1896, † Frankfurt 16.3.1954, katholisch, Tochter des Andreas Obert, Postsekretär und der Margareta Weißenseel
Verwandte
Söhngen, Gottfried, Leichtathlet (1919-1922 Deutscher Meister im Staffellauf)
Nachweise
Quellen
- Standesamt Frankfurt am Main I (mit Bornheim): Heiratsregister (Einträge 1401–1500) 1.12.1886–31.12.1886, Nr. 1492
- Standesamt Frankfurt am Main V: Heiratsregister (Einträge 1185–1343) 30.9.1919–27.10.1919, Nr. 1235
- HStAM Bestand 903 Nr. 9152 (Mitte (Frankfurt), Geburtsnebenregister, 1895, Nr. 2286)
Literatur
- Matthias Thoma, Wir waren die Juddebube. Die Eintracht Frankfurt in der NS-Zeit, Frankfurt am Main 2007
- Maximilian Aigner, Vereinsführer. Vier Funktionäre von Eintracht Frankfurt im Nationalsozialismus. Göttingen 2020, S. 55-120
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Söhngen, Hans“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/17233_soehngen-hans> (aufgerufen am 18.04.2026)
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