Schneider, Karl* Christian
geboren
22.10.1889 Herbstein (Kreis Lauterbach) gestorben
14.5.1976 Mainz Beruf
Landwirtschaftslehrer, Tierzuchtinspektor, Landwirtschaftsrat, Ministerialdirigent, Kommunalpolitiker Titel
Dr. phil. Konfession
katholischAndere Namen
Weitere Namen
Schneider, Carl* Christian
Wirken
Werdegang
- 1908 Reifeprüfung am Ostergymnasium in Mainz
- 1908-1913 Studium der Nationalökonomie, Geschichte und Landwirtschaft in Innsbruck, Gießen und Bonn
- 1913 Prüfung zum Landwirtschaftslehrer sowie zum Tierzuchtinspektor an der Universität Gießen
- 1913-1914 Lehrtätigkeit in Warburg
- 1914 Assistent im Institut für Boden- und Pflanzenbaulehre in Bonn-Poppelsdorf, anschließend selbständiger Betriebsleiter
- 1915-1916 wissenschaftlicher Hilfslehrer an der Landwirtschaftsschule Weilburg
- 15.10.1915 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Bonn
- 1916-1918 Kriegsteilnahme
- Eintritt in die Deutsche Zentrumspartei
- Dezember 1919 Leiter der Landwirtschaftsschule in Höchst am Main
- ab 1.4.1920 Direktor der Schule, Landwirtschaftsrat
- 1924-1928 ehrenamtlicher Stadtrat der Fraktion der Zentrumspartei im Höchster Stadtparlament
- 1928 nach Eingemeindung von Höchst nach Frankfurt am Main Wahl zum Mitglied des Frankfurter Stadtparlaments
- 1928 Ausscheiden aus dem Parlament nach erfolgloser Kandidatur bei den Kommunalwahlen
- 1929 erfolglose Kandidatur für das Frankfurter Stadtparlament
- 1930 Nachrücker für Gerhard Börner als Abgeordneter (Zentrum) des Frankfurter Stadtparlaments, dort Mitglied im Schulausschuss
- 3.1933 erfolglose Kandidatur, dann erneut zum Nachrücker für Gerhard Börner berufen
- 30.8.1933 Austritt aus dem Stadtparlament nach Auflösung der Zentrumspartei, bis dahin vermutlich fraktionsloser Abgeordneter
- 1934 Direktor der Landwirtschaftsschule Nidda
- 9.1934 nach eigenen Angaben wegen der politischen Betätigung in der Zentrumspartei nach Alzey strafversetzt
- 1939-1944 Teilnahme am 2. Weltkrieg
- Rückkehr an die Landwirtschaftsschule in Alzey
- nach 1945 Eintritt in die CDU
- Leitung der Außenstelle Rheinhessen der Abteilung Ernährung und Landwirtschaft des Oberregierungspräsidiums Hessen-Pfalz in Alzey
- gleichzeitig Leitung der Abteilung Ernährung und Landwirtschaft im Regierungspräsidium Rheinhessen
- 1947 Ministerialdirigent mit Leitung der Abteilung II (Landwirtschaft) des vorläufigen Ministeriums Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz in Koblenz
- 1948 kein Spruchkammerverfahren
- 1950 Beamter auf Lebenszeit
- 1954 Ruhestand
Funktion
- Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (Z), 1928
- Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (Z), 1930-1933
Lebensorte
Mainz; Innsbruck; Gießen; Bonn
Familie
Vater
Schneider, Engelbert, * Herbstein, † Herbstein 20.12.1914, 69 Jahre alt, Landwirt, Leinenhändler, Sohn des Amand Schneider, Fabrikant, und der Karoline Traud
Mutter
Schäfer, Elisabeth
Partner
Hambach, Klara, * Fulda 31.5.1898
Verwandte
- Schneider, Richard <Sohn>, * Höchst am Main 18.11.1920
- Schneider, Waltrud <Tochter>, * Höchst am Main 3.4.1922
- Schneider, Gisela <Tochter>, * Höchst am Main 11.11.1924
- Schneider, Werner <Sohn>, * Frankfurt am Main/Höchst 2.4.1929
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 921 Nr. 430 (Herbstein, Geburtsnebenregister, 1883–1890, Nr. 1889/54)
- HStAM Bestand 921 Nr. 437 (Herbstein, Sterbenebenregister, 1908–1925, Nr. 32/1914)
Literatur
- Bermejo, Die Opfer der Diktatur. Frankfurter Stadtverordnete und Magistratsmitglieder als Verfolgte des NS-Staates, Frankfurt am Main 2006, S. 324 ff.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schneider, Karl* Christian“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16878_schneider-karl-christian> (aufgerufen am 20.04.2026)
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