Schleicher, Damian
geboren
14.2.1874 Rommerz (Kreis Fulda) gestorben
3.2.1959 Hofheim am Taunus Beruf
Maurer, Gewerkschaftssekretär, Kommunalpolitiker Konfession
katholischWirken
Werdegang
- Ausbildung zum Maurer
- 1900 Übersiedlung nach Frankfurt am Main
- Beitritt zur Zentrumspartei
- hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär, als Bezirksleiter des „Zentralverbandes christlicher Bauarbeiter Deutschlands“ im Angestelltenverhältnis tätig
- 1924 nach erfolgloser Kandidatur für das Frankfurter Stadtparlament Nachrücker für Friedrich Dessauer (Zentrum)
- bis 1928 Mitglied des Frankfurter Stadtparlaments (Zentrum)
- 1929-1933 Abgeordneter (Zentrum) des Frankfurter Stadtparlaments, dort Mitglied im Hochbauausschuss, Tiefbauausschuss und in mehreren Deputationen
- März 1933 Wiederwahl bei den Kommunalwahlen, Einführung und Wahl in den Bauausschuss
- nach Selbstauflösung der Zentrumspartei vermutlich fraktionsloser Abgeordneter
- nach dem zum 1.1.1934 erlassenen neuen Gemeindeverfassungsgesetz keine Berufung in einen Fachausschuss für Abgeordnete ohne Angehörigkeit zur NSDAP, SA oder SS, daher Ende der Amtszeit am 31.12.1933
- Entlassung als Gewerkschaftssekretär
- arbeitslos, Verlust der Pensionsansprüche
- ab 1934 Ruhegehalt von der „Reichsversicherungsanstalt für Angestellte“
- 1937 Invalide mit kleiner Rente
- August 1944 kurzzeitige Verhaftung durch die Gestapo im Rahmen der „Aktion Gitter“
- 1957 Entschädigung nach Antrag auf Wiedergutmachung für wirtschaftliche Einbußen
Funktion
- Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (Z), 1925-1928
- Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (Z), 1928-1933
Lebensorte
Frankfurt am Main
Familie
Vater
Schleicher, Albert, Maurer
Mutter
Kreß, Fara
Partner
- Auth, Caroline, (⚭ Frankfurt am Main 24.1.1901) * Stork (Kreis Fulda) 28.4.1874, † Frankfurt am Main 31.12.1923, Dienstmagd, Tochter des Richard Auth, Gerber, und der Rosa Habich
- Dehler, Auguste, (⚭ Frankfurt am Main 14.4.1927) * Roßbach (Kreis Hünfeld) 1.11.1874, † Hofheim am Taunus 21.5.1951, Haushälterin, Witwe des Emil Vogel, * Großenbach (Kreis Hünfeld) 14.7.1874, Fahrbursche, Tochter des Thomas Dehler, Landwirt, und der Maria Louise Amalie Schrimpf
Verwandte
Schleicher, Hermann <Sohn>, * Frankfurt am Main 6.9.1910
Nachweise
Quellen
- Standesamt Frankfurt am Main I (mit Bornheim): Heiratsregister (Einträge 1039–1385) 26.5.1900–12.7.1900, Nr. 1280
- Standesamt Frankfurt am Main V: Heiratsregister (Einträge 290–578) 13.4.1927–23.6.1927, Nr. 303
- HStAM Bestand 903 Nr. 160 (Frankfurt I, Heiratsnebenregister, 1901, Nr. 104)
- HStAM Bestand 903 Nr. 10873 (Frankfurt I, Sterbenebenregister, 1923, Nr. 1343)
- HStAM Bestand 914 Nr. 1493 (Hofheim, Sterbenebenregister, 1959, Nr. 23)
Literatur
- Bermejo, Die Opfer der Diktatur. Frankfurter Stadtverordnete und Magistratsmitglieder als Verfolgte des NS-Staates, Frankfurt am Main 2006, S. 318 ff.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schleicher, Damian“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16877_schleicher-damian> (aufgerufen am 16.04.2026)
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